750 Quadratmeter große Produktionshalle

Bäckerei konnte besonders schnell gebaut werden

Schaffitzel Baustoffe
Die neue Produktionshalle der Bäckerei Burger hat nicht nur ein komplettes Tragwerk aus Brettschichtholz, auch Wände und Deckenelemente sind in Brettsperrholz ausgeführt. Foto: Schaffitzel

Gutach (ABZ). – Eine Backstube ist komplett in Holzbauweise entstanden. Das Tragwerk besteht aus Brettschichtholz, die Außen- und Zwischenwände und die Deckenelemente der Zwischendecke sind in Brettsperrholz ausgeführt. Im Neubau der Bäckerei Burger in Gutach im Schwarzwald können sich die Bäcker richtig wohl fühlen. Es ist die erste Backstube in kompletter Holzbauweise: Das gesamte Tragwerk besteht aus Brettschichtholz, die Außen- und Zwischenwände sowie die Deckenelemente der Zwischendecke sind in Brettsperrholz ausgeführt. Das macht das Raumklima in der 750 m² großen Halle, die neben der Backstube auch Büro- und Sozialräume und ein Silo umfasst, besonders angenehm.Die sechs Satteldachbinder auf Einspannstützen haben eine Länge von 28 m, die 10 cm starken Innen- und Außenwände eine Fläche von 1135 m². Die rund 250 m³ an verbautem Holz binden in etwa 203 t CO2 und tragen damit zum Klimaschutz bei. In der Backproduktion entstehen große Temperaturunterschiede. Daher schwankt die relative Luftfeuchtigkeit stark. Das ist eine bautechnische Herausforderung für die Produktionsräume. Holz ist dafür geeignet: Es nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf, überträgt aber kaum Kälte von außen. Dadurch wird der Bildung von Kondenswasser an Außenwänden und Trägern entgegengewirkt und das Raumklima insgesamt ausgeglichen.Doch das war ursprünglich nicht entscheidend für die Wahl dieser Bauweise. "Es war überhaupt nicht klar, dass die Halle aus Holz sein soll", sagt der Bauherr Martin Burger. "Ich komme ursprünglich aus einer Maurerfamilie, bei uns ist eigentlich alles aus Stein gemacht worden." Er habe sich dennoch für die Holzbauweise entschieden, weil er die neue Halle sehr schnell benötigte. Der Umzug war am ersten Januarwochenende, am 7. Januar war schon wieder voller Betrieb. Mit einem Betongebäude wäre so eine Hau-Ruck-Aktion gar nicht möglich gewesen. Gleich nach dem Umzug hätten trotz winterlicher Kältewelle alle in der Halle kurzärmelig gebacken, so Burger. Es sei wirklich angenehm zum Arbeiten gewesen. Die offizielle Vorschrift, eine Heizung einzubauen, sei eigentlich überflüssig gewesen, so der Unternehmer. Die Halle sei eben "von Natur aus" angenehm.

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