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Niederländische Feriensiedlung

Materialwahl betont historischen Charakter

Röben, Stadtplanung und Stadtentwicklung, Architektur, Baustoffe

Zur Dacheindeckung sämtlicher Häuser kamen Tondachziegel der Sorten Flandern schwarz-matt, Glasur und rot-engobiert von Röben zum Einsatz.

ESONSTAD/NIEDERLANDE (ABZ). - Wenn von niederländischer Architektur die Rede ist, dann denkt man zumeist an Projekte, die sich durch klare Formgebung und kompromisslose Modernität auszeichnen. Seit einigen Jahren lassen sich zwischen Maastricht und Amsterdam jedoch immer häufiger auch Entwürfe finden, die den entgegen gesetzten Weg gehen und bewusst die Vergangenheit zitieren. Ein prominentes Beispiel für diesen neoromantischen New Urbanism ist die rund 40 km nordwestlich von Groningen realisierte Feriensiedlung Esonstad.

Inmitten der wasserreichen Landschaft mit Deichen und Warften wurde hier eine Anlage nach dem Vorbild historischer holländischer Festungsstädte mit zentralem Marktplatz sowie Häusern im Stil des Klassizismus angelegt. Direkt am Eingang des Ortes werden die Besucher zunächst durch ein historisch anmutendes Stadttor empfangen. Dahinter erstreckt sich auf einer labyrinthartig von Wasser durchzogenen Fläche von rund 42 ha ein historisch anmutendes Dorf mit 134 Ferienhäusern und 10 Ferienwohnungen.

So ganz und gar nicht mittelalterlich nimmt sich dagegen der Komfort der Wohnungen aus. Er wurde vollständig an die Wünsche moderner Touristen angepasst, ein Großteil der Einheiten verfügt sogar über einen eigenen Bootsanleger mit offener Verbindung zum Lauwersmeer. Und wen es stattdessen in den Ort zieht, für den finden sich direkt am Marktplatz das imposante Waagegebäude mit Restaurants, ein Hafencafé, ein Pfannkuchenhaus sowie diverse Geschäfte, die alle im historischen Stil gehalten sind.

Die sehr unterschiedlichen Häuser der Festungssiedlung zitieren mit ihren abgetreppten und farblich differenzierten Giebeln gekonnt die Architektur klassizistischer Grachtenhäuser.

Eine besondere Herausforderung bei der Planung der Siedlung war die Auswahl geeigneter Materialien, berichtet der Projektarchitekt Arjen Weijer. Denn nur so konnten der gewünschte historische Charakter von Esonstad realisiert und gleichzeitig die verschiedenen Baustile der Gesamtanlage zu einer harmonischen Einheit zusammengefügt werden.

Für die Fassaden verwendeten die Planer überwiegend die ebenfalls historisch anmutenden Handform-Verblender. Zur Dacheindeckung sämtlicher Häuser kamen Tondachziegel der Sorten Flandern schwarz-matt, Glasur und rot-engobiert von Röben zum Einsatz. Mit ihrer harmonischen Form integrieren sie sich in die historisch anmutende Architektur von Esonstad. Gleichzeitig werden die Tondachziegel höchsten Ansprüchen in puncto Wirtschaftlichkeit und Materialqualität gerecht, so der Hersteller, denn sie sind nicht nur absolut resistent gegen UV-Strahlung, sondern auch vollkommen unempfindlich gegen die hier an der Nordsee salzhaltige Luft. So haben die Eigentümer die Gewissheit, dass die Dächer dem rauen Klima dauerhaft trotzen.

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