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63. NordBau

"Digitale Baustelle von morgen" und "safe@home" im Mittelpunkt

Neumünster (ABZ). – Vom 5. bis 9. September 2018 findet auf dem Messegelände Holstenhallen Neumünster die 63. NordBau statt – Treffpunkt und Austauschplattform für die Bauwirtschaft und alle Bauverantwortlichen im nördlichen Europa. Eröffnet wird die Messe nach Veranstalter-Informationen mit viel Prominenz. Erwartet werden z. B. der Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther und Seine Exzellenz der Botschafter Dänemarks aus Berlin, Friis Arne Petersen. Dieter Babiel, der neue Hauptgeschäftsführer des Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, nimmt Stellung zum Thema "Faszination Bauen in der digitalen Arbeitswelt der Bauwirtschaft". Udo Berner, Vorsitzender "Deutschland baut", wird Messeteilnehmer in einer Diskussionsrunde zu der wichtigen Frage "Wie wollen junge Nachwuchskräfte heute in der digitalen Arbeitswelt Bau arbeiten?" auf die Messetage einstimmen.

Die NordBau setzt den Fokus in diesem Jahr auf die "digitale Baustelle": Was von den Rednern thematisch während der Eröffnungsveranstaltung angesprochen wird, soll sich in den Messehallen fortsetzen: Die Digitalisierung in der Bauwirtschaft schreite schnell voran, biete großes Effizienzpotenzial und stelle alle Baubeteiligten vor zukunftsweisende Herausforderungen. Der Kenntnisstand über digitale Bauplanung und -ausführung sei bei den Verantwortlichen am Bau sehr unterschiedlich, der Umgang mit den neuen Technologien und Software noch nicht vertraut. Aus diesem Grund wird der Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e. V. (VDBUM) in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungszentrum Bau-ABC Rostrup des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen und den Kollegen aus Hamburg Schleswig-Holstein dieses Sonderthema praxisnah vorbereiten. Dadurch bietet sich Inhabern bauausführender Firmen eine Gelegenheit, Mitarbeiter auf der NordBau über schlanke sowie effiziente Arbeitsabläufe zu informieren und dafür zu begeistern. "Uns ist es wichtig, Fachbesuchern die vorhandene Scheu vor der Digitalisierung an der Baustelle zu nehmen. Sie davon zu überzeugen, dass dieser Schritt Transparenz, Kosteneffizienz und Planungssicherheit bedeutet", sagt VDBUM-Geschäftsführer Dieter Schnittjer und fügt hinzu: "Dafür werden wir auf LED-Bildschirmen – zusammen mit anderen Messe-Ausstellern – anhand von Simulationen aufzeigen, wie sinnvoll die digitale Vernetzung ist. Die öffentliche Hand, als größter Auftraggeber im Straßenbau, wird z. B. ab 2020 alle größeren Verkehrsbauprojekte nur noch digital ausschreiben. Dadurch wird der Bauunternehmer künftig zwar mehr Verantwortung übernehmen müssen, es bieten sich aber auch neue Einkauf- und Anbieterchancen."

In Halle 5 am Informationsstand des Baugewerbeverbands steht eine Fläche für die Vorführung und das Ausprobieren eines 3D-Scanners zur Verfügung. Building Information Modeling (BIM) zum Anfassen ist für Handwerker und Planer Bestandteil auf der Messe.

Aktuelle Modelle der Nutzfahrzeuge sowie der Fahrzeugausrüstung und -einrichtung können auch gesichtet werden. Mehr Sicherheit und Komfort fürs Zuhause heißt das zweite Thema, das bei der NordBau im Mittelpunkt steht: Eine Sonderschau in der Halle 8, Eingang Süd, widmet sich dem Trend "safe@home & SmartHome", der Vorteile für Immobilienbesitzer und Wohnungsbaugesellschaften bietet: Nicht nur bei der Energieversorgung lässt sich Geld einsparen, auch beim wichtigen Thema Einbruchvorbeugung lassen sich durch die Digitalisierung neue Wege beschreiten. Auf einer Fläche von 470 m² werden Produktneuheiten und unabhängige Fachberatungen zu den Themen SmartHome, Energieeinsparung und häuslicher Pflege im digitalen Zeitalter präsentiert. Doch der Trend birgt auch Risiken: Dietmar Walberg, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen, schätzt zwar die digitalen Möglichkeiten zur Komfortsteigerung, gibt aber zu bedenken, dass "dieser Hype um die Themen safe@home und SmartHome die Baukosten in die Höhe treibt." Ihm ist wichtig, eine Brücke zwischen dem zu bauen, was heute technisch möglich ist, und dem, was sinnvoll ist.

In Halle 2 erwartet Besucher eine Neuheit mit keramischen Fliesen für den Außenbereich in Design-Varianten, die sich für Zufahrten und Terrassen und besonders für Dachterrassen eignen. Wenn es darum geht, moderne Lebensräume zu gestalten, darf das Projekt Stadtgrün nicht fehlen: Der Garten- und Landschaftsbau präsentiert sich dort unter dem Motto "Rettet den Vorgarten!" und zeigt Beispiel-Gärten vor Hauskulissen. Auf der NordBau können sich Bauherrn und Wohnungsbaugesellschaften zudem über sparsame und umweltfreundliche Lösungen beim Hausbau informieren. Schleswig-Holsteins Energieeffizienz-Zentrum SHeff-Z berät Besucher zu energiesparenden Ideen beim Bauen, informiert über umweltfreundliche Möglichkeiten beim Sanieren und gibt einen Überblick über die Auswahl moderner Heiztechniken. Wann welche Anlage am Sinnvollsten eingesetzt wird, wird in der Halle 7 für Energietechnik gezeigt.

Die NordBau bietet neben einer Ausstellung an Baumaschinen, Nutzfahrzeugen, Werkzeugen oder Kommunalgeräten auch in diesem Jahr wieder ein Kongressprogramm an: Mehr als 40 Fortbildungsseminare mit über 4500 Teilnehmern unterstreichen den Tagungs-Charakter von Nordeuropas größter Kompaktmesse für das Bauen. Weitere Informationen: www.nordbau.de.

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