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Aus Holz

Grundschule bekommt neues "Kleid"

Fassadengestaltung, Bauen mit Holz, Modernisierung und Sanierung

Die Grundschule in der Albert-Schweitzer-Straße in Ottobrunn wurde rundum erneuert.

Ottobrunn (ABZ). – Brandschutz, Schadstoffbeseitigung und Barrierefreiheit – das waren ursprünglich die Aufgabenfelder bei der Sanierung der Grundschule an der Albert-Schweitzer-Straße in Ottobrunn. Im Laufe der Planung tauchte allerdings ein weiteres, gravierendes Problem auf: die Fassade des Stahlbetonskelettbaus aus den 60er-Jahren musste ebenfalls erneuert werden. Der Zahn der Zeit hatte an den Aufhängungen für die Waschbetonplatten genagt, was früher oder später zu einem Sicherheitsrisiko werden würde. Und so entschied man sich, die Platten abzumontieren und durch eine Holzfassade mit integrierter Wärmedämmung zu ersetzen – zur Freude der Schüler und auch Lehrer. Denn alle sind begeistert von ihrer "neuen" alten Schule.

"Holz strahlt einfach Wärme und Behaglichkeit aus", stellt Heinz Fischer von der Architekten-Arge Fischer-Steiger-Zimmermann, die für den Umbau zuständigen Planer, fest. "Das Gebäude hat jetzt eine völlig andere Anmutung." Zudem steigere die Wärmedämmung aus 16 cm Mineralwolle plus 4 cm dicke Holzweichfaserplatte, "das Wohlbefinden" in den Klassenzimmern ganz erheblich. "Im Winter war es in den Räumen relativ kühl und im Sommer mitunter sehr warm", so Fischer. Diese Zeiten sind vorbei. Das ganze Jahr über herrscht jetzt bestes Lernklima.

Wie schon beim Bau einer neuen Kinderkrippe in Ottobrunn kamen werkseitig vorgefertigte Fassadenelemente vom Holzbauunternehmen Ambros in Hopferau zum Einsatz. Der Ostallgäuer Holzbauspezialist verfügt über reichlich Erfahrung auf diesem Gebiet und hat sein Know-how schon bei zahlreichen Schulsanierungen unter Beweis gestellt. Eine der Besonderheiten beim jüngsten Projekt in Ottobrunn: die vor zehn Jahren eingesetzten Fenster wurden vorsichtig ausgebaut, in einer Schreinerei saniert, neu lackiert und anschließend im Ambros-Werk in die neuen Fassadenelement wieder eingefügt.

"Das war günstiger, als komplett neue Fenster herstellen zu lassen und hat auch gut geklappt", berichtet Architekt Fischer. Es war nicht die erste Schulhaussanierung, mit der die Architekten-Arge beauftragt worden war – aber die erste mit einer Holzfassade. Aufgrund derguten Erfahrungen folgte ein weiteres Schulhaus-Sanierungsprojekt, bei dem der Baustoff aus den heimischen Wäldern zum Einsatz gekommen ist. "Holz ist leicht, ermöglicht einfache Konstruktionen und bietet auch in architektonischer Hinsicht gute Ergebnisse", betont Fischer. "Es macht den Baustoff Holz attraktiv."

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