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WiloPark

Druckstabile Platten dämmen Smart Factory

Die Bodenplatte wird mit Austrotherm-XPS-TOP gedämmt, sodass anschließend über die sogenannte Betonkernaktivierung geheizt beziehungsweise gekühlt werden kann. Mit einer Druckfestigkeit von 30 t/m² und einer Wärmeleitfähigkeit von 0,036 W/(mK) sind die Dämmplatten auch bei hohen Druckbelastungen leistungsstark.

Dortmund (ABZ). – Die Wilo-Gruppe baut derzeit am Standort in Dortmund einen komplett neuen Stammsitz. Mit einer Grundstücksfläche von 194 000 m² ist der WiloPark das derzeit größte Industriebauprojekt in Nordrhein-Westfalen.

In der Smart Factory sorgen unter der Bodenplatte Austrotherm-XPS-Dämmstoffplatten für Energieeffizienz und halten aufgrund ihrer Druckfestigkeit den hohen Belastungen der dort aufgestellten Produktionsmaschinen stand. Der WiloPark ist von einer werkseigenen Campusallee geteilt, die tagsüber auch für Fußgänger, Radfahrer und dem öffentlichen Busverkehr geöffnet sein soll. Ein zentraler Platz verbindet dabei den Campus Nord mit dem Campus Süd und sorgt so für kurze Wege. Im Norden ist mit der Smart Factory ein innovatives und lichtdurchflutetes Produktionsgebäude entstanden. Im Süden werden die geplanten Verwaltungsgebäude mit einer Gesamthöhe von 30 m eine zusätzliche Landmarke für Dortmund bilden. Mehr als 200 Millionen Euro wird der weltweit führende Hersteller von Pumpen und Pumpensystemen in den Neubau der Produktionsstätten und Verwaltung investieren.

Eines der neuen Gebäude im WiloPark ist die Smart Factory mit Industrie-4.0-Standard. Der gut 55 000 m² große Baukörper gliedert sich in drei Hallenschiffe von 10 000 m², die restlichen rund 25 000 m² entfallen auf Randbauten, Sozialräume oder Kantine.

Das neue Produktionskonzept sieht eine optimierte und digitalisierte Wertschöpfungskette mit geradlinigen und flexiblen Logistik- sowie Kommunikationswegen vor. Vernetzte Maschinen und Produkte ermöglichen eine Echtzeitprüfung von Prozessdaten in der gesamten Produktion sowie eine automatische Anpassung an neue Gegebenheiten. Am Ende des Tages resultieren daraus ein geringer Material- und Lagerbestand, kürzere Produktionszeiten sowie eine gesteigerte Produktivität.

Für die Temperaturregulierung in den Hallen nutzt Wilo die sogenannte Betonkernaktivierung, sodass die Gebäudemassen zur Heizung beziehungsweise Kühlung verwendet werden können. Im vorliegenden Fall wurde mithilfe von wasserführenden Rohrleitungen als Übertragungs- und Speichermasse die gesamte Bodenplatte thermisch aktiviert. Dies setzt jedoch voraus, dass unterhalb der Bodenplatte entsprechend gedämmt wird.

In den Hallen der Smart Factory übernahmen die XPS-Dämmplatten der Firma Austrotherm diese Aufgabe. Der österreichische Hersteller mit einem Dämmstoffwerk im brandenburgischen Wittenberge steht mit seinen rosa Platten seit mehr als 25 Jahren für Kompetenz und Qualität. XPS-Dämmstofflösungen von Austrotherm sind hoch wärmedämmend, feuchteunempfindlich, druckstabil und verrottungsfest.

Je nach Einsatzgebiet und Anforderungen bietet das Unternehmen Produkte mit einer Nenndruckfestigkeit von 30 bis 70 t/m², einer Wärmeleitfähigkeit zwischen 0,027 und 0,036 W/(mK) beziehungsweise einer Dicke von 30 bis 400 mm. Mit insgesamt 141 unterschiedlichen Plattentypen ist Austrotherm laut eigenen Angaben der Dämmstoffhersteller mit dem größten Produktsortiment in Europa. Für die Dämmung unterhalb der Bodenplatte inklusive Industrieflächenheizung kam das Produkt Austrotherm XPS TOP 30 in einer Stärke von 100 mm zum Einsatz.

Mit seinem niedrigen Lambdawert von 0,036 W/(mK) trägt es wesentlich zur Energieeffizienz der Hallen bei und trotzt gleichzeitig der hohen Druckbelastung, die von den dort befindlichen Produktionsmaschinen ausgeht. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurde im September symbolisch der Schlüssel für die Smart Factory übergeben. Seit Oktober ist die neue, digitalisierte Fabrik in Betrieb. Das größte Bauvorhaben in der Geschichte der Wilo Gruppe wurde seit sieben Jahren sorgfältig geplant. Generalunternehmer ist die Hellmich Unternehmensgruppe, die seit mehr als 85 Jahren für Transparenz, Service und Kundenorientierung steht.

Als mittelständisch strukturiertes Familienunternehmen stehen insbesondere die Aspekte Qualität und Termintreue im Mittelpunkt. So auch bei dem Projekt WiloPark, das trotz seiner Komplexität die zeitlichen Vorgaben in vollem Maße erfüllt. Das gesamte Bauvorhaben soll in drei Jahren komplett abgeschlossen sein – rechtzeitig zum 150-jährigen Firmenjubiläum.

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