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Hessens Architektenkammer will Verbot von Styropor-Dämmungen

Frankfurt/Wiesbaden (dpa). - Hessens Architekten fordern von der Landesregierung ein generelles Verbot von Styropor-Dämmungen bei Gebäuden ab einer Höhe von sieben Metern. Erfahrungen zeigten, dass wegen des entflammbaren Polystyrols bei Bränden das Retten von Menschen in höheren Gebäuden schwierig werden könne, begründete die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) ihre Ansicht. Seit dem Feuer im Londoner Grenfell Tower mit mindestens 80 Toten wird erneut über die Brandgefahr der mit Polystyrol gedämmten Fassaden diskutiert. Dieser Kunststoff wird auch in Deutschland vielfach beim Dämmen verwendet. Allerdings darf hierzulande Polystyrol nur bei Häusern bis maximal 22 m verbaut werden. Bei Hochhäusern ist der ausnahmslose Einsatz nicht-brennbarer Wirkstoffe zwingend. Die AKH fordert in der neuen Hessischen Bauordnung (HBO) jetzt aber ein Verbot ab Gebäudeklasse 4 - das würde ab einer Höhe von 7 m gelten. In Deutschland sind für den Brandschutz die Bundesländer zuständig. Die HBO wird derzeit novelliert. 

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