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Nur Mehrwertsteuersenkung verhindert steigende Baupreise in Bayern

München (dpa). - Häuslebauer und Wohnungskäufer werden voraussichtlich kaum von der vorübergehenden Senkung der Mehrwertsteuer profitieren. Im August waren die Preise für Bauarbeiten im bayerischen Wohnungsbau mit minus 0,2 Prozent lediglich minimal günstiger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt in Fürth ausgerechnet hat. Ohne Mehrwertsteuersenkung wären die Preise um 2,4 Prozent gestiegen, teilte die Behörde mit. Die Rechnung des Statistischen Landesamts bezieht sich nur auf die Preise der Baufirmen, nicht auf die Immobilien als solche. Für den Wohnungs- und Häusermarkt gibt es noch keine ganz aktuellen Daten, doch der Immobilienverband Süd rechnet nicht mit sinkenden Preisen: Die Mehrwertsteuersenkung sei ohnehin nur eine zeitweilige, sagte Stephan Kippes, der Marktforscher des Verbands. „Wir erwarten keine großen Verwerfungen.“ In den vergangenen Monaten waren Immobilienfachleute davon ausgegangen, dass die Corona-Epidemie den kontinuierlichen Preisanstieg bei Immobilien vielleicht etwas verlangsamen könnte. Eine grundlegende Trendwende mit sinkenden Preisen ist jedoch trotz Krise nicht in Sicht.

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