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Fliesensanierung im "CentrO Oberhausen"

Trockenbaustoffe bewähren sich im herausfordernden Einsatz

Nachdem die Vorarbeiten erledigt waren und der Untergrund für die Fliesen vorbereitet war, verlegten die Timm-Fliesen-Mitarbeiter die verschiedenen Formate.

Oberhausen (ABZ). – Die zentrale gastronomische Einrichtung des "CentrO Oberhausen", die "Coca-Cola-Oase", hat kürzlich einen neuen Anstrich erhalten. Im Zuge umfänglicher Sanierungsarbeiten hat die Wilhelm Timm Keramik, Fliesen und Naturstein GmbH aufwändige Fliesenarbeiten ausgeführt. Das Unternehmen arbeitet seit vielen Jahren mit Sakret zusammen. Die Firma hat sich im Bereich Trockenbaustoffe spezialisiert. Auch beim Großauftrag im "CentrO" setzten die Verantwortlichen auf Produkte von Sakret.

"Bei einem solchen Projekt kommt es auf Tempo und Wirtschaftlichkeit an, denn die Arbeiten sollen die Gastronomie vor Ort nicht beeinträchtigen", betont Leonhard Rotthues, Gebietsleiter Fliesen- und Plattenverlegesysteme der Sakret Bausysteme GmbH & Co. KG. Die Arbeiten begannen im oberen Bereich der "Coca-Cola-Oase". Hier sollten neue Sitzgelegenheiten und eine Spielecke für Kinder entstehen. Ziel war es, das Areal mit großen Bodenfliesen in den Formaten 60/60 und 100/100 aufzuwerten. Dafür mussten die Ausführenden zunächst die alten Bodenbeläge und den Estrich entfernen. Beim neuen Estrich auf Trennlage entschied sich Timm Fliesen wegen des strammen Bauzeitplanes für Sakret-Estrichzement der Bezeichnung EZL.

Streckt man das Produkt mit Sand, ist die Fläche nach etwa fünf Stunden begehbar. Nach drei Tagen können die Mitarbeiter die Fliesen bei einer maximalen Restfeuchte von 2,5 CM-% aufbringen. Es sei eine Herausforderung gewesen, die dekorativen Schwünge des Bodenbelages in den Estrich zu bringen, ohne später die Trenn- und Dehnungsfugen im Belag übernehmen zu müssen. Deswegen legte der Experte vor Ort Scheinfugen an. Diese hat er geweitet und mit rechtwinklig zum Schnitt verlaufenden Einschnitten versehen. Die Einschnitte wiederum wurden mit Wellenverbindern versehen, schnell mit Sakret-Rissharz vergossen und anschließend mit Quarzsand des Typs QS abgesandet.

Um den Belag umzusetzen, spachtelten die Mitarbeiter den Estrich vollflächig mit der Fußbodenausgleichsmasse FAM von Sakret. Anschließend trugen sie den Flexkleber "FLK S2 fresh" mit einer Fließbettzahnung auf den Untergrund auf. Mit einer Kratzspachtelung brachten sie das Produkt zudem auf der Rückseite der Fliesen auf.

Mithilfe biegsamer Edelstahlschienen wurde der Belag abgeschlossen. Zugleich dienten die Schienen als Anschlag für die Dehnungsfuge. Den Raum zwischen den Schienen haben die Fliesenleger mit farblich abgestimmtem Sakret-Silikon-Dicht-E verschlossen. Abschließend verfüllten sie die Fugen mit "Colorflexfuge CFF elegance" in den Farben Mittelgrau und Basalt. Der schnell erhärtende Fugenmörtel ist wasser- und schmutzabweisend. Sakret empfiehlt ihn dadurch auch für Belastungen an hoch frequentierten Orten, wie etwa dem Einkaufszentrum.

Schwieriger war die Sanierung des Foodcourts im Erdgeschoss. Hier sollten rund 3000 m² Boden einen modernen und eleganten Look erhalten. Verschiedene Fliesenformate waren dafür vorgesehen, darunter Sechs-Eck-Fliesen 15 x 17, Fliesen in Holzoptik 15/90 und Fliesen im Format 19/1,50 und 90/90. Hinzu kam ein ambitionierter Arbeitsplan: Weil die Sanierung während des Geschäftsbetriebes stattfinden musste, teilte Timm Fliesen in enger Abstimmung mit der örtlichen Bauleitung die Fläche in vier Parzellen auf, die schrittweise bearbeitet wurden.

Bevor die Mitarbeiter die unterschiedlichen Fliesenformate verlegen konnten, mussten sie die Gesamtfläche sorgfältig ebnen. Dafür kam eine Putzmaschine zum Einsatz.

