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Frankfurter Bankenviertel

Starke Krane für enge Hochhauslücke eingesetzt

Montage des Wolff-Cityportals, das mit 6,2 x 6,2 m Innenmaß und 4,5 m Durchfahrtshöhe für den freien Verkehrsfluss sorgt.

Heilbronn (ABZ). – Die Frankfurter Skyline bekommt neuen Schwung: Seit Anfang des Jahres wächst im Bankenviertel der "OMNITURM" in die Höhe. An dem Hochhaus mit dem charakteristischen Knick in der Mitte stehen seit dem Frühjahr zwei Wolffkrane. Besonders die platzsparende Arbeitsweise und hohe Tragfähigkeit der Wipper überzeugten die Baufirma Adolf Lupp GmbH bei dem komplexen Projekt auf engstem Raum. Bereits die Montage der Krane mitten in der stark frequentierten Innenstadt war für das gesamte Baustellenteam eine besondere Herausforderung.

Um Verkehrsbehinderungen möglichst zu vermeiden, wurden der Wolff 355 B Wipper mit 55 m Ausladung und der Wolff 6031.8 clear Laufkatzkran mit 32,5 m Ausladung jeweils am Wochenende aufgestellt. Schon die Planung des aufwendigen Vorhabens erforderte mehrere Termine zwischen Wolffkran, der Baufirma Lupp, den Autokranvermietern und der örtlichen Bauleitung. "Die Baustelle ist umrahmt von vielbefahrenen Straßen und engbebauten Grundstücken mit Hochhäusern. Da ist allein die Baustelleneinrichtung ein technisches und logistisches Großprojekt", sagt Thomas Odenbreit, Vertrieb Deutschland bei Wolffkran.

Der 355 B steht auf einem 6,2 x 6,2 m großen Wolff-Cityportal, unter dem während der Bauarbeiten der Verkehr durchfließen kann. Für die Montage waren sechs Monteure und drei Autokrane auf der Baustelle. Für die Montage des Portals, der ersten drei Turmelemente und zum Auflegen des Zentralballastes kam ein 160 t-Autokran zum Einsatz. Das Ballastieren wurde durch einen 30 t-Autokran unterstützt. Parallel wurden die Turmspitze und der Gegenausleger abgeladen und für die Montage vorbereitet. Am Abend war dann alles bereit für den 350-Tonner mit Wippspitze, welcher in der Nacht aufbaute und den 355 B auf 64 m Turmhöhe fertig montierte. Der 6031.8 clear Laufkatzkran mit einer Hakenhöhe von 61 m wurde kurz nach dem Wipper aufgebaut. "Im Sommer wird der 6031.8 einen zweiten Wolff 355 B Wippkran soweit aufbauen, dass nur noch für die Turmelemente und das Drehteil ein Autokran benötigt wird. Der neu aufgestellte Wipper wird dann wiederum den 6031.8 clear demontieren. In beiden Fällen werden Montagekrane und somit Kosten für den Kunden eingespart", erläutert Odenbreit.

Die beiden 355 B-Wipper werden nach und nach mit dem Gebäude bis auf eine Turmhöhe von 184 m mitwachsen. Durch ihre fast senkrechte Auslegerstellung und die nur 6,6 m langen Gegenausleger sind sie für die beengte Baustelle die idealen Arbeitstiere und können an den Nachbarbauten sowie dem spitzenlosen Wolff 6031.8 clear vorbeischwenken. Mit ihren hohen Traglasten von 8,5 (6031.8) und 14 t (355 B) werden "die Wölffe" für das Heben von Baumaterial und Fertigbauteilen verwendet. "Die teilweise über 12 t schweren Unterzüge – Betonträger für Decken und Wände – heben später die beiden Wipper sogar in Teamwork mit einem sog. Tandemhub", erklärt Odenbreit und fügt hinzu: "Es werden somit keine leistungsstärkeren Krane benötigt. Das ist für den Kunden die effizienteste Lösung."

Durch die spezielle Gebäudeform mit der seitlich verschobenen Fassade in der Mitte müssen die Krane rd. 10 bis 12 m statt der üblichen 5 bis 6 m vom Gebäude entfernt stehen. Das stabile Turmsystem HT 23 ermöglicht es, dass die Wipper trotz ihrer finalen Turmhöhe von über 180 m mit nur jeweils vier Abspannungen auskommen. "Mit einem Außenmaß von 2,30 m ist das HT 23 so stark und stabil wie ein Turmsystem mit 2,50 m Außenmaß, dabei aber schlanker und somit bestens geeignet für die enge Hochhausbaustelle", so Odenbreit.

Mit der für 2019 geplanten Fertigstellung des 45-stöckigen "Hochhauses mit Hüftschwung" darf Frankfurt am Main einen neuen Superlativ für sich verbuchen: Es verfügt dann über die einzige Straßenkreuzung in Europa, bei der an jeder der vier Ecken ein Hochhaus steht. Eines davon, der Taunusturm, wurde zwischen 2011 und 2014 ebenfalls mit vier Wolffkranen errichtet. Die Erfahrung des Unternehmens auf beengten innerstädtischen Baustellen sowie die Marktführerschaft im Bereich Wippkrane waren auch die entscheidenden Aspekte für das Bauunternehmen Lupp, bei dem Wolkenkratzerprojekt auf Wolffkran zu setzen. Innerhalb des letzten Jahres stockte Lupp seinen Fuhrpark um drei Krane des Herstellers auf. Zwei Lupp-eigene Wolff-Krane kommen in Kürze auf der Baustelle des sog. "T-Rex Towers" auf der Frankfurter Senkenberganlage zum Einsatz.

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