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Auf die Schippe genommen

Bahn

Das Coronavirus fördert nicht nur Schlechtes zutage. Bei aller Sorge um die sozioökonomischen Folgen der Pandemie zeigt uns die derzeitige Situation auch, dass man nicht zwangsläufig immer zum Stillstand kommen muss, wenn man hier und da mal aufs Bremspedal tritt. So zum Beispiel bei der Deutschen Bahn. Verspätungen, Ausfälle und frustrierte Fahrgäste haben hier noch zu Beginn des Jahres zur Tagesordnung gehört. Nun meldet das Transportunternehmen plötzlich die höchste Pünktlichkeitsquote seit 2008. Im Schnitt, so das Unternehmen, hätten mehr als 83 Prozent der Fernzüge im ersten Halbjahr ihr Ziel "pünktlich" erreicht, also in dem Zeitrahmen, den die Bahn als pünktlich definiert. Im Vorjahreszeitraum habe dieser Wert noch bei 77,2 Prozent gelegen. Verantwortlich für diesen Erfolg sei vor allem die deutlich geringere Auslastung in der Pandemie. Diese liege aktuell bei etwa30 Prozent. Zwischenzeitlich seien die Fahrgastzahlen sogar um bis zu 90 Prozent eingebrochen. Aus der Krise kann die Bahn damit eine wichtige Erkenntnis ziehen: Alles, was einem reibungslosen Betrieb im Fernverkehr im Wege steht, sind die Fahrgäste. Wer also Wert darauf legt, dass sein Zug pünktlich ankommt, sollte schlichtweg nicht einsteigen – ganz einfach eigentlich. rb

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