Gutachten

Fehmarnbelt-Tunnel nicht wirtschaftlich zu betreiben

Hamburg (dpa). – Der geplante Tunnel unter dem Fehmarnbelt zwischen Deutschland und Dänemark ist nach Einschätzung der Beratungsfirma DIW Econ nicht wirtschaftlich zu betreiben. Die Verkehrsprognosen und die Erlöse der Betreiber seien deutlich zu hoch angesetzt, heißt es in einem Gutachten im Auftrag der Fährreederei Scandlines, die sich gegen den Bau des Tunnels wehrt. Die geschätzten Kosten von zuletzt 7,4 Mrd. Euro ließen sich nicht durch Einnahmen aus der Tunnelmaut refinanzieren. 

Die staatliche dänische Projektgesellschaft Femern A/S, die für den Bau des Tunnels verantwortlich ist, widersprach den Angaben. "Die finanzielle Situation des Fehmarnbelt-Tunnels ist gesichert", schrieb Finanzdirektor Allan Christensen in einer E-Mail an die Deutsche Presse-Agentur in Kopenhagen. Das sei in der Finanzanalyse für das Projekt dokumentiert, die von internationalen Wirtschaftsprüfern im Auftrag des dänischen Verkehrsministeriums durchgeführt worden sei. "Alles wurde geprüft und veröffentlicht." Der Tunnel könne nach den bisherigen Plänen in 36 Jahren abbezahlt sein. Scandlines will seine Fährlinien, die für den Tunnel eine Konkurrenz darstellen, auch nach dem Bau der Unterführung in kleinerem Maßstab weiter betreiben. Der Tunnel unter der etwa 18km breiten Meerenge soll nach den letzten Prognosen 2028 fertig werden.

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