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Flexibilität mit System

Lösungen für Anforderungsmix des Crowne Plaza geliefert

Das Bauprojekt erforderte besonders flexible Schalungslösungen, die sich den vorgesehenen Geometrien anpassen.

Adelaide/Australien (ABZ). – Das Crowne Plaza in Adelaide befindet sich derzeit im Bau und soll mit seiner Fertigstellung im Jahr 2020 zum höchsten Gebäude der australischen Stadt werden. Das 138 m hohe Hochhaus wird von der lokalen Kyren Group gebaut und beherbergt in den oberen Stockwerken das Crowne Plaza Hotel mit 329 Hotelzimmern.

Die Geschosshöhe variiert entsprechend der Nutzung des Gebäudes. So sind etwa die unteren Etagen mit Laden- und Parkflächen etwas höher als im Hotelbereich. Gleichzeitig verjüngt sich der Grundriss des Gebäudekerns mit zunehmender Höhe. Dementsprechend erforderte dieses Bauprojekt besonders flexible Schalungslösungen, die sich den vorgesehenen Geometrien anpassen. Die Schalungsexperten von Mitcon setzten bei diesem Projekt auf sichere und effiziente Systeme von Meva. Über den lokalen Partner Novatec konnten diese in kürzester Zeit vor Ort bereitgestellt werden.

Der Gebäudekern wurde mit dem automatischen Klettersystem MAC erstellt. Aufgrund der Hochleistungshydraulik wird kein Kran für den Einsatz benötigt, sodass die freien Kapazitäten auf der Baustelle anderweitig genutzt werden können. Da sich der Grundriss des Gebäudes im 11. Stockwerk verringert, reduziert sich auch der Gebäudekern. Um die Schalung entsprechend anzupassen, wurden schrittweise mehrere Schächte entfernt.

Der Rückbau von Trägern und Hydraulikelementen ist möglich, da das MAC für jede Baustelle individuell geplant wird. Die Anpassungen wurden in der Planung bereits berücksichtigt, sodass sich die Bestandteile im Einsatz auch wieder entfernen lassen und einen Wechsel des Grundrisses ermöglichen. Ein solcher Umbau fand ebenfalls im 22. Stockwerk statt. Hier fallen weitere Aufzugschächte weg. Beim Umbau wurden dazu einige Träger entfernt. "Wir konnten das MAC-System in weniger als zwölf Tagen aufbauen und montieren. Die vormontierten Teile boten uns dabei einen großen zeitlichen Vorteil. So hat alles gut geklappt und auch der Umbau funktioniert einwandfrei", sagt Nick Bairstrow von Mitcon und lobt die Flexibilität des Systems.

Parallel zum Gebäudekern entstehen die Geschossdecken der insgesamt 37 Stockwerke. Aufgrund unterschiedlicher Anforderungen war auch hier eine flexible Lösung gefordert, die es erlaubte die Decken effizient zu schalen. Mit der modularen Deckenschalung MevaDec setzte Mitcon auf ein System, das unterschiedliche Methoden in sich vereint.

Im unteren Bereich des Hochhauses galt es für die Untersicht der Decken Sichtbetonanforderungen zu erfüllen. Die HN-Methode der MevaDec erlaubt es, mit Haupt- und Nebenträgern eine Auflagefläche für die lose Schalhaut zu erstellen. Eine Anpassung der Tragrichtung ist dabei möglich, um die Schalung stufenlos an das Raummaß anzupassen. In je zwei Takten konnten somit schließlich die 1550 m² großen Deckenflächen geschalt werden. Gleichzeitig wurden die gewünschten Deckenansichten erzielt.

Ab der 11. Etage halbierte sich der Grundriss der Deckenflächen. Da hier keine Sichtbetonergebnisse in Holzoptik gefordert waren, entschied man sich für den Einsatz der FTE-Methode. Dabei werden die Elemente der Deckenschalung MevaDec in die Hauptträger eingelegt. Einen schnellen Baufortschritt erlaubte darüber hinaus der Einsatz des MevaDec-Fallkopfs. Dieser erlaubt ein Absenken der Hauptträger, sodass sich die Elemente leicht entnehmen und schnell für das nächste Geschoss wiederverwenden lassen. Die Baustütze mit dem Fallkopf bleibt dabei an Ort und Stelle stehen. Sie bildet somit automatisch die Nachlaufunterstützung. Die Hauptträger und Elemente stehen für den nächsten Takt bereit, wodurch die Materialvorhaltung entsprechend reduziert wird.

"Die Nachlaufunterstützung hat sich teilweise über acht Geschosse erstreckt. Da hat uns der Fallkopf die Arbeit ziemlich erleichtert", stellt Nick Bairstrow zufrieden fest. "Insgesamt haben wir unsere Ziele zuverlässig erreicht. Dazu haben die Schalungssysteme von Meva einen wichtigen Teil beigetragen."

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 22/2020.

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