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Lissmac

Hybrid-Technologie im Fokus

Lissmacs Hybrid-Fugenschneider.

Bad Wurzach (ABZ). Es sind Schlagwörter wie CO2-Einsparung, Ressourcenschonung, Kosteneffizienz, Unterhalts- und Wartungskosten, die Lissmac zu Überlegungen und Entwicklung im Bereich Hybridtechnologie veranlasst haben. Vorteile, die für die Entwicklung eines Hybrid-Fugenschneiders sprechen, gibt es laut Unternehmen einige. Der Wirkungsgrad eines diesel-elektrisch betriebenen Fugenschneiders sei wesentlich höher als ein diesel-hydraulisch betriebener Fugenschneider, somit könne als Dieselantriebsmotor eine Leistungsstufe kleiner verwendet werden, um die gleiche Abtriebsleistung an der Schneidwelle zu erzielen. Durch die Verwendung des 55-kW-Motors könne auf eine aufwändige Abgasnachbehandlung mittels Add-Blue verzichtet werden. Durch eine Reduktion der Dieselmotor-Antriebsleistung reduzieren sich Verbrauch und Kosten. Selbst externe Verbraucher kämen in den Genuss elektrischer Energie, durch das Motor-Generator Prinzip, welches dem Fugenschneider ermögliche Strom zu generieren.

Die Reaktionszeiten elektrischer Komponenten gegenüber hydraulischen Komponenten seien kürzer und ermöglichten ein besseres Regelverhalten und machten die Anwendung einfacher für den Anwender. Um diese Effekte zu erzielen und den Fugenschneider darauf auszulegen, wurde laut Lissmac die z. B. im Schiffsbau verwendete Hybrid-Technologie an die Bedürfnisse angepasst. Hierfür wurde die verwendete Hydraulik, durch elektrische und elektronische Komponenten ersetzt, welche einen höheren Wirkungsgrad aufwiesen. Ein zusätzliches Flüssigkeitskühlsystem realisiere eine hohe Lebensdauer der Bauteile. Die Hybrid-Studie der Fa. Lissmac ersetzt mit ihren 55-kW- einen gleichwertigen 75-kW-Hydraulikfugenschneider, bei verbesserter Kosteneffizienz und flexibleren Einsatzmöglichkeiten. Somit könne der Hybrid als reiner Elektrofugenschneider auch im Indoorbereich mit bis zu 39 kW (elektrisch) verwendet werden. Durch den Generatorbetrieb sei es möglich, auch andere Baugeräte zu betreiben. Lissmac entwickelte einen Diesel-Elektrischen Fugenschneider, der laut eigenen Angaben nahezu die Hydraulik aus der Fugenschneidtechnik verbannen kann. Konkret elektrifiziert wurden folgende Bestandteile. Sägeschneidkopf: Der elektrische Sägeschneidkopf sei insgesamt leichter regelbar und verfüge darüber hinaus über eine besonders hohe Laststeifigkeit.

Antrieb: Die Elektroantriebe ermöglichen laut Unternehmen eine vollständig unabhängige Versorgung und Steuerung der Antriebsräder voneinander, wodurch die Drehzahl jedes Rades regelbar ist. Wenn das Fahrzeug Kurven fährt, wird die Geschwindigkeit der äußeren Räder automatisch erhöht, um die Antriebe, Reifen bzw. den Untergrund zu schonen.

Absaugung: Die komplett elektrisch angetriebene Absaugung verbraucht durch den besseren Wirkungsgrad weniger Antriebsleistung. Zudem kann die Drehzahl der Absaugturbine an die benötigte Absaugleistung bzw. den Einsatzfall angepasst werden und verbraucht daher nur so viel Energie wie tatsächlich notwendig.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 15/2019.

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