MJ-Gerüst

Modulares Gerüstsystem in kurzer Zeit auf deutschem Markt etabliert

Berlin/Bad Tölz/Bielefeld (ABZ). – Was haben die Gebäude der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Berlin, das historische Kloster Sachsenkamm in Bad Tölz und ein ultramodernes Büro- und Laborgebäude an der Uni Bielefeld gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Alle drei Gebäude wurden jedoch, wie wahrscheinlich mittlerweile bereits hunderte von Gebäuden in ganz Deutschland, mit demselben Gerüstsystem eingerüstet: MJ OPTIMA.
MJ-Gerüst Gerüste Gerüstbau
Das System besteht aus nur wenigen Neuteilen, die in Verbindung mit bewährten Gerüstbauteilen aus den Modulen UNI, UNI TOP oder UNI-CONNECT eine systemgebundene Absturzsicherung in der obersten Gerüstlage bieten, sagt der Hersteller. Foto: MJ-Gerüst

Zur praxisgerechten Abwehr potenzieller Absturzgefahren bei der Gerüstmontage hat MJ-Gerüst gemeinsam mit führenden Gerüstbauern das modulare Fassadengerüst OPTIMA entwickelt. Das System besteht aus nur wenigen Neuteilen, die in Verbindung mit bewährten Gerüstbauteilen aus den Modulen UNI, UNI TOP oder UNI-CONNECT eine systemgebundene Absturzsicherung in der obersten Gerüstlage bieten.

Oberen Seitenschutz ohne weitere Zusätze montieren

Der oberste Seitenschutz als Absturzsicherung wird durch die systembedingte Aufbauweise von der unteren, gesicherten Lage aus montiert und verbleibt ohne weitere Zusatzbauteile im Gerüst. Ebenso erfolgt die Demontage aus dem gesicherten Bereich heraus.

Mit OPTIMA hat MJ-Gerüst aus Plettenberg nach eigenen Angaben ein Gerüstsystem entwickelt, das sich bereits in kurzer Zeit auf dem deutschen Markt etabliert hat. Mittlerweile verlies der 300.000. OPTIMA-Geländerstiel die Produktionshallen in Plettenberg im Sauerland. Und die Nachfrage steigt weiter.

Voreilendes Geländer integriert

Das Hauptargument für den Kauf von OPTIMA ist das systemintegrierte voreilende Geländer. Genau dafür ist OPTIMA mittlerweile für so viele Gerüstbau-Unternehmer im gesamten Bundesgebiet die erste Wahl, erklärt der Hersteller. Vorschriften zum Arbeitsschutz werden immer strenger. Mit herkömmlichen Rahmengerüsten sind sie nur durch den Einsatz zusätzlicher, sperriger Bauteile umständlich realisierbar. MJ OPTIMA sei im Vergleich preiswerter als jede Handlungsalternative mit einem kompletten Systemwechsel oder Vorlauf-Geländerbauteilen an Rahmengerüsten. Investitionskosten fielen für Gerüstbauer relativ gering aus, da sie einen Großteil ihres vorhandenen Materials weiterverwenden können.

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Die Flexibilität kam an der Klosterkirche Sachsenkamm in Bad Tölz zum Tragen. Foto: MJ-Gerüst

Die aufgelöste Bauweise des Systems kombiniert nach Unternehmensangaben die Vorteile, die ein klassisches Rahmen-Fassadengerüst auszeichnet, mit der enormen Flexibilität und den Anwendungsmöglichkeiten des klassischen Modulgerüsts, wie dem MJ COMBI.

Damit sind die Systemvorteile durch OPTIMA größer als die Summe der Vorteile aus Rahmen und Modulgerüsten. Den Wechsel vom Rahmen zum Stiel machen sich manche Gerüstbauer traditionell nicht leicht. Der Rahmen ist für viele alteingesessene Betriebe seit jeher das Mittel der Wahl. Alle Abläufe und Handgriffe bei Lagerung und Aufbau sind über Jahre eingespielt, neue Systeme müssen erlernt werden, Veränderungen bremsen die Routine aus.

Wer sich aber die Mühe macht und sich über die Vorteile des aufgelösten Rahmens informiert, wird schnell verstehen, warum sich der Wechsel lohnt.

Sicherheit steht an erster Stelle

Allem voran geht die Sicherheit. Die Novellierung der TRBS 2121 betrifft alle Gerüstbaubetriebe. Der voreilende Seitenschutz ist im Rahmengerüst nur durch zusätzliche Bauteile wie das MSG und zusätzliche Handgriffe zu realisieren – lästig bei Auf- und Abbau sowie bei Transport und Lagerung. Bei MJ OPTIMA ist das voreilende Geländer bereits fester Bestandteil des Systems. Die ungeliebte Verwendung der PSAgA entfällt in fast allen Situationen bei Auf-, Ab- und Umbau der Gerüste. Die Monteure können sich frei bewegen und werden nicht permanent durch das Umschlagen der Karabiner blockiert. Sie haben stets beide Hände frei für die Arbeit und Leistungserstellung. Durch den Entfall der PSAgA ergeben sich starke Erleichterungen an der Baustelle und durch das voreilende Geländer bewegt sich das Gerüstbauunternehmen exakt innerhalb der gesetzlichen Vorgaben.

