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Neuer Wohnraum

Wirtschaftsstandort wird durchmischtes Quartier

Zukunftsweisende Stadtplanung: Um dem Mangel an hochwertigem und bezahlbarem Wohnraum entgegenzuwirken, entsteht derzeit auf einem lange vernachlässigten Areal in Hannover das ConstantinQuartier. Die mehr als 250 neuen Wohnungen, 24 Stadthäuser sowie eine Kindertagesstätte werden mit dem großformatigen Bausystem KS-Plus von KS-Original realisiert.

Hannover (ABZ). – Im Stadtteil List, einem der beliebtesten Wohngebiete in Hannover, entsteht mit dem ConstantinQuartier auf einer Gesamtfläche von rund 25 600 m² vielfältiger Wohnraum für eine altersbezogen durchmischte Bewohnerschaft: mit mehr als 250 Wohnungen, 24 Stadthäusern und einer Kindertagesstätte, die Platz für 100 "Maschseekinder" bietet.

Das große Areal, auf dem das ConstantinQuartier realisiert wird, hat eine traditionsreiche Geschichte. Namensgeber ist die von Angely Constantin Senior im Jahr 1888 gegründete Constantin Cigarettenfabrik. Zahlreiche Wohngebiete entstanden daraufhin rund um den Wirtschaftsstandort: Typische Siedlungshäuser und städtische Mehrgeschossbauten mit traditionellen – für diesen Stadtteil prägenden – begrünten Innenhöfen. Als eine große Versicherung, die nach dem Umzug der Cigarettenfabrik lange Zeit den Standort prägte, ihre Firmenzentrale Ende der 1980er Jahre verließ, folgte eine wechselnde und gemischte Nutzung des ehemaligen Fabrikstandortes. Der Mangel an hochwertigem und gleichzeitig bezahlbarem Wohnraum veranlasste Die Wohnkompanie Nord GmbH in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Hannover, Pläne für das vernachlässigte Areal zu entwickeln.

Das ConstantinQuartier wird mit mehr als 250 Wohnungen neuen und dringend benötigten Wohnraum bieten. Derzeit wird ein Bebauungsplan verwirklicht, der die angrenzenden Stadträume mit einbezieht und gleichzeitig – in Bezug auf den ehemaligen Traditionsstandort – die Architekturgeschichte des Stadtteils fortsetzt. Deshalb wurde bei der Projektplanung viel Wert auf eine ausgewogene Verbindung zwischen Architektur und Grünflächen gelegt: Die von Bäumen gesäumten Blickachsen vermitteln Großzügigkeit und Weite, sodass viel Raum für eine moderne nachbarschaftliche Gemeinschaft entstehen kann. Auf dem Grundstück, das in vier Baufelder unterteilt wurde, wird Lebensraum in unterschiedlichen Preiskategorien geschaffen, der eine altersbezogen durchmischte Bewohnerschaft ansprechen soll.

Große Sorgfalt legten die Hamburger Architekten auf die Gestaltung der Fassaden. So erhielten die Wohngebäude straßenseitig eine Backsteinverkleidung – in Anlehnung an die gewachsene Lister Stadtteilarchitektur.

Auf dem ersten Baufeld des ConstantinQuartiers wurden bereits 84 Wohnungen realisiert. Das Hamburger Architekturbüro LRW Architekten und Stadtplaner Loosen, Rüschoff + Winkler entwarf 55 frei finanzierte und 29 öffentlich geförderte Mietwohnungen mit unterschiedlichen Wohnungsgrundrissen. Den Bewohnern, die bereits im Herbst 2019 einziehen konnten, stehen zudem 63 Tiefgaragenstellplätze zur Verfügung. Die Tiefgaragen der drei- bis fünfgeschossigen Wohnhöfe werden zukünftig von den umliegenden Straßen aus erschlossen, sodass das Quartier im Inneren nahezu autofrei bleibt. Helle Treppenhäuser und eine transparente, aber dennoch Privatsphäre vermittelnde Innenhofsituation charakterisieren die auf die Bewohner ausgerichtete Projektrealisierung.

Große Sorgfalt legten die Hamburger Architekten auf die Gestaltung der Fassaden. So erhielten die Wohngebäude straßenseitig eine Backsteinverkleidung – in Anlehnung an die gewachsene Lister Stadtteilarchitektur. Im Innenhof hingegen wurden die Gebäude in einem warmen Beige-Ton verputzt. Auch bei der Wahl des Baustoffes – die Basis für das solide Mauerwerk – setzten die Architekten auf die bewährte Kombination aus Wertbeständigkeit und Wirtschaftlichkeit: Großformatige Planelemente des Bausystems KS-Plus von KS-Original geben den Gebäuden Bestand und gewähren gleichzeitig ein Höchstmaß an Gestaltungsflexibilität. Die vorkonfektionierten Wandbausätze vereinen außerdem zuverlässige und zeitsparende Abläufe mit den Vorteilen der funktionsgetrennten KS-Bauweise. "Uns war es wichtig, dass wir trotz einer wirklich wirtschaftlichen Bauweise schlanke Wandkonstruktionen erhalten, die zudem einen ausgezeichneten Schall- und Wärmeschutz bieten", berichten die Architekten im Nachhinein und führen weiter aus: "Die Wärmespeicherfähigkeit von Kalksandstein trägt zu einem behaglichen Wohnraumklima bei. Darüber hinaus ist Kalksandstein als nicht brennbarer Baustoff in die Brandverhaltensklasse A1 eingestuft – ein weiterer, wesentlicher Aspekt, der gerade im Mehrgeschosswohnungsbau für Kalksandstein spricht."

Die weitere Umsetzung der nächsten Bauabschnitte hat bereits begonnen: Bis Mitte 2021 werden auf dem zweiten Baufeld 43 Eigentumswohnungen errichtet. Auf Baufeld drei entstehen 94 frei finanzierte Wohneinheiten und 29 geförderte Mietwohnungen, die voraussichtlich Ende 2021 fertiggestellt werden. Im Baufeld vier sind weitere Wohneinheiten geplant, die bis zum Jahresende 2022 realisiert sein sollen. Die Kita im Quartier mit dem Namen "Maschseekinder" wurde bereits im August 2017 eröffnet und bietet Platz für insgesamt 100 Kinder.

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