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Samoter 2020

Italiens Baubranche investiert kräftig

Verona/Italien (ABZ). – Die Investitionen in der italienischen Baubranche wachsen weiter, Zugpferd ist die Erholung bei den öffentlichen Bauaufträgen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Monitor edilizia (Bauwesen-Monitor) hervor, die von der Beobachtungsstelle SaMoTer-Prometeia ausgearbeitet wurden. Die Studie analysiert vierteljährlich die Entwicklung der Branche und stellt ein Instrument dar, das SaMoTer, die internationale Fachmesse für Baumaschinen (Salone internazionale macchine per costruzioni – Veronafiere, 21. bis 25. März 2020) den Firmen liefert, um ihnen zu helfen, die Entwicklungen des Marktes zu interpretieren. Demnach lag der Gesamtwert der Investitionen in Italien 2018 bei 139 Milliarden Euro, für Ende 2019 ist ein Anstieg von 3,5 Prozent (4,8 Milliarden Euro) und für 2020 von weiteren 3,3 Milliarden (+2,4 Prozent) vorgesehen.

Laut Monitor edilizia gab es in der ersten Hälfte des Jahres 2019 eine veränderliche Entwicklung bei den Investitionen in der Branche. Auf das starke Wachstum im ersten Vierteljahr folgte ein leichter Rückgang in den drei folgenden Monaten, auch, wenn die Veränderung der Investitionen einen positiven Trend aufwies (+3,2 Prozent im zweiten Vierteljahr). Das zuversichtliche Klima unter den Unternehmen der Branche stieg im September und konnte im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbranchen ihr höheres Niveau bestätigen. Insbesondere im Wohnbereich tragen die Renovierungs- und energetischen Sanierungseingriffe, denen durch die Steuerbegünstigungen Impulse verliehen werden, weiterhin bedeutend zur Tätigkeit in dieser Branche bei. Positiv sind auch die Daten der Immobilienkäufe im Wohnbereich, die im zweiten Vierteljahr um 3,9 Prozent gestiegen sind. Dennoch sind die Wohnungspreise noch nicht komplett stabil, so wurde im zweiten Vierteljahr ein leichter Rückgang (–0,2 Prozent) ausschließlich in Verbindung mit den bereits bestehenden Wohnungen verzeichnet, während es im Segment der Neubauten einen Anstieg gab.

Trotz des leichten Rückgangs im zweiten Vierteljahr werden die Wachstumsprognosen der Investitionen in die Baubranche (+3,5 Prozent) 2019 bestätigt. Eine in allen Tätigkeitsbereichen verbreitete Tendenz, darunter auch der Tiefbau, dem nach einer langen Rückgangsphase die Erholung bei den öffentlichen Investitionen zugute kommt.

Hoffnung weckt insbesondere auch der Trend der Bruttoanlageinvestitionen der öffentlichen Verwaltung, die im ersten Vierteljahr dank der in den letzten Jahren getroffenen Maßnahmen, angefangen mit der Freigabe der Haushaltsüberschüsse der Lokalverwaltungen für die Umsetzung von öffentlichen Bauvorhaben, um 6,9 Prozent gestiegen sind.

Für 2020 und 2021 wird ein weiteres Wachstum in der Braubranche um durchschnittlich +2 Prozent pro Jahr erwartet. Der Hauptimpuls wird vom Tiefbau erwartet, sofern die vor kurzem zur Unterstützung der Baubranche beschlossenen gesetzgeberischen Maßnahmen (Dekrete "Sblocca cantieri" – "Freigabe der Bauarbeiten" und "Crescita" – "Wachstum") tatsächlich umgesetzt werden. Die neue Exekutive hat ihr Engagement für einen Aufschwung der Infrastrukturen und der städtischen Sanierung bestätigt und die Bereitstellung von zusätzlichen Ressourcen im Haushaltsgesetz für das Jahr 2020 angekündigt. Insbesondere gelten der Plan der italienischen Infrastrukturgesellschaft ANAS für die außerordentliche Instandhaltung und die Investitionen in das Eisenbahnnetz einschließlich der Erneuerung des Programmvertrags von RFI für den Zeitraum 2017 bis 2021 als vorrangig. Im gleichen Zeitraum sollte auch der Wohnbau im Zeichen der Expansion stehen, wenn auch mit einem langsameren Rhythmus als in den Jahren 2018 bis 2019, da er weiterhin vom positiven Beitrag der Investitionen in die Sanierung profitiert.

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