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Prozessbeginn um Schwarzarbeit und Steuerbetrug mit Millionen-Schaden

Frankfurt/Main (dpa). - Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung in einem Gesamtvolumen von rund 18,5 Mio. Euro stehen seit Donnerstag im Mittelpunkt eines Prozesses vor dem Landgericht Frankfurt. Von ursprünglich acht Angeklagten sitzen derzeit zwei auf der Anklagebank der Wirtschaftskammer. Der 54 Jahre alte Geschäftsführer einer größeren Baufirma und sein 30 Jahre alter Sohn waren im Mai vergangenen Jahres anlässlich einer Razzia der Steuerfahndung im Rhein-Main-Gebiet festgenommen und inhaftiert worden. Die übrigen sechs Beschuldigten - darunter weitere Familienangehörige des Hauptangeklagten - müssen sich zu einem späteren Zeitpunkt vor Gericht verantworten.

Der Anklage zufolge soll der 54-Jährige ein Geflecht aus verschiedenen Baufirmen dirigiert haben, bei denen rund 260 Arbeitnehmer ohne die vorgeschriebene Anmeldung bei den Sozial- und Vorsorgekassen auf Baustellen vor allem im Rhein-Main-Gebiet arbeiteten. Die Aufstellung der Staatsanwaltschaft enthält 266 einzelne Vorwürfe, bei denen sowohl die Versicherungen als auch der Fiskus durch hinterzogene Steuern geschädigt worden sein sollen.

Am ersten Verhandlungstag äußerten sich die beiden Angeklagten noch nicht zu den Vorwürfen. Am kommenden Montag sollen möglicherweise Einlassungen kommen. Es wird mit einer Prozessdauer von mehreren Monaten gerechnet.

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