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Hamburg Airport

Hauptvorfeld von Grund auf erneuert

Modernisierung und Sanierung

Das 330 000 m² große Hauptvorfeld des Hamburger Flughafens wird grundhaft erneuert.

Hamburg (ABZ). – Die Flughafen Hamburg GmbH in Norddeutschland hat sich entschieden, das Hauptvorfeld des internationalen "Hamburg Airport" grundhaft zu erneuern. Das Planungs- und Ingenieurbüro Dorsch International wurde mit den Planungsarbeiten betreffend Bauoberleitung und -überwachung beauftragt. Die Sanierung erfolgt in zehn aufeinander folgenden Bauphasen und wird 2020 abgeschlossen sein. Den Flughafen Hamburg gibt es seit über 100 Jahren, er ist der älteste und fünftgrößte Flughafen Deutschlands. Er liegt relativ zentral, sprich keine 10 km nordwestlich der Stadtmitte Hamburgs. 

In den vergangenen fünf Jahrzehnten sind über 6 Mio. Flugzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 290 Mio. t über das Hauptvorfeld gerollt. Letztes Jahr nutzten fast 16 Mio. Passagiere den internationalen "Hamburg Airport", das entspricht einem Wachstum von fast 6 % im Vergleich zum Vorjahr – Tendenz steigend. Nun steht die grundhafte Erneuerung des Hauptvorfelds an. Das Hauptvorfeld ist das Herzstück eines jeden Flughafens und liegt in unmittelbarer Nähe der Terminals, an denen Fluggäste an Bord gehen. Auf dem Vorfeld werden bspw. Maschinen betankt und neu beladen; Tankfahrzeuge, Busse, Kontrollwagen und rollende Fahrgasttreppen schieben sich aneinander vorbei. Das alles hinterlässt über die Jahre Spuren, deshalb hat man sich nun für eine "grundhafte Erneuerung" des 330 000 m² großen Hauptvorfeldes entschieden, was in etwa der Größe von 46 Fußballfeldern entspricht.

Unter "grundhafter Erneuerung" versteht man, dass alle erdverlegten Leitungen der Ver– und Entsorgung, wie z. B. Stromversorgung, IT, Löschwasserleitungen und Regenwasserkanäle neu geplant und verlegt werden. Die modernen Kanäle gewährleisten bspw., dass sich Grundwasser und Regenwasser nicht vermischen. Flugzeug-Rollbahnen und -Stellplätze erhalten eine neue Flächenbefestigung in Asphalt– und Betonbauweise.

Zusätzlich soll auf dem Vorfeld ein neues Verkehrssystem eingeführt werden. Bisher galt eine Art Einbahnstraßen-System; d. h. von der Vorfeldkontrolle geführt, rollen die Flugzeuge auf insgesamt drei Spuren zu ihren Parkpositionen oder direkt zur Startbahn. Das neue Verkehrssystem sieht vor, dass die Spuren künftig teilweise in zwei Richtungen berollt werden, also auch gegenläufig. Diese Maßnahmen verbessern die Logistik und sorgen für eine höhere Effizienz. Z. B. verkürzen sich die Umlaufzeiten der Flugzeuge durch die verbesserte Flächenausnutzung.

Ganz konkret heißt das für den Fluggast, dass man weniger Zeit für das Rollen zu den Abflugpositionen benötigt. Das ist auch gut für die Umwelt und bedeutet weniger Triebwerkslärm sowie weniger CO2-Emissionen. Zudem soll das Vorfeld das moderne Leitsystem "Follow the Greens" erhalten: Hierbei weisen in den Boden eingelassene grüne Lichtreihen den Piloten den Weg zum Start oder der richtigen Parkposition. Der offizielle Startschuss fiel im März in Form eines symbolischen "Meißelschlags". Die erste Bauphase umfasst nun rund 59 000 m² im südlichen Vorfeld- und Terminalbereich und dauert voraussichtlich bis Ende Juli 2016.

Zu den Projektleistungen von Dorsch International gehören u. a.:

  • Prüfung Ausführungsplanung
  • Bauoberleitung
  • Örtliche Bauüberwachung


"Die Herausforderung besteht hauptsächlich darin, die Maßnahmen so zu planen und baulich zu realisieren, dass unter laufendem Betrieb die Auswirkungen auf den Flugverkehr so gering wie möglich bleiben", so Georg Ginter, Projektleiter Airports bei Dorsch.

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