Anzeige

Material bleibt weiter knapp

Baubranche macht gute Geschäfte

Wiesbaden (dpa). – Die deutsche Baubranche hat im August erneut gute Geschäfte gemacht. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe stieg um 8,5 Prozent gemessen am Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt jetzt nach vorläufigen Zahlen mitteilte.

Die Zahl der Beschäftigten wuchs um 1,3 Prozent. Unter den umsatzstärksten Zweigen im Bauhauptgewerbe stiegen die Umsätze bei Abbrucharbeiten und vorbereitenden Baustellenarbeiten mit gut 25 Prozent besonders stark, während es im Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau mit plus 2,2 Prozent den geringsten Zuwachs gab. Über die ersten acht Monate des Jahres fällt die Bilanz aber magerer aus, so die Wiesbadener Behörde. Von Januar bis August lag der Umsatz im Bauhauptgewerbe nur um 0,2 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, da das erste Halbjahr recht schwach ausgefallen war. Unterdessen machen Lieferprobleme bei Baumaterialien der Branche weiter zu schaffen, wie das Münchner ifo-Institut mitteilte. Baufirmen rechneten mit Nachschubproblemen bis ins Frühjahr 2022, berichteten die Wirtschaftsforscher nach einer Umfrage aus dem Oktober.

Demnach glauben die Branchenunternehmen, dass Lieferprobleme im Schnitt noch fünf Monate dauerten. Zugleich meldeten im Hochbau 38 Prozent der Betriebe Beeinträchtigungen durch Lieferverzögerungen, im September waren es 36,3 Prozent. "Die Entspannungstendenz der Vormonate setzte sich im Hochbau nicht fort", sagte ifo-Forscher Felix Leiss. Etwas Besserung gab es indes im Tiefbau. Die Baustoffindustrie spüre die starken Preisanstiege der vergangenen Monate. Das setze besonders den Hochbau unter Druck, so das ifo-Institut. Viele Betriebe planten Preiserhöhungen.

Ausgewählte Unternehmen

Die Anbieterprofile sind ein Angebot von llvz.de
Anzeige

Weitere Artikel