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Breiter, länger und höher

Überdimensionale Rad- und Fußwegbrücken eingehoben

Die Firma Glück hat kürzlich zwei Brücken mit Längen von 25 und 35 m aus Engen/Welschingen nach Aachen transportiert. Dort werden sie als Fußgänger- und Radwegbrücken über den Fluß Wurm führen.

Aachen (ABZ). – Die Firma Glück GmbH aus Engen/Welschingen stellt Aluminiumbrücken her. Sie schickte Mitte Juni zwei übergroße Brückenkonstruktionen auf die Reise an ihren Bestimmungsort in Aachen.

Die Vorbereitungen dauerten mehrere Stunden, da die Verladung nur direkt auf der Landesstraße stattfinden konnte. Die Landestrasse L 191 musste extra gesperrt werden. Ein spezieller Gabelstapler, ein Schwerlastkran sowie ein 30 m langer Tieflader wurden zusätzlich angemietet.

Die Länge, die Höhe, vor allem aber die Breite von 4,99 m stellten das technische Team der Glück GmbH vor besondere Herausforderungen. Insbesondere der Transport durch die Hallentore war Millimeterarbeit. Die beiden Fachwerktrogbrücken haben eine Länge von 35 m und 25 m und sind mit eigens entwickelten Großprofilen hergestellt, die den Brückenbau mit nur einem Stoß ermöglichen. Beide Brücken haben eine spezielle Polyurethan-Beschichtung in R 13. Diese gewährleistet eine hohe Rutschsicherheit. Die Brücken wurden in der Farbe DB 703 lackiert, inklusive einer vierschichtigen Lackierung mit Graffiti-Schutz, die in der eigenen Lackierhalle im Werk in Engen aufgebracht wurde. Der Transport von Engen nach Aachen erfolgte im Schwerlast-Konvoi und dauert zwei Nächte. Für die Unterbrechung wurde in Frankfurt ein Rastplatz angemietet.

Um die 37-Meter-Brücke in Aachen an ihren Bestimmungsplatz am Bahntrassenradweg einzuheben, mussten zuerst Teile der Hochspannungsleitung abgeschaltet werden, damit es nicht zum Funkenschlag zwischen Kranausleger und Freileitung kommen konnte. Die Brücke wurde mit vier Schlingen am Haken befestigt, gedreht und in weniger als einer halben Stunde auf den Widerlagern abgesetzt.

Bereits einen Tag zuvor wurde wenige 100 m entfernt die kleinere der beiden Brücken über den Fluss Wurm montiert. Nach den Asphaltarbeiten kann der wichtige Radweg dann für den Verkehr freigegeben werden. Die Glück GmbH hat ihre Produktpalette mit diesen Unikaten um zwei Glanzstücke erweitert.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 31/2020.

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