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Mit Latentwärmespeicher

Neue Gipsplatte gewährleistet angenehme Raumtemperatur

BASF, Baustoffe

Beim Bau des "LuMit" in Ludwigshafen, wurden Gipsbauplatten mit dem Latentwärmespeicher Micronal PCM verwendet.

LUDWIGSHAFEN (ABZ). - Hohe Temperaturen und Sonnenschein machen deutlich: Der Sommer ist da. Doch warmes oder gar heißes Sommerwetter bringt auch Probleme mit sich. Die Innenräume von Gebäuden etwa können sich stark aufheizen, was das Wohlbefinden sowie die Leistungsfähigkeit der Menschen beeinträchtigt. Mit den Bauprodukten auf Basis von Micronal PCM bietet BASF hier eine Alternative oder Ergänzung zu stromverbrauchenden Klimaanlagen. Mit der Gipsplatte "Comfortboard 23" des Bausystem-Herstellers Knauf wurde jetzt ein neues anwendungsfertiges Bauprodukt in den deutschen Markt eingeführt, das auch weltweit verfügbar ist.

Bei steigender Temperatur wird Micronal PCM in der Platte aktiv. Das mikroverkapselte Phasenwechselmaterial absorbiert und speichert überschüssige Wärme bedarfsgerecht, wodurch die Raumtemperatur länger im Wohlfühlbereich bleibt. Hierfür sorgt der Paraffinwachs-Kern der mikroskopisch kleinen Micronal PCM-Polymerkapseln. Dieser schmilzt bei einer Temperatur um 23 °C, wodurch Wärme aufgenommen und der Temperaturanstieg des Raumes verhindert wird. Sinkt die Raumtemperatur wieder, z. B. in der Nacht durch Lüftung, wird die gebundene Wärme wieder freigesetzt. Der Kern des Latentwärmespeichers Micronal PCM kühlt ab, erstarrt und ist bereit, am folgenden Sommertag die nächste Temperaturspitze aufzunehmen.

Micronal PCM ermöglicht dadurch ein intelligentes Temperaturmanagement – ohne den Einsatz von energie- und wartungsintensiven Klimageräten. Auch eine Systemkombination aus Klimaanlage und Latentwärmespeicher ist möglich. In diesem Fall kann ein wesentlich kleineres Klimagerät verwendet werden.

"Gipsplatten sind Standardbaumaterialien, die bei nahezu allen Bauvorhaben, egal ob Neubau oder Sanierung, zur Beplankung von Decken, Dachschrägen und Wandsystemen zum Einsatz kommen. Bei der Verwendung von Platten auf Basis von Micronal PCM entstehen somit weder Mehraufwand noch zusätzliche Installationskosten bei der Verarbeitung. Jedoch wird die Speicherfähigkeit des Gebäudes deutlich erhöht, was einen wichtigen Beitrag zum sommerlichen Wärmeschutz darstellt", erläutert Marco Schmidt, Leiter Business Management Micronal PCM bei BASF.

Aufgrund seiner geringen Teilchengröße kann Micronal PCM mitsamt seinem La-tentwärmespeicher-Effekt in nahezu alle Baustoffe – neben Trockenbauplatten bspw. auch Innenputze – eingearbeitet werden. BASF setzt das Produkt bei seinen eigenen Bauprojekten ein. Zuletzt kamen Trockenbauplatten auf Micronal PCM-Basis bei der Errichtung des "LuMit", des Mitarbeiterzentrums für Work-Life-Management am Standort Ludwigshafen, als Teil des Kühlkonzeptes zum Einsatz.

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