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Nachfrage nach kompakten Baumaschinen wird weiter steigen

Von Martin Lehner, CEO der Wacker Neuson Group, München

Die Wacker Neuson Group startet zuversichtlich ins neue Jahr. Und wir blicken zufrieden auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. Ein absolutes Highlight war die bauma 2019. Mit unserem Messeauftritt konnten wir die Besucher unseres Stands "elektrifizieren" und für unsere zero-emission-Produkte begeistern. Neue Baumaschinen und -geräte, aber auch digitale Lösungen standen am Stand von Wacker Neuson und Kramer im Vordergrund, und es gab viele Gelegenheiten, mit Kunden und Interessenten über die Zukunft der Branche zu diskutieren.

Auch in diesem Jahr haben wir unsere "Strategie 2022" konsequent verfolgt. Drei Säulen – Fokussierung, Exzellenz und Beschleunigung – bilden die Grundlage für unser Handeln. Der Kunde steht dabei stets im Zentrum. So konnten wir die für 2019 gesteckten Umsatzziele erreichen und in allen Regionen stetig Marktanteile gewinnen. In Europa haben wir deutliche Zuwächse bei Baggern, Dumpern, Radladern, Teleskopladern und in der Verdichtungstechnik erzielt. In der Landwirtschaft verzeichnen wir mit den Marken Kramer und Weidemann anhaltend überproportionales Wachstum. Auch global betrachtet entwickeln wir uns positiv weiter.

In unserem 2018 eröffneten Werk in Pinghu, China werden Minibagger und Baugeräte produziert. Aufgrund des steigenden Bedarfs an verbesserter Infrastruktur sowie aufgrund des Ausbaus und der Modernisierung des Straßen- und Schienennetzes wird die Nachfrage nach unseren kompakten Baumaschinen weiter steigen. Unser erklärtes Ziel für 2020 ist es, hier stabil zu wachsen. Ein Baustein dafür ist unsere OEM-Partnerschaft mit John Deere für den Vertrieb von Mini- und Kompaktbaggern unter der Marke "Deere" in China, Australien und ausgewählten südostasiatischen Ländern, die in diesem Jahr sehr erfolgreich angelaufen ist. In Nordamerika wachsen wir insbesondere im Bereich Baustellentechnik mit Generatoren und Lichttürmen, aber auch mit unseren aus Europa importierten Kompaktmaschinen.

Für 2020 erwarten wir weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung und wollen weitere Marktanteile gewinnen. Mit unseren zero-emission-Produkten sind wir Vorreiter für emissionsfreie Baugeräte und Kompaktmaschinen. Durch den stetigen Ausbau unserer Produktpalette können wir schon heute alle Produkte, die für eine typische innerstädtische Baustelle benötigt werden, als emissionsfreie Maschinen und Geräte anbieten. Zu den Neuzugängen in 2019 gehörten der Elektro-Dumper DW15e, eine zusätzliche akkubetriebene Vibrationsplatte, ein weiterer Akkustampfer sowie der akkubetriebene Innenrüttler ACBe für die Betonverdichtung. Außerdem bereiten wir gerade die Markteinführung des vollelektrischen Minibaggers EZ17e für das Frühjahr 2020 vor. Auch im kommenden Jahr wird die Entwicklung weiterer zero-emission-Produkte einen großen Stellenwert haben. Dabei bestätigen uns verschärfte Emissionsvorgaben und die steigende Nachfrage nach emissionsfreien Lösungen in unserem Vorhaben.

Auch unsere Dual-View-Dumper waren ein Innovationshighlight in diesem Jahr. Die Entwicklung fand in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden im Rahmen sogenannter "Voice-of-Customer"-Veranstaltungen statt, um die Kundenbedürfnisse und täglichen Herausforderungen auf der Baustelle von Anfang an zu berücksichtigen und die Entwicklung konsequent daran auszurichten. Das Ergebnis ist durchwegs positiv: In klassischen Dumpermärkten wie Großbritannien wird der Dumper mit drehbarem Fahrerstand sehr gut angenommen, da der Fahrer durch eine 180-Grad-Drehung der gesamten Bedien- und Sitzkonsole die Arbeitsumgebung stets voll im Blick hat, was für erhöhte Sicherheit auf der Baustelle sorgt. Außerdem ist zeitaufwendiges Wenden und Rangieren nicht mehr nötig – die Arbeit mit dem Dumper wird somit noch effizienter. Aber auch in Deutschland bekommen wir sehr positive Rückmeldungen auf die Dual-View-Maschinen. Für 2020 rechnen wir damit, dass unsere Dual-View-Dumper international weiter an Bedeutung gewinnen werden.

Der digitale Wandel und die Geschwindigkeit, mit der sich technologische Trends weiterentwickeln, bieten uns viele Chancen. In diesem Jahr haben wir zahlreiche Digitalisierungsinitiativen und digitale Dienstleistungsangebote vorangetrieben. Dazu gehören beispielsweise die Telematiklösung EquipCare, die wir erfolgreich umgesetzt haben. Zudem ist im Herbst 2019 eine Pilotphase der Wacker Neuson OnSite Box gestartet: Die Mietlösung, ein mit verschiedenen Mietmaschinen bestückter Container, ermöglicht es Kunden, Baumaschinen und -geräte einfach und flexibel und je nach Bedarf anzumieten. Darüber hinaus arbeiten wir unter dem Stichwort "Smart Factory" an Lösungen, um unsere Produktion zu optimieren. Dazu zählt beispielsweise der Einsatz von Assistenzsystemen in der Montage, Fertigung und Intralogistik, um Fehler zu minimieren und dem Bediener die Arbeit zu erleichtern. Außerdem sind wir in eine Kooperation mit der Tabakfabrik Linz gestartet, einem der größten Zentren für Start-ups und Innovationen in Österreich. Hier werden sich nächstes Jahr unsere Entwickler mit anderen kreativen Köpfen zu innovativen und technologischen Trends austauschen.

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