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Portikus in mehr als 30 Meter Höhe betoniert

Flexible Traggerüstlösung erstellt

Für das Betonieren eines Portikus zwischen zwei Gebäudeteilen in mehr als 30 m Höhe konnten die Layher Anwendungsingenieure mit dem Allround Traggerüst TG 60 via LayPLAN CAD passgenau ein Stützgerüst in Form eines Parallelogramms entwerfen. Dies wurde speziell für die Schalungsarbeiten benötigt. Beim Aufbau setzten die Gerüstbauer aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse auf eine Kombination aus stehender Montage und Kranmontage.

Güglingen-Eibensbach (ABZ). – Ein mehr als 30 m hohes Traggerüst in Form eines Parallelogramms – mit dieser nicht alltäglichen Anfrage wandte sich ein Gerüstbauer an die Layher-Anwendungsingenieure.

Die Gerüstbaufirma war ursprünglich damit beauftragt worden, Fassadengerüste für den Bau eines neuen Gebäudekomplexes zu errichten, der aus Wohnungen, Geschäftsräumen sowie sozialen Einrichtungen wie Schule und Kindergarten besteht. Umgesetzt wurde die für einen Architekturpreis nominierte Wohnlandschaft mit drei ineinander verflochtenen Gebäudeteilen – darunter auch ein Portikus zwischen zwei Gebäudeteilen. Speziell für die Schalungsarbeiten des Portikus benötigte das Bauunternehmen ergänzend eine flexible Traggerüstlösung in Form eines Parallelogramms.

Für das Gerüstbauunternehmen kein Problem, wie Roland Hassert, Leiter der Anwendungstechnik BAU beim Gerüstspezialisten Layher, berichtet. "Unser Kunde hat das AllroundGerüst im Einsatz", so Hassert. Das integrierte System könne durch passende Ausbauteile sehr flexibel angewendet werden und biete für jede Anforderung eine effiziente Lösung. Bei diesem Projekt hätten beim Betonieren des Portikus in mehr als 30 m Höhe große Lasten sicher abgetragen werden müssen. Mit den Allround-Traggerüstrahmen TG 60 habe sich dies problemlos realisieren lassen. Denn in Verbindung mit Allround-Systemriegeln und -diagonalen entstünden Traggerüsttürme mit einer Stieltragfähigkeit von bis zu 6 t. Gleichzeitig seien durch die vorgefertigten Rahmenelemente weniger Bauteile nötig. Dadurch und durch die bewährte Allround-Keilschlossverbindung sei die Montage deutlich schneller – und die Baustelle damit effizienter, so der diplomierte Bauingenieur. Auch die Digitalisierung gerüstspezifischer Prozesse erhöhe die Baustelleneffizienz.

"Dies wissen wir aus langjähriger Erfahrung. Um unsere Kunden dabei zu unterstützen, haben wir das Konzept 'Scaffolding Information Modeling' (SIM) entwickelt." Layher SIM umfasse alle wesentlichen Faktoren des Gerüstbaus, von der Planung über die Logistik bis zur Ausführung. Die Basis bilde die integrierte Softwarelösung LayPLAN SUITE. "Um das Traggerüst exakt zwischen die zwei Gebäudeteile einzupassen, planten wir die Konstruktion mit dem LayPLAN CAD-Modul in 3D vor", erzählt Hassert. "Auf diese Weise konnten wir Kollisionen und in der Folge eventuelle Bauverzögerungen von vorneherein ausschließen." Die Form eines Parallelogramms ließ sich dabei durch die Kombination mit dem flexiblen AllroundGerüst einfach umsetzen.

Digitale Vorplanung in 3D: Für das Betonieren eines Portikus in mehr als 30 m Höhe konnten die Layher-Anwendungsingenieure mit dem Allround-Traggerüst TG 60 via LayPLAN CAD passgenau ein Stützgerüst in Form eines Parallelogramms entwerfen. Kollisionen und damit mögliche Bauverzögerungen wurden schon im Vorfeld verhindert.

"Die Allround Traggerüsttürme TG 60 werden einfach mit Allround-Zwischenfeldern verbunden – in quadratischer oder dreieckiger Form. Dies ist nur bei modularen Traggerüstlösungen wie dem TG 60 möglich. Die Kopplung trägt darüber hinaus entscheidend zur Aussteifung bei großen Unterstützungshöhen bei." Eine Lösung mit System – auch bei der Gründung des Traggerüsts: "Durch den Einsatz von Standardteilen mit festgelegtem Systemmaß entfällt das Einmessen der einzelnen Traggerüsttürme. Rechtwinkligkeit ist automatisch gegeben", ergänzt Hassert.

Beim Aufbau setzten die Gerüstbauer aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse auf eine Kombination aus stehender Montage und Kranmontage. "Eine Vormontage am Boden konnte bei diesem Projekt nicht durchgeführt werden. Der Gerüstbauer entschied sich deswegen, die Traggerüsttürme in Fünf-Meter-Abschnitten stehend zu montieren und die Teilabschnitte anschließend per Kran auf die bereits errichtete Unterkonstruktion aufzusetzen." Dies sei durch die hohe Passgenauigkeit wirtschaftlich möglich, und es müsse weniger teure Kranzeit belegt werden. Durch die fest vorgegebene Aufbaufolge hätten Gerüstersteller bei stehender Montage automatisch einen rundumlaufenden Seitenschutz. Beim Kranversatz gewährleistet die Rahmensicherung mit Rohrklappsteckern die Übertragung von Zugkräften auf einfache Weise. Gültige Sicherheitsvorschriften wurden erfüllt.

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