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IG Bau fordert

5,3 Prozent mehr Geld für Baubeschäftigte

Frankfurt am Main (ABZ). – Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert 5,3 Prozent mehr Lohn und Gehalt für die rund 890 000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe. Zudem soll das Modell für die Entschädigung der Wegzeiten, also der langen und meist unbezahlten Fahrten zur Baustelle, weiterentwickelt werden. Auch die Löhne, die im Osten von Deutschland bezahlt werden, müssen nach den Vorstellungen der Gewerkschaft den Westeinkommen angeglichen werden.

Dieses Forderungspaket hat die Bundestarifkommission nach intensiver Diskussion jüngst mit großer Mehrheit aufgestellt. Mit 143 Milliarden Euro habe die Bauwirtschaft im vergangenen Jahr eine Umsatzsteigerung von 6 Prozent erzielt, das seien zudem 77 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Und die Kurve nach oben werde immer steiler: Laut Ifo-Geschäftsklimaindex vom vergangenen Monat sei für das Bauhauptgewerbe insgesamt mit einem Plus von 2,3 Prozent zu rechnen, dem höchsten Wert seit einem Jahr.

"Von der allgemeinen Corona-Krise ist im Bausektor nichts, aber auch gar nichts zu spüren. Da ist es nur recht und billig, wenn die Arbeiterinnen und Arbeiter auch ein Plus auf ihrem Lohnzettel sehen", sagt IG-BAU-Vorstandsmitglied und Verhandlungsführer Carsten Burckhardt. "Der Bau ist eine zentrale Stütze der Konjunktur, er ist Job-Motor und erlebt seit mehr als zehn Jahren einen beispiellosen Boom. Damit das so bleibt, müssen die, die diesen Boom tragen, auch entsprechend entlohnt werden."

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