Sanierung eines Industriehallendaches

Nachhaltige und wirtschaftliche Alternative

Tata Steel Dachbaustoffe
Planer und Bauherr entschieden sich für ein Kalzip-Dach aus Aluminium, um das Industriehallendach zu sanieren. Foto: Tata Steel/kalzip und lexzau/scharbau

Düsseldorf (ABZ). – Bei der Sanierung des Daches einer Logistikhalle in Bremen entschied sich der Bauherr,die Leschaco Unternehmensgruppe Lexzau, Scharbau GmbH & Co. KG, für einenachhaltige und gleichzeitig wirtschaftliche Alternative. Die bestehende Tragkonstruktion erhielt ein leichtes Aluminiumdach aus Kalzip-Profiltafeln, das eine deutlich stärkere Wärmedämmschicht zuließ und auch langfristig den extremen Witterungsbedingungen standhält. Geringere Energiekosten und längere Haltbarkeit des wartungsarmen Daches waren für den Bauherrn entscheidende Argumente.

Flachdächer sind wechselnden Witterungsbedingungen besonders stark ausgesetzt: Intensive UV-Strahlen, der Wechsel von hohen und niedrigen Temperaturen, Hagelschlag, aggressive Luft (wie sie an den Küsten zu finden ist), oder Wurzeln von Pflanzen, die durch Flugsamen entstehen, greifen die Dachoberflächen im permanenten Wechsel an. Konventionelle Dachabdichtungen auf Kunststoff- oder Bitumenbasis altern dadurch erfahrungsgemäß schneller. Höhere Durchschnittstemperaturen in Mitteleuropa bedeuten zudem, dass Intensität und Dauer der Sonneneinstrahlung steigen. Bauwerke heizen sich dann stärker auf. Je nach Baukonzept führt dies zu überhitzten Innenräumen und Spannungsrissen in der Baukonstruktion. Vor allem bei großen Industriehallen erfordern diese Bedingungen früher oder später die Sanierung der kompletten Dachlandschaft. Dies war bei einer ca. 6000 m² großen Hallenfläche inkl. angrenzender moderner Büroräume der Leschaco Unternehmensgruppe der Fall. Die Tragkonstruktion besteht nach Unternehmensangaben aus Stahlbetonstützen mit Porenbetonplatten auf einer Stahlbeton-Pfettenkonstruktion. Die vorhandenen Dachplatten waren z. T. durchgebogen und mussten ersetzt werden. Die Dachabdichtung bestand aus einer mehrlagigen bituminösen Abklebung, die deutliche Beschädigungen aufwies.

Für die Sanierung suchten die Planer des beauftragten Bremer Ingenieurbüros Michael Adrians eine neue, leichte Pfettendachkonstruktion, die den bestehenden Dachaufbau ersetzen sollte. In diesem Zusammenhang dachten die Beteiligten auch über Foliendachkonstruktionen nach, bei denen man eine Tragschale aus Trapezblechen von Pfette zu Pfette spannt, auf die eine trittfeste Dämmung A1 verlegt wird. Nach reiflichen Überlegungen entschieden sich Planer und Bauherr für ein Kalzip-Dach aus Aluminium. "Das Dachsystem von Kalzip ist für uns eine wirtschaftliche und zugleich nachhaltige Lösung. Durch das niedrige Gewicht des neuen Dachaufbaus konnten wir auf der bestehenden Tragkonstruktion ohne zusätzliche statische Maßnahmen eine effizientere Wärmedämmung aufbringen und haben somit auch im Hinblick auf zukünftige Nutzungsmöglichkeiten der Halle den geforderten Dämmwert übererfüllt", begründet Projektleiter Klaus Hillmer, Head of Global Contract Logistics der Unternehmensgruppe Lexzau, Scharbau GmbH & Co. KG, den gewählten Dachaufbau. Die ausgeführte Konstruktion bestehe aus Trapezblechen 50/250/0,88 mm, die vom First bis zur Traufe auf den alten Stahlbetonpfetten verlegt sind. Auf diese Tragschale kamen eine kalt selbstklebende Dampfsperre sowie eine 180 mm dicke, auf 150 mm komprimierte Wärmedämmung aus weicher Mineralwolle (Rollfilz WLG 035, Brandklasse A1). Die Dachhaut bilden jetzt Kalzip-Profiltafeln 65/500/0,8 mm in RAL 5003 (Saphirblau), die mit dem Klipptyp E 140 in Kombination mit der Distanzkappe DK 10 auf der Unterkonstruktion montiert wurden. Da das Gesamtgewicht der neu-en Konstruktion mit Klipps nur 4 bis5 kg/m² beträgt, konnten ein höheres Trapezblechprofil und somit auch eine höhere Wärmedämmschicht auf der alten Konstruktion montiert werden, was zu einem besseren energetischen Gesamtaufbau für das neue Dach führt. Das Stahl-Trapezblech 50/250/0,88 mm passt bei einem Pfettendach genau ins Raster zum Kalzip Profil 65/500/0,8 mm; somit wurde nur jede zweite Hochsicke mit dem Klipp befestigt.

Das neue Dach erweist sich auch wirtschaftlich betrachtet als die günstigere Variante im Vergleich zu einem Foliendach, welches eine trittfeste Dämmung und ein stärkeres Trapezblechprofil erfordert hätte. Das gewählte Dach ist zudem leichter und verfügt über einen integrierten Blitzschutz. "Durch die optimierten Montageeigenschaften und die Flexibilität des Sanierungssystems konn-te eine hervorragende Verlegequalität erreicht werden. Die jetzt harte Bedachung ist langlebig, flugfeuerfest und wartungsfrei. Wir sparen in den nächsten Jahren dadurch Wartungs- und laufende Betriebskosten ein. Außerdem konnten wir die Dachoberfläche in den Firmenfarben und mit dem Namen unseres Unternehmens gestalten und einen Beitrag zur Imagewerbung leisten", erklärt Hillmer.

Die Leschaco Gruppe ist ein weltweit tätiger Logistikdienstleister mit 42 eigenen Gesellschaften und mehr als 2000 Mitarbeitern in über 20 Ländern.

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