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Bau des Astyx Campus

Baustrom effizient verteilen

Unter Strom: Als Teil des Astyx Campus, dem neuen Firmensitz des gleichnamigen Hochtechnologieunternehmens, entstehen in Ottobrunn bei München aktuell zwei moderne Gewerbegebäude. Voraussetzung für den Betrieb der Hochbaukräne, Bürocontainer sowie weiterer elektrischer Verbraucher ist ein leistungsfähiges Baustromnetz. Im Auftrag des Generalunternehmers Gustav Epple erstellte das Elektro-Team von Zeppelin Rental in Unterschleißheim ein auf die Anforderungen der Baustelle angepasstes Konzept zur Stromversorgung.

Ottobrunn (ABZ). – Baukräne, Beleuchtung, Bürocontainer – ihr Betrieb erfordert eine ganze Menge an Strom. Fließt dieser nicht zuverlässig, herrscht Stillstand auf der Baustelle. Für die sichere und effiziente Baustromverteilung beim Bau des neuen Firmensitzes der Astyx GmbH im Großraum München sicherte sich Generalunternehmer Gustav Epple die Unterstützung von Zeppelin Rental. Aus den Bürocontainern am Rande des Baufelds kommt Davis Unrath und lässt seinen Blick über die Baustelle schweifen. Die Arbeiten schreiten gut voran. Unrath ist erster Bauleiter beim Stuttgarter Bauunternehmen Gustav Epple und zeichnet gemeinsam mit seiner Kollegin und zweiten Bauleiterin Vida Jovic für den Bau zweier Gewerbegebäude auf dem Technologie- und Innovationspark Ottobrunn verantwortlich. Sie sind Teil des sog. Astyx Campus: einem gemischt genutzten Areal, auf dem Mitarbeiter des Hochtechnologieunternehmens Astyx zukünftig nicht nur arbeiten, sondern auch wohnen können.

Der Großgeräteverteiler links im Bild und der Baustromverteiler dienen der Stromversorgung des Krans bzw. der Stromverteilung von Stockwerk zu Stockwerk bis in die obersten Geschosse.

Unrath und sein Team liegen im Zeitplan. Das östliche der beiden Gebäude befindet sich bereits in der Ausbauphase. Beim westlichen Bauwerk, dem zweiten Bauabschnitt, ist der Rohbau in vollem Gange. Als Generalunternehmer übernimmt die Gustav Epple Bauunternehmung GmbH sämtliche Bauleistungen bis zur schlüsselfertigen Übergabe der beiden Gebäude. Nach ihrer Fertigstellung nutzt die Astyx GmbH diese nicht nur als Büros, sondern entwickelt und produziert am Standort Ottobrunn Sensoren für die Automobilbranche, die Satellitenkommunikation und Automatisierungstechnik.

Am Haken eines Krans schwebt ein Betonkübel über den zweiten Bauabschnitt. Gerade werden dort die Wände und Stützen des Erdgeschosses betoniert. Die Rohbauphase mag Bauleiter Davis Unrath am liebsten: "Der Baufortschritt ist in dieser Phase am schnellsten. Jeden Tag sieht man das Gebäude ein Stück weiter wachsen." Insbesondere für den Betrieb der beiden Kräne wird viel Energie benötigt. Hinzu kommen die Bauwegebeleuchtung, Bürocontainer und die elektrischen Geräte der Ausbaugewerke. Die sichere Stromversorgung der Verbraucher ist eine wichtige Voraussetzung für einen möglichst reibungslosen Bauablauf.

Bereits im Vorfeld nahm Elektromeister Günther Thalhammer von Zeppelin Rental in Unterschleißheim Verbindung mit dem örtlichen Grundversorger auf und koordinierte den Anschluss an das öffentliche Netz. Für die richtige Dimensionierung der Baustrominfrastruktur wurde die Leistungsaufnahme aller Verbraucher ermittelt, Kabelquerschnitte und Leitungslängen wurden berechnet und ein umfassendes, auf die Baustelle angepasstes Konzept zur Baustromversorgung erstellt. Kurz vor Beginn der Rohbauarbeiten im Mai vergangenen Jahres richteten die Elektriker von Zeppelin Rental schließlich die Zuleitung zur Baustelle ein und nahmen die ersten Stromverteiler auf dem Baufeld in Betrieb.

Zu den Aufgaben der Elektriker gehört u. a. die monatliche FI-Prüfung der Verteilerschränke.

Ein Gruppenverteilerschrank sowie zwei Containerverteiler zur Versorgung der temporären Raumsysteme machten den Anfang. Hinzu kamen ein Kranverteiler und ein Baustromverteiler, die zunächst am Rande des Baufelds platziert und später zur Versorgung des ersten Krans bzw. zur Verteilung des Stroms ins Treppenhaus in der neu entstandenen Tiefgarage platziert wurden. Mittlerweile ist die Zahl auf 20 Anschlussschränke verschiedener Art gestiegen und wird mit dem Baufortschritt und jedem neuen Stockwerk der beiden Gewerbebauten weiter wachsen, damit den Ausbaugewerken dort jeweils Strom zur Verfügung steht.

Die Astyx GmbH stellt u.a. Sensoren her, die in Fahrassistenzsystemen von Autos zum Einsatz kommen. Die Nutzung des dreigeschossigen Ostgebäudes für die Entwicklung und Produktion von Sensoren stellte Generalunternehmer Gustav Epple vor konzeptionelle Herausforderungen.

"Bei der Planung der technischen Gebäudeausrüstung galt es, den Platz für Strom-, Wasser- sowie die für die Produktion benötigten Lüftungs- und Gasleitungen möglichst sinnvoll auszunutzen", erzählt Bauleiter Davis Unrath. Voraussichtlich Ende September diesen Jahres soll das erste der beiden Gebäude fertig sein, der Abschluss des Westgebäudes ist für Mitte 2020 geplant.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 18/2019.

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