Den Rahmen auflösen – ein Gedanke, der manch alteingesessenen Gerüstbauer zunächst verwundert hat. Zweifel an der Stabilität solcher Systeme muss man aber nicht haben, modulare Gerüstvarianten sind in der Industrie seit Jahren bewährte Technik. Dazu kommt, dass der Ständerstoß beim OPTIMA mit stärkerem Rohrverbinder, verbesserter Geometrie, festeren Werkstoffen und modernster Fertigungstechnik optimiert wurde und so ein Rüsten bis 60 m und darüber hinaus ohne Zusatz- oder Ertüchtigungsmaßnahmen zulässt.

In der Praxis bewiesen

Seine hohe Tragfähigkeit hat OPTIMA im statischen Nachweis, aber auch in der Praxis unter Beweis gestellt. Im Falle des Berliner Senatsgebäudes, dessen Fassade mit schweren Sandstrahlschutznetzen auf bis zu 62 m eingerüstet wurde, hat OPTIMA seine Feuerprobe mit Bravour bestanden. Die gestellten Anforderungen stellten einen maximalen Schwierigkeitsgrad für Fassadengerüste dar.

Über die Stabilität hinaus hat das modulare System noch weitere Vorteile zu bieten. So sind dank des OPTIMA-Baukastensystems flexible Feldlängen und Feldbreiten kein Problem. Die Flexibilität des Systems kam zum Beispiel an der historischen Klosterkirche Sachsenkamm in Bad Tölz zum Tragen. Gerüstbauer Julian Holzapfel entschied sich für MJ OPTIMA, um den inmitten von Dachflächen platzierten Kirchturm einzurüsten. Hierbei setzte das zum OPTIMA-System gehörende "Bärchengeländer" Akzente. Denn seine einzigartige Geometrie sorgt dafür, dass es im Gebrauch zwar immer sicheren Halt bietet, bei Bedarf aber ohne Hilfe oder zusätzliche Bauteile aus der unteren Lage ein- und auch wieder ausgebaut werden kann. Ein großer Vorteil gerade an einer so schwer zugänglichen Baustelle wie dem alten Klosterkirchturm.

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Auch ein modernes Büro- und Laborgebäude an der Uni Bielefeld wurde mit MJ OPTIMA eingerüstet. Foto: MJ-Gerüst

Überbrückungen können im System OPTIMA ebenfalls mit Standardteilen realisiert werden. Versorgungs- oder Materialöffnungen im Gerüst werden bereits im Vorfeld eingeplant oder nachträglich eingebaut. Beim Neubau des hochmodernen Campusgebäudes der UNI Bielefeld mussten die ausführenden Gerüstbauer nachträglich eine Materialöffnung einbringen. Durch die modulare Bauweise war es einfach möglich die darüberliegenden Lagen abzubauen und die Überbrückung an gewünschter Stelle zu realisieren. Anschließend wurden die darüberliegenden Lagen erneut aufgebaut. Die wenigen, leichten Bauteile können für diesen Zweck untereinander frei kombiniert werden. Überbrückungen bis 6 m Breite aus Standardteilen? Kein Problem für OPTIMA, erklärt der Hersteller.

Bestandsteile erneut verwenden

Der Vorteil bei einem Wechsel vom Rahmen- zum Stielsystem OPTIMA ist demnach, dass der Gerüstbauer einen Großteil seiner vorhandenen Bestands-Bauteile weiterverwenden kann. Dazu zählen insbesondere die Beläge, die gut 50 % des vorhandenen Gerüstmaterials ausmachen. Geländer oder Diagonalen können bestenfalls auch ins System OPTIMA integriert werden. Ein Wechsel vom Rahmengerüst zum OPTIMA kann also fließend erfolgen so wie der betriebliche Ablauf es erfordert. Umfangreiche Förderprogramme durch die BG Bau machen einen Wechsel zusätzlich finanziell interessant.

Vielfach bewährt

MJ OPTIMA ist mittlerweile auf hunderten Baustellen in Deutschland erfolgreich zum Einsatz gekommen. Immer wieder aufs Neue konnte das Stiel-System seine Vorteile unter Beweis stellen. Im Video-Format "MJ Ortstermin" auf dem Youtube-Kanal des Plettenberger Herstellers ist das in vielen Fällen bereits dokumentiert worden. Vorbeischauen lohnt sich: https://www.youtube.com/mjgeru... stellt auf der bauma in Halle B3 am Stand 224 aus.

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