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Drehbohrgeräte im Einsatz

Gründungsarbeiten für neues Rückbauzentrum

Liebherr, Spezialtiefbau

Kellybohren mit einem Bohrantrieb vom Typ BAT 320 in Neckarwestheim.

Neckarwestheim (ABZ). – Für herausfordernde Gründungsarbeiten im Rahmen des Rückbauprojekts der EnKK in Neckarwestheim setzt das beauftragte Spezialtiefbauunternehmen Keller Grundbau GmbH drei Liebherr-Drehbohrgeräte der Typen LB 28-320 und LB 36-410 ein. In Neckarwestheim führt die Firma Keller Grundbau GmbH die Gründungsarbeiten für das neue Rückbauzentrum der EnBW Kernkraft GmbH (EnKK) durch. Dessen Reststoffbearbeitung soll das radioaktive Abfallvolumen auf ein Minimum reduzieren. Drei Liebherr-Drehbohrgeräte sind für das beauftragte Bauunternehmen im Einsatz: ein LB 28-320 sowie zwei Geräte vom Typ LB 36-410. Die Arbeiten starteten im April dieses Jahres und werden voraussichtlich im Laufe des Septembers abgeschlossen sein.

Die mit Kellyausrüstung ausgestatteten Maschinen schaffen die Pfahlgründung für das neue Rückbauzentrum. Neben Einzelbohrpfählen mit einem Ø von 1,20 m und einer Bohrtiefe von bis zu 20 m wird eine Bohrpfahlwand eingebracht. Die im bindigen Boden auf Endtiefe verrohrten Bohrungen werden zwischen 2 und 4 m in den harten Fels eingebunden. Die gesamten Gründungsarbeiten umfassen eine Gesamtbohrtiefe von rund 12000 m. Die Liebherr-Drehbohrgeräte überzeugen dabei durch ihre hohen Bohrleistungen. Jedes Gerät produziert pro Tag drei Pfähle mit insgesamt ca. 60 Bohrmetern. "Insbesondere beim Positionieren der Maschine vor dem Bohrloch und beim Wechsel des Werkzeugs ist die Mastverstellung von über 1 m ein großer Vorteil" erklärt Polier Jürgen Schutte.

"Liebherr-Geräte sind einfach und bequem zu bedienen. Das erleichtert Bohrarbeiten bei herausfordernden Bodenbedingungen" berichten die Gerätefahrer der Firma Keller. Herzstück der Liebherr-Drehbohrgeräte ist die von Liebherr entwickelte und gefertigte Litronic-Steuerung. Sie umfasst alle Steuer- und Kontrollfunktionen und ist speziell für extreme Umweltbedingungen konzipiert. Alle für den laufenden Betrieb der Maschine notwendigen Informationen werden auf einem großflächigen Touch-Screen angezeigt. Dies erlaubt eine optimale Diagnose sowie das frühzeitige Erkennen und Vermeiden größerer Schäden. Als besonderen Bedienkomfort lassen sich alle Funktionen des Mäklers wahlweise über die elektrohydraulische Proportionalsteuerung bedienen. In allen Einsatzbereichen ist so eine ausgezeichnete Positionierbarkeit gewährleistet.

Das LB 28-320 wird zur Gründung von Bohrpfählen eingesetzt. Bohren mit Kellyausrüstung, Doppelbohrkopf oder Endlosschnecke zählen zu den gängigen Verfahren. Es besitzt einen robusten Mäkler, welcher sowohl das Drehmoment des Bohrantriebs von 320 kNm als auch die 40-t-Druck- und Zugkraft des Seilvorschubsystems problemlos aufnimmt. Das sorgt für besonders schnelle Arbeitszyklen. Die Parallelkinematik des Mäklersystems realisiert einen großen Arbeitsbereich und sorgt für präzises und stabiles Arbeiten. Beim Kellybohren erreicht das LB 28-320 einen Bohrdurchmesser von bis zu 2300 mm.

Beim LB 36-410, welches über ein Drehmoment von 410kNm verfügt, handelt es sich um das nächstgrößere Modell der LB-Serie. Dieses erfolgreiche Drehbohrgerät von Liebherr ist zur Herstellung von Gründungspfählen oder Trägerbohrungen ausgelegt. Zu den unterschiedlichen Pfahlbauverfahren gehören Kellybohren, Endlosschneckenbohren, Voll- und Teilverdrängerbohren oder Doppelkopfbohren.

Ziel der EnBW ist ein zügiger und effizienter Rückbau der Kernkraftwerke in Baden-Württemberg, konsequent im Sinne der Energiewende. Errichtet wird die Infrastruktur für den Rückbau der kerntechnischen Anlagen der EnBW. Geplant sind mehrere Gebäude für die Bearbeitung von Abbruchmaterial und die Lagerung von radioaktiven Abfällen. Den Zeitraum für Bau und Inbetriebnahme der Einrichtungen schätzt die EnBW insgesamt auf rund zweieinhalb Jahre. Für den Rückbau seiner Atommeiler in Neckarwestheim und Philippsburg hat der drittgrößte deutsche Stromkonzern knapp 6,6 Mrd. Euro zurückgestellt.

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