Nach Kernsanierung

Fabrikgebäude bietet besonderes Flair

Bisotherm Seilsäge Betonbohren und -sägen
Alle Maßanpassungen beim Mauern wurden mittels Steinsäge ausgeführt. So wird auch die integrierte Dämmung des hochwärmedämmenden Bisomark akkurat geschnitten. Foto: Thews

HEPPENHEIM (ABZ). - In behutsamen Schritten ließ Initiator und Investor Heinz Thews das gesamte Fabrikgebäude aus dem 20. Jahrhundert in kleinen Schritten kernsanieren. Nach rund zwei Jahren Bautätigkeit befinden sich die 16 Wohnungen in der aktiven Vermarktungsphase. Thews wirbt mit dem besonderen Flair und dem außergewöhnlichen Komfort, den er in dem ehemaligen Fabrikgebäude geschaffen hat. Es ist nicht nur die Lage am Südhang des Schlossbergs mit Blick auf die Heppenheimer Altstadt und die Kirche Sankt Peter, sondern auch das Konzept der Wohnanlage, die er sich gemeinsam mit dem Heppenheimer Architekten Wido Eisermann geplant und umgesetzt hat.Die Bewohner erreichen das Gebäude von der Siegfriedstraße aus über eine Zufahrt, die ebenerdig auf das innen liegende Parkdeck führt, das bis zur Umgestaltung das Erdgeschoss der Fabrikanlage war. Von dieser Ebene aus erreichen die Bewohner über den zentralen Lift und über die beiden Treppenhäuser die weiteren Etagen. Hier liegen die Lofts, Wohnungen mit großflächigen Verglasungen und großzügiger Raumaufteilung mit lichten Raumhöhen bis zu 3,70 m. Vier dieser Lofts sind als Maisonette-Wohnungen ausgeführt und alle Einheiten verfügen über großzügige Terrassen. Auf der Gebäuderückseite ist so der Übergang zum Schlossberghang in greifbarer Nähe. In der "Wohnfabrik" werden weitere fünf Wohnungen und Appartements, drei Penthäuser und eine Hausmeisterwohnung angeboten. Insgesamt bietet das außergewöhnliche Wohnhaus 2100 m² Wohnfläche.Das Nutzungskonzept entwickelte Thews gemeinsam mit dem Heppenheimer Architekten Wido Eisermann. Noch bevor die eigentliche Planung begann, wurden das Bauamt und die Denkmalbehörde kontaktiert und in die Umplanung einbezogen, so dass die Pläne schließlich den behördlichen Segen erhielten. Entscheidende Parameter der Genehmigung waren die Einhaltung der Energieeffizienzrichtlinien, so dass alle Einheiten die KfW-Effizienzstufe 70 einhalten sowie der Einsatz ökologischer Baustoffe. Nach dem Entkernen wurden alle tragenden Innenwände und Außenwände mit Produkten von Bisotherm erstellt.Bei der Baustellenführung im Spätsommer 2012, die Heinz Thews gemeinsam mit Wido Eisermann anführte, war die Leidenschaft, mit der der Bauherr das Projekt managt, zu spüren. Mit leuchtenden Augen führte er durch den Rohbau und machte dabei die beschäftigten Bauhandwerker auf anstehende Detailausführungen aufmerksam. Obwohl sich der 68 Jahre alte Maschinenbauer im (Un-)Ruhestand an ein für ihn völlig neues Betätigungsfeld heranwagte, kann er auch auf dem neuen Gebiet seine Erfahrungen als Manager nutzen. Stress mit Behörden, Fachplanern und Handwerkern kennt Thews nicht. Auch kurz vor der Fertigstellung ist er täglich auf der Baustelle und freut sich, dass er ein Stück zur Entwicklung von Heppenheim beitragen kann, um das Viertel in der Heppenheimer Vorstadt nach einer wechselvollen Industrie-geschichte zu einem stilvollen Quartier zu entwickeln. "Wir vernichten nichts, sondern bewahren das historische Fabrikensemble", sagte Thews anlässlich der Baustellenführung.Bei der Vermarktung wird bspw. mit einem kalkulierten Hausgeld von nur 2,27 Euro pro m² inklusive der Hausmeistervergütung und Gebäudereinigung geworben. Diesen niedrigen Nebenkosten führt Thews auf die ausgewählten Massivbaustoffe aus dem Hause Bisotherm, die fürsorgliche Bauausführung und die gewählte Gebäudetechnik zurück.Auch bei der komplexen Thematik der Bauphysik ging Thews auf Nummer sicher. Gemeinsam mit Eisermann ließ er sich für die Werkplanung von der Technikabteilung der Bisotherm GmbH eingehend beraten. So konnten die Flur- und Treppenhauswände weitestgehend aus Sichtmauerwerk ausgeführt werden. Zum einen verleiht das dem Gebäude einen ganz besonderen Stil und zum andern ist gleichzeitig mit einfachsten Mittel die Raumakustik verbessert, denn die haufwerksporige Oberfläche dieses Wandbaustoffes wirkt sich nachweislich positiv auf die Schallabsorption aus. Um die Anforderungen des erhöhten Schallschutzes zu erfüllen, wurden in den Treppenhäusern und für die Wohnungstrennwände spezielle Mauersteine eingesetzt, die aufgrund ihrer hohen Masse und besonderen Struktur hohe Schallschutzwerte aufweisen. So wurden zur sicheren Erfüllung des erhöhten Schallschutzes für die Wohnungstrennwände 17,5 Normaplan 4/0,9 12 DF verwendet und für die Innenwände zu den Fluren der 17,5 Bisophon 12/2,0 6 DF eingebaut. Bei den Treppenhauswänden in Sichtmauerwerk musste der Stein ohne Putzzuschläge die geforderten Schallschutzwerte erbringen. Auch deshalb setzte der bauleitende Ingenieur Eisermann auf Bisophon.Für die Außenwände wurde durchgehend der Bisomark in der Mauerwerksdicke 36,5cm (0,075 1,6/0,35 U-Wert 0,19) eingesetzt. Auch bei den "aufgesetzten Penthäusern" kam der Bisomark aufgrund seiner ausgewogenen Eigenschaften hinsichtlich Wärmedämmung, Wärmespeicherung und Lastabtragung zum Einsatz.

ABZ-Stellenmarkt

Relevante Stellenangebote
Land- & Baumaschinen- mechatroniker (m/w/d), Luhe-Wildenau  ansehen
Leitung (d/m/w) der Fachgruppe Straßen und..., Buxtehude  ansehen
Sachbearbeiter*in Gewässerbau in der Abteilung..., Giessen  ansehen
Alle Stellenangebote ansehen

Ausgewählte Unternehmen
LLVZ - Leistungs- und Lieferverzeichnis

Die Anbieterprofile sind ein Angebot von llvz.de

ABZ-Redaktions-Newsletter

Freitags die aktuellen Baunachrichten direkt aus der Redaktion.

Jetzt bestellen