Anzeige

Restbetonrecyclingsystem

Geschlossenen Materialkreislauf erreicht

Gernsheim (ABZ). – Das mittelständige Familienunternehmen Waibel, mit seinem Hauptsitz in Gernsheim, wurde vor über 70 Jahren gegründet. Das Unternehmen betreibt und verwaltet mehrere Werke, Produktions- und Hafenanlagen mit angegliederten Verkaufsstellen für die Produkte Sand, Kies, Splitt und Beton. Zum Leistungsspektrum gehören außerdem Anlagen zum Recyceln von Altbaustoffen, Erdaushub, Baustellenabfällen und Sperrmüll.

Für das Transportbetonwerk in Frankfurt wurde nach vorangegangener Planung ein Bibko-Restbetonrecyclingsystem, Typ ComTec, zusammen mit einem Pumpenentleerförderer an die gegebenen Örtlichkeiten angepasst und eingesetzt. Durch den bodenebenen Trichter des Bibko-Pumpenentleerförderers, können die Betonpumpen problemlos und ohne Verzögerungen entleeren. Das Restmaterial, bestehend aus Restbeton und Waschwasser, gelangt anschließend in die nachgeschaltete Recyclingmaschine. Um der Anforderung nach möglichst kurzen Spülzeiten Rechnung zu tragen, wurde zur Aufnahme des Restmaterials, dem Dosierpuffer eine Länge von 5 m und ein Aufgabetrichter von 7,5 m vorgesehen. An dem Trichter können drei Fahrmischer gleichzeitig auswaschen. Somit wird nur eine sehr kurze Spülzeit pro Fahrzeug benötigt und Wartezeiten auf ein Minimum begrenzt. Das im Dosierpuffer aufgenommene Material, wird nun ebenfalls kontinuierlich zum eigentlichen Auswasch- bzw. Recyclingprozess in die Recyclinganlage ComTec gefördert. Die Anlage verfügt über eine Recyclingkapazität von 20 m³/h. In der Recyclinganlage werden die Feinanteile < 0,2 mm (bindefähiger Zement, feiner Sand) ausgewaschen. Diese gelangen mit dem Waschwasser in das bereits bestehen-de Rührwerksbecken. Die eingebauten Rührwerke verhindern dabei, dass die im Restwasser enthaltenen Feinteile sedimentieren. Ausgewaschenes Material >0,2 mm wird vom Wendelförderer der ComTec ausgetragen. Das Restwasser kann anschließend wieder für eine neue Betonproduktion verwendet werden.

Mit diesem Konzept wird ein geschlossener Materialkreislauf erreicht. Die im Restmaterial enthaltenen Bestandteile Sand und Kies sowie Restwasser mit Zement-Sand-Feinteilen werden als Zuschlagstoff bzw. als Restwasser wieder in der Betonproduktion verwendet. Hierdurch entsteht ein betriebswirtschaftlicher Nutzen für den Betreiber. darüber hinaus ergibt sich durch den Einsatz der Bibko-Recyclinganlage auch ein ökologischer Nutzen. Dieser liegt in der Schonung natürlicher Mineralienressourcen sowie in vermiedenen CO2-Emissionen, die beim Abbau bzw. der Gewinnung der Mineralien entstehen würden.

ABZ-Stellenmarkt

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=187++163&no_cache=1

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 41/2016.

Anzeige

Weitere Artikel