"Markt 38"

Historische Fassade neu interpretiert

Frankfurt (ABZ). – Das "Dom-Römer-Viertel" liegt zwischen Römerberg, Domplatz, Braubachstraße und Schirn Kunsthalle. Zur Revitalisierung gehörte es, Plätze und Straßenzüge mit ihren historischen Grundstücken und Innenhöfen weitgehend wiederherzustellen.
Sto Baustellen
Die linearen Fassadenelemente wurden aus Verolith gefertigt. Foto: Pascal Schirmer/Sto

Es entstanden 35 Gebäude, 15 davon als schöpferische Nachbauten bezeichnete Rekonstruktionen historischer Altstadthäuser. Beim "Markt 38" wurde die Fassade durch geschossweise Fassadenvorsprünge dem historischen Fachwerk-Vorbild nachempfunden, aber errichtet nach aktuellen Standards der Energieeffizienz, wie der Baustoffhersteller Sto berichtet: Mauerwerk aus Hochlochziegel (36,5 cm) mit Fassadendämmsystem, hier StoTherm Classic S1 mit nichtbrennbarer Mineralwolle-Dämmplatte. Zugleich gibt dieses System der Fassade ihre plastische Struktur. So erreicht der Neubau den Passivhaus-Standard, die Schlussbeschichtung sorgt für Riss- und Stoßfestigkeit.

Ziel der Gestaltung sei es gewesen, die in einem Farbton gehaltene Fassade durch unterschiedliche Materialien und die Textur der Oberflächen zu gliedern. Die Pläne realisierte das Team der Malerwerkstätten Mensinger zum Teil mit vorgefertigten Teilen beziehungsweise mit StoDeco Profilen, um die Vorsprünge zu gestalten. Aufgrund der notwendigen Brandriegel mussten die Profile im mittleren und unteren Sektor mit speziellen Unterkonstruktion versehen werden. Für Malermeister Carsten Mensinger gehören solche technischen Raffinessen laut eigener Aussage zum Alltag: "Der Architekt hat eine Vision. Dann kommen wir ins Spiel und versuchen, diesen Entwurf so zu entwickeln, dass wir die technisch beste Lösung erzielen. Bei diesem Projekt haben wir die Fachleute von Sto hinzugezogen." Hier unterstützte Dr. Frank Börner, Regionalleiter Projektmanagement bei Sto, mit Tipps zu den Arbeiten.

Verputzt wurde das Gebäude mit dem organischen, feinkörnigen Oberputz StoNivellit. Um die Oberflächen wunschgemäß zu gliedern, kamen unterschiedliche Handwerkstechniken zum Einsatz: Mal wurde das Material gemäß der Oberflächentechnik StoSignature Fine 40 aufgezogen und mit der Glättekelle geglättet, mal entsprechend StoSignature Linear 30 mit einer Zahntraufel durchgezahnt und anschließend mit der Fassadenfarbe StoColor Maxicryl gestrichen. So kommt es je nach Sonnenstand zu unterschiedlichem Schattenwurf mit einem lebendigen Spiel an der Fassade, erläutert Sto.

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