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Neuentwicklung vom VDMA und dem Fachverband Betonbohren und -sägen

Roll-out des werkzeuglosen Bohrkronenanschlusses gestartet

Der werkzeuglose Bohrkronenanschluss – hier in einer Detail-Aufnahme zu sehen.

Darmstadt (ABZ). – Im Mai 2018 startete die Markteinführung des neu entwickelten werkzeuglosen Bohrkronenanschlusses PQ6, dessen Prototyp vor gut einem Jahr auf der Fachmesse BeBoSa seine Weltpremiere feierte. Die technische Innovation in Form eines 6-fach-Polygonprofils wurde auf Initiative und mit Unterstützung des Fachverbandes Betonbohren und -sägen in Kooperation mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) entwickelt. Sie ermöglicht die Montage und Demontage einer Bohrkrone an der Maschine per Hand ohne Einsatz von Werkzeug. Der Name PQ6 steht für "Polygon", "Quick" – im Sinne von schneller Handhabung – und "6-fach". Die neue Technologie steht allen Herstellern von Maschinen und Bohrkronen patentfrei zur Verfügung. Federführend für den Start der Markteinführung ist die Dr. Schulze GmbH. Geschäftsführer Dr. Reiner Schulze bündelte die Nachfrage der Hersteller und Anwender und gab eine erste Auflage des Bohrkronenanschlusses in Serienproduktion.

"Es gibt nicht viele Anbieter, die dieses technisch anspruchsvolle Produkt nach unseren Qualitätsvorgaben produzieren können", erklärt Dr. Schulze. "Dennoch war es erklärtes Ziel, die anstehende Markteinführung mit einem günstigen Preis zu realisieren. Dank des zentralen Einkaufs ist uns dies gelungen." Zum Produktportfolio zählt sowohl der Anschluss, mit dem neue Bohrkronen ausgestattet werden, als auch ein Adapter, der die Nutzung alter Geräte ermöglicht. Die Bohrkronenanschlüsse sind jetzt verfügbar, vorab bestellte Ware wird schon ausgeliefert. Darüber hinaus bieten erste Hersteller bereits Maschinen mit dem neuen Anschluss an. "Jetzt gilt es auch für die Fachbetriebe, sich von den Vorteilen des PQ6 im Arbeitsalltag zu überzeugen", so Dr. Schulze. "Eine erste Möglichkeit bietet die Jahreshauptversammlung des Fachverbandes am 8. und 9. Juni in Hamm. Hier wird die neue Technologie praxisnah präsentiert."

Bereits im Jahr 2010 wurde im Kreis der europäischen Verbände der Betonbohr- und -sägebranche aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz der Entschluss gefasst, eine moderne Lösung für den Bohrkronenanschluss zu entwickeln. Als Partner konnten der VDMA und seine Mitgliedsbetriebe gewonnen werden. Mehrere Unternehmen legten erste Entwürfe vor, in zahlreichen Abstimmungsrunden wurden diese bewertet und nachfolgend optimiert. Im Ergebnis erwies sich die Neuentwicklung eines konischen 6-fach-Polygonprofils der Dr. Bender GmbH als zuverlässigste und praktikabelste Lösung. Erfolgreiche Tests durch verschiedene Mitglieder des Fachverbands bestätigten die effektive Handhabung und Praxistauglichkeit. "Mein Dank gilt insbesondere den Herstellern, die an der Entwicklung intensiv mitgearbeitet und dabei eigene Interessen zurückgestellt haben", erklärt Thomas Springer, Vorsitzender des Fachverbandes. "Ich bin fest davon überzeugt, dass sich diese innovative Neuentwicklung als neuer Standard für die Betonbohr- und -sägebranche etablieren wird. Denn mit diesem Anschluss steigert jeder Anwender aufgrund der einfachen Handhabung die Effizienz im Arbeitsablauf und gleichzeitig wird die Verletzungsgefahr reduziert." Der werkzeuglose Bohrkronenanschluss ermöglicht ein leichtes Lösen der Bohrkrone per Hand ohne technische Hilfsmittel. Beim waagerechten Arbeiten kann die Bohrkrone auf der Spindel der Maschine aufgelegt werden, sodass beide Hände frei sind, um die Mutter zu schließen. "Aufgrund der ergonomisch vorteilhaften Handhabung bei der Montage und Demontage werden sowohl der Anwender als auch die Maschine geschont", erklärt Michael Huber, Leiter des Ausschusses Technik und Sicherheit im Fachverband. "Im Endergebnis sinkt das Verletzungsrisiko für die Mitarbeiter, da 'festgefahrene Bohrkronen' bei Nutzung des neuen Systems der Vergangenheit angehören." Darüber hinaus überzeugt der Anschluss durch eine kurze Bauweise, ein geringes Gewicht sowie eine hohe Rundlaufpräzision – die anfallenden hohen Drehmomente werden spiel- und vibrationsfrei übertragen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 23/2018.

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