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Dombaumeister zu Notre-Dame: Fachkräftemangel wird Problem

Wien/Paris (dpa). - Ein großes Hindernis beim Wiederaufbau der ausgebrannten Kathedrale Notre-Dame in Paris dürfte nach Expertenmeinung der Fachkräftemangel sein. "Ein Riesenproblem ist dabei, dass die handwerklichen Fähigkeiten dünn gesät sind, um die vielen Kräfte mobilisieren zu können, die einen raschen Wiederaufbau ermöglichen", sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Europäischen Dombaumeister, Wolfgang Zehetner, dem österreichischen Magazin "trend". Von den 20 Fachkräften, die permanent mit der Restauration des Stephansdoms in Wien betraut seien, könnten zwei Leute abgestellt werden. Auch Köln und Freiburg wollten Hilfe schicken, sagte Zehetner. "Aber ich gehe davon aus, dass es gut drei Jahre dauern wird, bis die großen Schäden beseitigt sind." Beim Wiederaufbau könnten auch vorherige Schäden ausgebessert werden. So seien in der Französischen Revolution vielen Statuen die Köpfe abgeschnitten worden. "Diese sind seither als Exponate in verschiedenen Museen ausgestellt. Die könnte man zum Beispiel wieder dorthin bringen, wo sie einst waren. Und wo sie hingehören", sagte Zehetner. Eine Rekonstruktion auch der Details des Bauwerks sei im Prinzip möglich. "Da muss man sagen, dass man im Unglück noch Glück hat. Die Pläne zu Notre-Dame sind erhalten. Und vor allem digitalisiert."

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