Digitalisierung bei Planungs- und Bauprozessen

Zukunftsweisende Projektabwicklung

Wissen (ABZ). – Die Digitalisierung verändert die Arbeitsprozesse in der Baubranche. Einer der Innovationstreiber ist BIM (Building Infomation Modeling) und in diesem Zuge der digitale Zwilling eines Gebäudes, der sämtliche Bauwerksdaten enthält und den alle Gewerke kollaborativ als Planungsgrundlage nutzen können.
Kleusberg Bau digital
Ein Beispielauszug aus der Kleusberg-Kollisionsplanung.

Kleusberg hat darüber hinaus unter Einbezug des Lean-Managements eine ganzheitlich digitale Lösung zur Projektabwicklung entwickelt und setzt diese bereits erfolgreich um. Sie sorgt für größtmögliche Transparenz aller am Projekt Beteiligten. Durch eine minutiöse Taktung und digitale Unterstützung mittels diverser Arbeitstools erzielt das Unternehmen Sicherheit bei der Einhaltung von Zeitplänen, Kosten und der Qualität in der Ausführung.

Die wesentliche Innovation für die Baubranche besteht darin, dass jeder – von den Bauherren über die Architekten bis hin zu den einzelnen ausführenden Gewerken – das aktuelle Projektgeschehen im Blick hat. Erforderliche Informationen werden berechtigungsgesteuert in Echtzeit über eine onlinebasierte CDE-Plattform (Common Data Environment) zur Verfügung gestellt, die überall und auf allen Endgeräten abgerufen werden können – auch direkt auf der Baustelle. Die Basis bei Kleusberg bildet die sogenannte Projektnavigation. Hier sind mehrere hundert Prozesse digitalisiert abgebildet. Sie sind in acht großen Milestones zusammengefasst: Vertrieb, Projektstart, Planung, Produktion, Montage & Ausbau, Abschluss, Gewährleistung. Sämtliche Schritte werden koordiniert und in einer Zeitachse mit festen Terminen sowie Verantwortungen zugewiesen. Die Projektnavigation begleitet die gesamte Abwicklung von der Auftragserteilung bis zur schlüsselfertigen Übergabe des Gebäudes und darüber hinaus.

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Kleusberg Bau digital
Auf Grundlage des BIM-Models werden die jeweiligen Fachmodelle der haustechnischen Gewerke wie Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro erstellt und durch die Planer ebenfalls in Echtzeit geteilt. Abb.: Kleusberg

Auf Grundlage des BIM-Models werden die jeweiligen Fachmodelle der haustechnischen Gewerke wie Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro erstellt und durch die Planer ebenfalls in Echtzeit geteilt. Benedikt Anders, Leiter Technisches Büro bei Kleusberg: "Durch das BIM-Modell sind den Fachplanern und BIM-Koordinatoren die geometrischen Gegebenheiten frühzeitig ersichtlich. Kollisionspunkte von Bauteilen wie Trägern und Stützen oder von Lüftungs- und Sanitärleitungen werden direkt vermieden."

Nach erfolgter Modellkoordination sind alle Gewerke aufeinander abgestimmt, sodass bei der Projektausführung aus planerischer Sicht ein reibungsloser Bauablauf sichergestellt ist. In das BIM-Modell fließen darüber hinaus auch alle statischen Berechnungen sowie bauphysikalischen Nachweise ein. Sämtliche Kenndaten wie Raumnummern oder Fensterflächen können aus dem Gebäudemodell entnommen und zur weiteren Verarbeitung genutzt werden. Auch produktionszugehörige Abteilungen bei Kleusberg profitieren vom digitalen Zwilling. Fertigungsrelevante Details können aus diesem extrahiert und beispielsweise Stücklisten für die Materialbeschaffung und -verarbeitung an die zuständigen Bearbeitungsstellen weitergeleitet werden.

Der mobile Zugriff auf die onlinebasierte CDE-Plattform versetzt die Projektbeteiligten in die Lage, das Architekturmodell vor Ort via Smartphone oder Tablet öffnen und diverse Planungsdetails wie Leitungsverläufe oder Verrohrungen einsehen zu können. Etwaige Mängelpunkte können parallel erfasst und den Verursachern unmittelbar zur Verfügung gestellt werden. Da die Daten stets aktuell sind, ist auch die Behebung eines Fehlers im selben Augenblick für alle Betroffenen sichtbar. "Der Einsatz von Virtual & Augmented Reality hilft uns dabei, komplexe Bausituationen zu beurteilen und schneller einen Lösungsansatz zu finden", erklärt Linda Sehlbach, Leitung Lean-Construction. Über die Kamera eines Smartphones oder Tablets kann das Gebäudemodell mit dem realen Objekt referenziert und noch nicht errichtete Bauteile wie beispielsweise Lüftungsschächte fiktiv dargestellt werden, um Problemsituationen vor Ort besser abschätzen und Konfliktpunkte schließlich abwenden zu können.

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