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Brauereineubau

Bis zu 25 Fahrmischer im Einsatz

Cemex, Baustellen, Transportbeton

Im Auftrag der Glass GmbH Bauunternehmung, Mindelheim, lieferte die Cemex Deutschland AG 20 000 m³ Transportbeton, darunter rund 15 000m³ Stahlfaserbeton nach Leistungsklassen.

MÜNCHEN (ABZ). - Am neuen Produktionsstandort in München-Langwied wird die hochmoderne Brauereitechnik von Paulaner auf Industrie-bodenplatten aus Cemex-Stahlfaserbeton faton ruhen. Bei diesen Industriebodenplatten sind die Anforderungen an Baustoff und Konstruktion besonders hoch.

Die Bierspezialitäten von Paulaner erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, und die Brauerei bereitet sich auf künftiges Wachstum vor. Seit 1634 braut Paulaner am Nockherberg, und ist damit die einzige Münchner Brauerei, die immer noch an ihrem angestammten Platz steht. Hier stoßen die Braustätten heute allerdings an ihre Kapazitätsgrenzen. Am traditionellen Standort verbleiben Vertrieb und Verwaltung, Produktion und Logistik ziehen um nach München-Langwied.

Im Januar 2014 haben die Bauarbeiten auf dem 15 ha großen Grundstück südwestlich der Kreuzung zwischen der A 8 und der A 99 begonnen. Die Fa. Glass GmbH Bauunternehmung, Mindelheim, hat den Gesamtauftrag über die Roh- und Tiefbauarbeiten für den Neubau der Paulaner Brauerei. Zurzeit stellt das Bauunternehmen die Industriebodenplatten her – und da sind die Anforderungen bei diesem Projekt besonders hoch. Die Cemex Deutschland AG lieferte im Auftrag der Fa. Glass insgesamt 20 000 m³ Transportbeton für den Neubau. "Davon sind rund 15000m³ Stahlfaserbeton nach Leistungsklassen für die verschiedenen Bodenplatten", erklärte Uwe Lange, Vertriebsleiter Key Account Management Region Süd der Cemex Deutschland AG. Gemeinsam mit Reinhold Schneider, Director Key Account Management, hält er einen engen Kontakt zum Bauunternehmen. Hermann Heindl, der Leiter des Cemex-Gebiets München, organisiert die Rohstoffströme für die Betonherstellung, koordiniert die Anlagenführer und den Fuhrpark. Die größte und technisch aufwändigste der Industriebodenplatten entstand im Mai: die rund 5200 m² große, 75 cm starke Bodenplatte des Gebäudes für die Lagertanks. An die 4000 m³ des Cemex-Stahlfaserbetons faton flossen am Stück in das fugenlos hergestellte Bauteil. Dauer der Betonage: 37 Stunden.

Michael Kempfle, Prüfstellenleiter Gebiet München der Cemex Deutschland AG: "Die hohen Lagertanks werden ein immenses Gewicht auf die Bodenplatte bringen. Deshalb wurde diese Bodenplatte als Kombinationsbewehrung geplant, das heißt Stahlfaserbeton mit konventioneller Bewehrung." Zum Einsatz kam ein C25/30 mit Größtkorn 16 mm in der Konsistenz F4 mit einer Leistungsklasse L 1,5/1,5. Das ist dem Gewicht der Lagertanks und der hohen Zwangsspannung im Bauteil geschuldet. Die Mitarbeiter der Cemex-Lieferwerke Dachau und Gilching dosierten eine verklebte Faser des Fasertyps Dramix 4D 65/60 BG über eigens bereitgestellte Förderbänder in die Betonmischung. "Bei dieser Leistungsklasse waren Hochleistungsstahlfasern angezeigt. Wir haben bei der Rezeptureinstellung eng mit den Experten des Stahlfaserproduzenten Bekaert zusammengearbeitet", betont Michael Kempfle.

Zur Rezeptur gehörten ein Zement CEM II A-LL 32,5 R aus dem Werk Rüdersdorf der Cemex OstZement GmbH und ein neu entwickeltes, speziell auf diesen Zement abgestimmtes Fließmittel auf PCE-Basis, Isoflow 777 von der Cemex Admixtures GmbH. 30 kg Flugasche auf den Kubikmeter Beton optimierten die Pumpfähigkeit für Förderstrecken von bis zu 70 m.

An den Betonagetagen stellte die Cemex-Baustofftechnik im Mischwerk und auf der Baustelle die Betonqualität sicher, auch der Cemex-Vertrieb stand dem Bauunternehmen als Ansprechpartner zur Verfügung. Ein besonderes Augenmerk legten die Betontechnologen auf die homogene Faserverteilung innerhalb des Betonfahrmischers. Dies wurde durch Auswaschversuche vor Ort geprüft und dokumentiert.

Die Großbetonage begann am 30. Mai um 1 Uhr morgens und dauerte bis zum 31. Mai, 14 Uhr. Die Stundenleistung lag bei bis zu 130 m³, es waren zeitweise 25 Fahrmischer im Einsatz. "Das war schon eine logistische Meisterleistung der beteiligten Kollegen", unterstreicht Uwe Lange. "Die Zement- und die Kieslogistik haben hervorragend gearbeitet, die Anlagenführer, das Personal für die Stahlfaser-Dosierung, die Baustofftechnik, der Vertrieb, die Spediteure, alle haben bei diesem Tag- und Nachteinsatz an einem Strang gezogen."

Wenn die Rohbauarbeiten abgeschlossen sind, werden dann ab Herbst die Anlagen für das Sudhaus und den Lagerkeller nach München-Langwied geliefert. Für Mitte 2015 plant Paulaner das Einbrauen des ersten Suds, und für Anfang 2016 die Aufnahme des vollen Brauereibetriebs am neuen Standort. 3,5 Mio. hl kann die Brauerei dort jährlich produzieren.

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