Die Fliesenleger arbeiten oft nachts, um Rücksicht auf Gäste und den täglichen Betrieb zu nehmen. Vor allem das Entfernen der alten Fliesen war eine lärm- und staubbelastete Herausforderung, für die Timm Fliesen eine schwere Asphaltfräse nutzte. Üblicherweise wird sie im Straßenbau verwendet. "Auf eine andere Art und Weise hätten wir den straffen Zeitplan nicht einhalten können", sagt Hans-Jürgen Föhre, Bauleiter von Timm Fliesen. Die Fräse habe sich als vorteilhaftes Arbeitsgerät erwiesen, da sie den Belag bis zum Untergrund sauber aufnehme. In den Gussasphaltestrich verlegten die Elektriker notwendige Leitungen, die Öffnungen wurden anschließend mit einer Mischung aus Sakret-Grundier- und Mörtelharz des Typs EPG und Sakret-Quarzsand der Bezeichnung QS 0,2–0,7 mm verschlossen, grundiert und erneut abgesandet.

Bevor die Mitarbeiter die unterschiedlichen Formate verlegen konnten, mussten sie die Gesamtfläche sorgfältig ebnen. Einige der Schnellrestaurants und Cafés sind im Laufe der Zeit allerdings von der ursprünglichen Oberkante Fertigfußboden (OKF) abgewichen. Deshalb mussten die Verleger im mittleren Bereich faserarmierte Sakret-Holzdielenausgleichsmasse HDA bis 5 mm aufbringen, im äußeren Bereich verwendeten sie bis zu 10 mm Sakret-Leichtspachtelmasse LSM.

Um bei einer solch großen Fläche eine gleichbleibende Konsistenz zu gewährleisten, setze Timm Fliesen eine Putzmaschine ein. Mithilfe der Maschine konnten die Ausführenden die Reifezeit verringern und das Spachteln beschleunigen. Dennoch sahen sich die Mitarbeiter mit zwei technischen Problemen konfrontiert: Zum einen sind ein paar "Entspannungsrisse" im inneren Kreis entstanden. Diese sind aufgetreten, weil kühlere Spachtelmasse auf den 23 °C warmen Gussasphaltestrich aufgebracht wurde.

Um dieses Problem zu lösen, haben die Ausführenden die Bodenfliesen mit Sakret-"FLK S2 fresh", einem hochkunststoffvergüteten Fliesenkleber, verlegt. Zum anderen mussten die Mitarbeiter dafür sorgen, dass Kunden den äußeren Ring vor den Lokalen schnell wieder begehen konnten.

Daher habe sich Timm Fliesen gemeinsam mit Sakret dazu entschieden, die Zusammensetzung des Sakret-Grundier- und Mörtelharzes EPG so zu verändern, dass er schneller trocknet.

Die Labortechniker von Sakret haben dafür in kurzer Zeit verschiedene Zugaben des Epoxi-Beschleunigers EPB ausprobiert und ein passendes Mischverhältnis entwickelt. So konnten sie die Flächen bereits nach drei Stunden überarbeiten. Im herkömmlichen Verfahren hätte die Fläche 16 Stunden ruhen müssen.

"Nur durch diese neue Mischung war es überhaupt möglich, die fertigen Flächen bis zum frühen Morgen zu reinigen und abzudecken, bevor Gäste kamen", erläutert Frank Schade, Gebietsleiter Bautechnik West bei der Sakret Bausysteme GmbH & Co. KG. Nachdem diese Vorarbeiten erledigt und der Untergrund für die Fliesen vorbereitet war, verlegten die Timm-Fliesen-Mitarbeiter die verschiedenen Formate mit Sakret-Kristallin-Schnellkleber KSK hohlraumarm.

Durch die Zugabe von S2-Anmachflüssigkeit ist ein verformbarer, schnell härtender und schnell trocknender Kleber entstanden, teilt der Hersteller mit. Den Kleber mischten die Mitarbeiter in Fließbettkonsistenz an und trugen ihn ebenso auf.

Wie im oberen Bereich der "Coca-Cola-Oase" setzten die Ausführenden die Edelstahlschienen zur Feldbegrenzung und schlossen die Fugen mit Sakret-"Colorflexfuge CFF elegance" ab. "Wir sind wirklich stolz darauf, dass es uns gelungen ist, die vielen verschiedene Formate unter diesen engen zeitlichen Bedingungen bei laufendem Geschäftsbetrieb zu verlegen", betonte Bauleiter Föhre. "Dieser Auftrag war wirklich ungewöhnlich."

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