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Trittschallschutz

Treppen eines Materiallagers in Rekordzeit eingebaut

Das Treppenhaus der Richard Gjuga GmbH besteht aus vier gradläufigen Treppen aus Betonfertigteilen mit drei, bereits im Fertigteilwerk angegossenen, Podesten. Ein Kran hob die Treppen komplett verkleidet ein.

Rheinstetten (ABZ). – Die Maschinenbau GmbH in Rheinstetten ist ein Fertigungsspezialist für CNC-Präzisionsteile. Beim Bau eines neuen Materiallagers entschied sich ihr Inhaber Richard Gjuga kürzlich für den Einsatz von Schöck Tronsole, einem Produktprogramm für die Trittschalldämmung von Treppen der Schöck Bauteile GmbH. Das mehr als 5 m hohe Treppenhaus war in nur insgesamt 2 Std. stützenfrei und begehbar installiert, und zwar schallbrückenfrei. "Schallschutz wird nur dann erfüllt, wenn die komplette Treppe akustisch von den umgebenden Bauteilen entkoppelt ist", erklärt dazu das Unternehmen Schöck Bauteile GmbH. Dazu sei eine umlaufende schalldämmende Fugenausbildung erforderlich, die nicht durch Schallbrücken unterbrochen werden dürfe. Wesentliche Komponente der Schöck Tronsole sei das Elastomerlager Schöck Elodur. Standardmäßig werde mit diesem System bei Treppen die Schallschutzstufe II der VDI 4100 (entsprechend der DEGA-Klasse B) erreicht, teilweise auch die Schallschutzstufe III bzw. die DEGA Klasse A.

Das Treppenhaus der Richard Gjuga GmbH besteht aus vier gradläufigen Treppen aus Betonfertigteilen mit drei, bereits im Fertigteilwerk angegossenen, Podesten. Für den Trittschallschutz kamen die Trittschalldämmelemente Tronsole Typ Z, Typ B, Typ F und Typ L zum Einsatz.

"Die Tronsole Typ Z sorgt für die akustische Entkopplung von Treppenpodesten und Treppenhauswänden und besteht aus einem Wandelement und einem typengeprüften Tragelement", so Cornelia Kaltenbach, PR-Referentin bei der Schöck Bauteile GmbH. Das Wandelement bestehe aus einem blauen Außenkasten und einem weißen Innenkasten, Anschlussrahmen und dem integrierten Elastomerlager Elodur. Der weiße Innenkasten sei schallleitend, da er die Last der Treppe sowie des Podestes abtrage. Der blaue Kasten werde in der Treppenhauswand verankert und über zwei eingebaute Elastomerlager von der schallleitenden Treppe entkoppelt. Auf der Baustelle der Richard Gjuga GmbH seien die Treppenhauswände betoniert worden, doch grundsätzlich sei mit dem Produkt auch eine gemauerte Ausführung möglich. Im Fertigteilwerk sei das Tragelement Tronsole Typ Z Part T bereits in das Stahlbetonpodest einbetoniert worden. Dieses Element sorge für den statischen Anschluss von Podesten an die Treppenhauswände.

Um die Z-Kästen nicht zu beschädigen, würden sie erst an der Baustelle montiert. Ein schwimmender Estrich auf dem Zwischenpodest sei nicht mehr notwendig. Dies ermögliche niedrige Aufbauten und beschleunige den Bauablauf.

Die Tronsole Typ Z sorgt für die akustische Entkopplung von Treppenpodesten und Treppenhauswänden und besteht aus einem Wandelement und einem typengeprüften Tragelement.

Je nach Auflagepunkt werde der Anschluss der Treppe mit Tronsole Typ B oder mit Tronsole Typ F akustisch entkoppelt. Die Schöck Tronsole Typ F ermögliche den schalldämmenden Anschluss von Fertigteiltreppenlauf und Podest. Das Bauprodukt trenne die Treppen vollflächig vom Podest mit Konsolausbildung, so dass die Gefahr von Schallbrücken minimiert sei.

Die Entkopplung der Treppen zur jeweiligen Bodenplatte bzw. Geschossdecke sei mit Tronsole Typ B erfolgt: Dieser Typ werde mit Hilfe eines doppelseitigen Montageklebebands an die Sohle des trockenen und staubfreien Fertigtreppenlaufs angeklebt. Bei der Verwendung von Ortbetontreppen werde die Tronsole Typ B zwischen die Randschalung auf die Bodenplatte geklebt.

Die Schöck Tronsole Typ L fülle die Fuge zwischen Treppenläufen bzw. Podesten und Wänden komplett aus, so dass durch eindringenden Schmutz keine Schallbrücken entstünden. Alle Bereiche, die die Wand des Neubaus tangieren, seien mit der Fugenplatte Tronsole Typ L mit einem 30 mm breiten Überstand versehen. Dieser sorge dafür, dass der Putzer direkt an die Fugenplatte heranputze, die Treppe aber nicht berühre, denn dann entstünde eine Schallbrücke.

Ein Kran habe die Treppen komplett verkleidet eingehoben. Somit sei keine Abstützung mittels Stahlsprießen nötig gewesen. Innerhalb von nur 2 Std. sei das Treppenhaus bereits begehbar gewesen. Im Vergleich zu aufwändigen Einzellösungen ließen sich mit diesem Komplettsystem Einbaufehler vermeiden und Verletzungsrisiken verringern. Videoaufnahmen von den Vorarbeiten im Fertigteilwerk und der Montage auf der Baustelle der Richard Gjuga GmbH sind unter dem Link www.youtube.com/watch?v=ycVyu6SYl2g im Internet zu sehen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 08/2019.

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