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Alternative Verdrängungskörper

Würfelform bringt Logistikvorteile

Betonfertigteile, Nachhaltigkeit und Innovation, Ausstattung & Zubehör

Beim Bau der Thermengarage in Villach konnte durch den Einsatz der vorgefertigten Deckenelemente (bis 18 m lang, inkl. Vorspanntechnik) der enge Zeitrahmen eingehalten werden.

PÖTTELSDORF (ABZ). - Wer leichte Betonplatten für große lichte Spannweiten realisieren will, hat zusätzlich zu den angebotenen Kugeln eine Alternative in Form von Würfeln.

Die Gabe GmbH aus dem Burgenland bietet Verdrängungskörper für leichte Betondecken in Würfelform im Format 52 x 52 cm und in 22 unterschiedlichen Höhen von 10–56 cm an. Die Abstandfüßchen zur Schalung, die für die Dicke der Betonplatte verantwortlich sind, können von 5–10 cm in 1 cm Abständen je nach Anforderung ausgewählt werden.

Dadurch entstehen 2-achsige Plattendecken für lichte Weiten von 16 x 16 m (schlaff bewehrt) oder bis zu 19 m mit Vorspanntechnik. Die Betonverdrängung = Gewichtseinsparung beträgt nach eigenen Angaben bis zu 35 %.

Die Technologie lässt sich hervorragend mit Vorspanntechnik und auch mit Betonkern-Aktivierung kombinieren, heißt es von Unternehmensseite. Bei diesem System handelt es sich um maßgeschneiderte Lösungen, die exakt für jede Anforderung hinsichtlich Lasten und Spannweiten angepasst werden kann. Durch die freie Wahl der Abstände zwischen den Elementen und der Plattendicke unter den Elementen, können Plattendecken realisiert werden die bis zum Komma genau den Anforderungen entsprechen.

Die sogenannten UBOOT-Elemente sind würfelförmig, haben flache und daher leicht zu begehende Oberflächen und werden – wie auch die Kugeln – in zwei Schritten verarbeitet. Zuerst wird bis knapp über die Höhe der Abstandfüßchen zur Schalung d. h. knapp bis über die Unterkante der Hohlkörper betoniert und nach dem Ansteifen dieser ersten Betonschüttung die möglichst flüssig (S5) eingebracht wird erfolgt die zweite Schüttung bis zur fertigen Deckenhöhe. So wird ein Unterfüllen und ein Aufschwimmen der Verdrängungskörper verhindert.

Der Einbau erfolgt nach Eurocode2 und nach DIN 1045-1 bzw. DIN 4102-4 als Plattendecke. Für Deutschland wird – bis die neuen Normen in Kraft treten – aus Feuerschutzgründen eine Plattenstärke von 80 mm, unter den UBOOT-Elementen verlangt, heißt es weiter. Eine separate Zulassung nach dem DIBt ist nicht nötig, weil die Produkte den Normen entsprechen.

Die Lieferung der Elemente erfolgt palettenweise ineinander gestapelt. Die Lagerung und Baustellen-Logistik sei zudem einfach: Bei Deckenhöhen bis 40 cm sind auf einer Palette Verdrängungskörper für ca. 900 m²; ein Sattelzug bringt Material für über 20 000 m². Bei Plattendicken von mehr als 40 cm sind diese Zahlen zu halbieren. Fakt sei, dass für das Hantieren mit UBOOT-Elementen kein Turmdrehkran blockiert werde, keine großzügigen Zwischenlager bereitgestellt werden müssten, kein Risiko bei Just-in-time Anlieferung bestehe und, dass diese günstige Liefermöglichkeit sich auch auf günstigere Preise auswirke.

Bei all diesen Vorteilen verschweigt der Hersteller nicht die Nachteile: Da die Betonschüttung in Abständen erfolgt, muss zwischen den Elementen eine Verbindung der ersten Lage mit der Zweiten in Form von Gitterträgern eingebracht werden. Und für das Verteilen der UBOOT-Elemente benötigen Maurer etwas mehr Zeit als für das Verlegen der in Käfigen eingesperrten Kugeln.

Und zwar für einteilige 0,028 h/m² und für zweiteilige 0,03 h/m². Der Preisvorteil den die UBOOT-Element bieten, heißt es weiter, macht aber diese beiden Nachteile bei Weitem mehr als wett. Die Elemente könnten auch von jedem Betonwerk, das Elementdecken herstellt, in diese werkseitig eingebaut werden. Dadurch können Betonwerke ohne Investitionen auch zweiachsige Leichtbetonplatten fertigen, die dann vor Ort fertig gegossen werden. In Zeiten wie diesen sind leichte, zweiachsige Elementdecken von bis zu 19 m Länge für viele Bauherren attraktiv weil vor allem zeitsparend.

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