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Leuphana-Universität Lüneburg

Über 570 Tonnen Stahlprofile eingesetzt

Teupe, Baustellen, Gerüstbau

Teupe Trag-, Schutz- und Arbeitsgerüste kommen beim Bau der Leuphana-Universität Lüneburg zum Einsatz.

Lüneburg (ABZ). – Die räumlichen Ansprüche an den Campus der Leuphana Universität Lüneburg sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Der Campus soll allen Studierenden, Lehrenden und Forschenden die bestmöglichen Voraussetzungen für ihre Arbeit bieten und die Leuphana zu einem exzellenten Bildungsstandort weiter entwickelt werden.

Von zentraler Bedeutung ist hierfür die Errichtung des neuen Zentralgebäudes. Der Neubau sowie weitere Maßnahmen wie der Dachgeschossausbau von Gebäuden am Campus werden erheblich verbesserte Studien- und Forschungsbedingungen liefern. Der Entwurf stammt von dem Architekten Daniel Libeskind, der seit 2007 nebenberuflicher Professor an der Leuphana ist. Libeskind hat unter anderem auch das Jüdische Museum in Berlin gestaltet und den Wettbewerb für den Neubau des World Trade Centers in New York gewonnen.

Die Firma Teupe hat im Februar 2014 den Auftrag für die Ausführung der Gerüstbauarbeiten erhalten. Die Arbeiten laufen seit November 2014; die letzten Gerüste werden im Jahr 2017 benötigt. Das neue Zentralgebäude besteht aus vier zusammenhängenden Einzelgebäuden. Mittig ist das 40 m hohe Forschungszentrum angeordnet. Umlaufend werden die Bauteile Auditorium, Seminarzentrum und Studierendenzentrum errichtet. Die Fassaden sind bis zu 30° überhängend übergeneigt ausgeführt.

Zur Montage der Fassadenverkleidung errichtet die Firma Teupe Gerüste, die der Kontur des Gebäudes folgen und die z. T. freistehend ausgeführt sind. Die niedrigeren Bauteile Auditorium, Seminarzentrum und Studierendenzentrum müssen freitragend überbaut werden, um die Fassaden des Forschungszentrums bearbeiten zu können.

Aufgrund der komplexen Gebäudegeometrie wurde eine 3D-Konstruktion und -Planung erforderlich. Für insgesamt 18 Wandflächen mit unterschiedlichen Fassadenneigungswinkeln wurden umfangreiche statische Berechnungen und 3D-Ausführungszeichnungen angefertigt. Da die nicht wiederkehrenden Fassadenneigungswinkel an diesem Bauvorhaben alle individuell geplant werden mussten, waren umfangreiche Einzellösungen und konstruktive Details mit prüffähigen Statiken anzufertigen.

Zur Realisierung der freitragenden Überbrückungen sind Auskragungen aus dem Gebäude heraus sowie weitere Sonderkonstruktionen errichtet worden. Hierfür wurden von Teupe über 570 t Stahlprofile und Schwerlastrüstbinder mit einer Bauhöhe von 2,30 m eingesetzt.

Die eigentlichen Gerüstkonstruktionen zur Fassadenbearbeitung werden in Modulbauweise erstellt und müssen mit Breiten bis zu 7 m ausgeführt werden, um den verschiedenen Neigungswinkeln Rechnung zu tragen.

Für die vier Gebäudeteile kommen 800 t Modulgerüst zum Einsatz. Wegen der nicht ausreichenden Bodentragfähigkeit waren umfangreiche Fundamentarbeiten erforderlich, deren Planung und Ausführung ebenfalls Auftragsbestandteil der Firma Teupe sind.

Aufgrund der an diesem Bauvorhaben erforderlichen überwiegend freistehenden Ausführung der Gerüstkonstruktionen werden von Teupe über 400 t Ballast eingesetzt.

Die speziellen Anforderungen und die Komplexität dieses Bauwerks erfordern eine optimale Ausführungsplanung und detaillierte Arbeitsvorbereitung sowie prüffähig aufgestellte statische Berechnungen.

Die Firma Teupe gewährleistet mit individuellen Konzepten und durchdachten Gerüstbaulösungen nicht nur Zeit- und Kostenvorteile für alle am Bauvorhaben Beteiligten und eine störungsfreie Arbeitsausführung durch alle Gewerke, sondern erfüllt auch die hohen Ansprüche an die Arbeits- und Terminsicherheit.

ABZ-Stellenmarkt

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 16/2016.

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