Pflasterklinker und Vormauerziegel

Von Belebung der Konjunktur profitiert

BONN (ABZ). - Auch die Hersteller von Pflasterklinkern und Vormauerziegeln konnten aktuell von der Belebung der Baukonjunktur profitieren. Wie der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e. V. in Bonn, in dem die wichtigsten deutschen Hersteller aus diesen beiden Produktarten zusammengeschlossen sind, mitteilte, präsentiert sich das Produktions- und Absatzniveau für beide Sparten nach deutlichen Zuwächsen im Vorjahr auf stabilem beziehungsweise leicht steigendem Niveau. Nach Auswertung der Zahlen für das erste Quartal 2012 geht der Verband bis zum Ende des Jahres sogar von einem geringen Mengenplus aus. So produzierten die Hersteller von Vormauerziegeln im 1. Quartal 2012 ein Volumen von 119 000 Kubikmetern (Vorjahr 111 000 Kubikmeter, 2010: 71 000 Kubikmeter). Der Produktionswert konnte leicht von 21,0 Millionen Euro in 2011 auf 21,4 Millionen Euro im 1. Quartal 2012 erhöht werden. Stabil auf Vorjahresniveau präsentierten sich die Produktionsvolumina der Pflasterklinker bei rund 62 000 Kubikmeter im 1. Quartal 2012. Dazu Martin Roth, Geschäftsführer des Verbandes: "Es sind mehrere Gründe, die zu dieser positiven Entwicklung in beiden Sparten geführt haben.

Die allgemeine konjunkturelle Lage hat sich deutlich gebessert, die Stimmung der Konsumenten ist insbesondere angesichts sinkender Arbeitslosigkeit erheblich besser geworden – trotz der einen oder anderen negativen wirtschaftspolitischen Meldung. Mögliche Wachstumsbremsen sehen wir derzeit bei den eingeschränkten Möglichkeiten passende Verarbeiter zu finden und in einem frühen Wintereinbruch."

Ein immer wichtigerer Absatzbereich für den Pflasterklinker wird der Garten- und Landschaftsbau. Hierzu gehören insbesondere begehbare Beläge, zu Beispiel Terrassen, Gartenwege, aber auch der Wegebau im Bereich von Friedhöfen sowie öffentlichen Garten- und Parkanlagen mit einer Nutzung durch Fahrzeuge. Aus Pflasterklinkern lassen sich Terrassenbeläge herstellen, die Natürlichkeit, Langlebigkeit und Funktion in sich vereinen. Bei über 1100 Grad Celcius aus heimischem Ton gebrannt, sind sie extrem robust, frostsicher und dazu noch pflegeleicht. Die keramischen Farben sind ein Abbild der Tonschichten, garantiert farb- und lichtecht. Ein Verblassen oder Ausbleichen – selbst bei intensiver Sonneneinstrahlung – bleibt aus, weil Pflasterklinker durch und durch aus der jeweiligen Tonfarbe ohne chemische Zusätze gebrannt werden.

Die natürliche geologische Zusammensetzung des Tons, der Anteil der darin enthaltenen Mineralien (zum Beispiel Kalzium) und der Brennvorgang bestimmen die jeweilige Farbigkeit. Das kreative Zusammenspiel der warmen Farben und eine große Auswahl an Formaten ermöglichen ein Flächendesign, das der jeweiligen Umgebung optimal angepasst ist. Die Formatpalette umfasst Rechtecke einschließlich Riegel und Riemchen, quadratische Formen, das Dreieck, Mehreck, Rundformen oder den Rhombus.

Überall auf der Welt ist deutscher Pflasterklinker wegen seiner hohen Qualität und Beständigkeit ein begehrter Bodenbelag. Beispiele hierfür sind Plätze, Fußgängerzonen und Strandpromenaden im Baltikum, in Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Japan, Shanghai und in Spanien wie das Olympische Dorf in Barcelona sowie die Freiflächen rund um das Guggenheim Museum in Bilbao.

Kein anderer Baustoff hat sich in der Fassade so bewährt wie Vormauerziegel, oftmals auch Backstein genannt. Damals wie heute wissen Bewohner eines massiv gebauten Hauses mit Vormauerziegeln die hohe Wohnqualität zu schätzen. Denn wie warm, wie leise, wie trocken, wie natürlich und wie gesund man es in den eigenen vier Wänden hat, hängt vor allem von der Qualität der Außenwand ab. Die zweischalige Wand mit Vormauerziegel speichert die Wärme und verhindert so, dass sie in die Innenräume dringt. Der aus gebranntem Ton gefertigte Vormauerziegel verfügt über eine große, natürliche Wärmespeicherfähigkeit und wirkt dadurch temperaturausgleichend. Der Naturbaustoff speichert die Wärme und gibt sie an die Außenluft ab. Zwar ist eine zweischalige Wand mit Vormauerziegeln in der Herstellung unwesentlich teurer als Konstruktionen mit Wärmedämmverbundsystemen, aber bereits beim ersten ersparten Anstrich dreht sich dieses Verhältnis um.

Dass Vormauerziegel nicht nur zahlreiche technische Vorzüge bieten, sondern sich damit auch kreative gestalterische Ideen umsetzen lassen, dokumentiert der Fritz-Höger-Preis für Backstein Architektur. Die Initiative Bauen mit Backstein, ein Zusammenschluss der führenden Ziegelhersteller, prämiert mit diesem 2008 zum ersten Mal verliehenen Preis Projekte in den Kategorien Einfamilienhaus/Doppelhaushälften, Geschosswohnungsbau, Büro- und Gewerbebauten, Freizeit und Sport sowie Öffentliche Bauten. Zusätzlich werden zwei Auszeichnungen in den Bereichen Passivhaus sowie Sanierung und Nachhaltigkeit vergeben. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 10 000 Euro dotiert. Weitere Infos zu Vormauerziegeln und dem Preis finden sich unter www.backstein.com.

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