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50 Jahre Schmidt Hubarbeitsbühnenvermietung

Der Weg führte immer nach oben

Die beiden ersten Hubarbeitsbühnen der Fa. Schmidt sind noch vollkommen intakt und befinden sich für Eventzwecke noch im Firmenbesitz. Hier im Bild der Hubsteiger Nr. 1.

Neu-Isenburg (ABZ). – Ob bei der Frankfurter Einkaufsgalerie "MyZeil", dem "The Squaire" am Frankfurter Flughafen oder der Wartungshalle des Großraumflugzeugs A380 – bei all diesen Großbauprojekten transportierten die großen Arbeitsbühnen der Firma Schmidt Personen und Baumaterial in schwindelerregende Höhen. Auch beim Stuttgarter "Porsche Museum" hat die vor 50 Jahren gegründete Firma gezeigt, wie der Baufortschritt großer Projekte – aufgrund des Ersatzes von Gerüsten und Leitern – durch Arbeitsbühnen erheblich beschleunigt werden kann. In Spitzenzeiten wurde mit bis zu acht Geräten – Lkw-Bühnen, Teleskop- und Scherenbühnen – und schwindelfreien Hubsteigerfahrern die Stahlbauteile sowie Fassaden- und Wärmedämm-Elemente an der überhängenden Wand des architektonisch ausgefallenen Museums montiert.

Mit der ersten Arbeitsbühne erhielt Heinz Schmidt im Jahre 1969 den Auftrag, die Straßenbeleuchtung Neu-Isenburgs zu kontrollieren. Er war verantwortlich dafür, dass stets alle Lampen der Stadt brannten. Mit Vehemenz und großer Zuverlässigkeit machte er sich an die Aufgabe und fuhr Nacht für Nacht durch die Straßen der Stadt. "Vor 50 Jahren drehten die Isenburger Stadtwerke zur Wartung der Straßenlaternen noch Holzleitern hoch", erinnert er sich. Damals arbeitete Schmidt im Elektrounternehmen seiner Eltern und hatte die Idee, dass jedermann für solche Anforderungen spezielle Arbeitsbühnen anmieten können müsste. Der Bedarf war da, jedoch gab es damals praktisch keinen Anbieter. Mit seiner Entscheidung, noch im gleichen Jahr den Geschäftsbereich mit der professionellen Vermietung von Arbeitsbühnen zu erweitern, hat er diese Sparte in Deutschland mit aufgebaut.

Dieser Schritt gilt für das Unternehmen heute nicht nur als Meilenstein der Firmengeschichte, sondern auch darüber hinaus als branchenbildend – schließlich hat sich nicht zuletzt durch den Ideenreichtum von "Hebebühnen-Schmidt" die Dienstleistung der vermietbaren "Höhenzugangstechnik durch höhenverstellbare Arbeitsplattformen" zu einer Branche mit einem Umsatzvolumen von weit mehr als 1 Mrd. Euro entwickelt. Die beiden ersten Hubarbeitsbühnen sind vollkommen intakt und befinden sich für Eventzwecke noch im Firmenbesitz.

Von der ersten städtischen Anfrage an den innovationsfreudigen Unternehmer, den sicheren Zugang zu den Straßenlaternen zu ermöglichen, bis zur heutigen Stellung als Vermietungs-Marktführer in der Rhein-Main-Neckar-Region kann der 84-jährige Firmenchef im Jubiläumsjahr auf eine einzigartige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Mit der ersten Werbeparole "Hoch hinaus – schnell und sicher – ohne Leitern und Gerüste", die er sogar an den Sportplätzen laut ausrufen ließ, ist er schnell bekannt geworden. Schon 1978 stieg er in die TV-Übertragung von Motorsportveranstaltungen ein. "Durch die Kameras und Scheinwerfer auf unseren Großgeräten kam auch die Formel 1 in Hockenheim und auf dem Nürburgring erst richtig ins Bild", erklärt Schmidt. Dazu dienten v. a. die Großgeräte mit ihren flexibel ausfahrbaren Arbeitskörben und – auch eine Idee von Heinz Schmidt – fest eingebaute Kamerahalterungen.

Nach dem Erwerb der ersten Scherenbühnen für Montage- und Wartungsarbeiten, auch in Gebäuden, zog es Schmidt mit immer größeren Geräten in immer schwindelerregendere Höhen. "Von 1994 bis 2000 besaßen wir die mit 72 m höchste Bühne der Welt", im Jahr 2004 hielt er den weltweiten Rekord mit einer 88 m hohen Arbeitsbühne auf einem Lkw-Fahrgestell.

Der Erfolg erforderte grundlegende organisatorische Veränderungen. 1983 wurde der Geschäftszweig "Vermietung" in das neue Unternehmen Schmidt GmbH & Co. Hubarbeitsbühnenvermietung KG eingebracht. Da das Betriebsgrundstück in der Herzogstraße 55 allmählich zu klein geworden war, ist die Firma in die Dornhofstraße 23 umgezogen. Seit 1997 wird Heinz Schmidt von seinem Sohn Alexander unterstützt, der 2003 in die Geschäftsleitung aufgenommen wurde. Mit dem neuen Werbeslogan "wenn hoch dann . . . Schmidt" sowie rd. 1000 Geräten in 150 unterschiedlichen Gerätetypen bieten Heinz und Alexander Schmidt mit ihrem Team auch für komplizierteste Anforderungen die optimalste Lösung. Der größte Teil der auf unterschiedlichste Anforderungen und Höhen ausgelegten Arbeitsplattformen – darunter rund 850 Industriegeräte, ca. 200 Lkw-Hubarbeitsbühnen sowie Kraftfahrzeuge, Anhänger-Arbeitsbühnen und Kettengeräte – wird in der Neu-Isenburger Zentrale auf einem 37 000 m² großen Gelände vorgehalten. Jeweils 10 % der Gerätschaften befinden sich in den Niederlassungen Besigheim bei Stuttgart (seit 1994) und Ginsheim-Gustavsburg bei Mainz (seit 1997).

Der stetige Zuwachs der Wettbewerber hat sich in dem Betrieb mit beinahe 70 Angestellten nach eigenen Angaben nur wenig bemerkbar gemacht. "Aufgrund des breitgefächerten Angebots unserer Dienstleistungen und mit Blick auf die 100%ige Kundenzufriedenheit schauen wir guten Mutes in die Zukunft", sagt Schmidt.

Anlass für Optimismus gibt es neben dem ausgeprägten Selbstverständnis als Dienstleister mit Sicherheitsschulungen, Wartung und Notdiensten auch die große Bandbreite der Kundschaft. Sie reicht vom Hausbesitzer bis zu weltweiten Konzernen. Bei der Reinigung der Regenrinne sind wir ebenso gefragt, wie bei der Aufstellung von Mobilfunkanlagen und Reparaturen der Elektronik an Sendemasten, ebenfalls bei großen Bauprojekten, sowie bei der professionellen Glas- und Fassadenreinigung.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 19/2019.

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