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Bauaussichten 2018

Produktsortiment wird weiter ausgebaut

Von Fred Cordes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin Baumaschinen GmbH, Garching

Der Baubranche ist es 2017 gelungen, sich wieder an die Spitze der Konjunktur zu setzen. Weil die Bauwirtschaft so floriert wie zuletzt zu Zeiten der Wiedervereinigung, konnte Zeppelin bereits 2016 ein sattes Plus an Aufträgen verzeichnen und den größten Verkaufserfolg in der Unternehmensgeschichte einfahren. Entsprechend ambitioniert waren die Ziele für 2017. Hier halten wir es wie im Sport: An die Spitze zu kommen, ist eine große Herausforderung, aber das erreichte Level auch zu halten, bedarf weiterer Anstrengungen. Obwohl wir in diesem Jahr nicht von den Impulsen einer bauma profitieren konnten, ist es dennoch gelungen, den Rekord vom letzten Jahr zu übertreffen und weiteres Marktwachstum zu generieren. Nachdem alle für uns wichtigen Bausparten, wie der Straßen- und Tiefbau, der Wohnungs- und Wirtschaftsbau sowie der öffentliche Bau, aber auch der Abbruch und das Recycling sowie die Baustoffindustrie von der starken Nachfrage – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß profitieren – konnten wir 2017 ein Top-Ergebnis erzielen. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern bspw. auch in unseren weiteren Vertriebsgebieten wie Tschechien oder der Slowakei. Auch in Österreich stieg die Baunachfrage spürbar an.

Für 2018 gehen wir davon aus, dass sich die Baukonjunktur weiterhin positiv entwickeln und das Bauvolumen anziehen wird. Die Anzeichen dafür stehen mehr als günstig – so gehen die Experten des ifo-Instituts bis 2020 europaweit vom einem weiteren Anstieg von 6 % aus. Treiber sind neben dem Wohnungsbau und Investitionskurs von Unternehmen die vom Bund angestoßene Tiefbau-Offensive, die unseren Kunden ein großes Auftragspolster bescheren. Das offenbart eine große Herausforderung, die immer mehr Unternehmen erfasst: der Fachkräftemangel, von dem Baufirmen wie Bauämter gleichermaßen betroffen sind. Mangelte es in den vergangenen Jahren an finanziellen Mitteln, stecken nun viele baureife Projekte im Planungsmodus fest, weil den Behörden Personal fehlt, Ausschreibungen voranzubringen. Große Hoffnungen verbunden sind daher mit der neuen Regierung, die hoffentlich das richtige Signal für kontinuierliche Investitionen und für Personalaufbau setzt. Denn ein Industriestandort wie Deutschland darf nicht von seinem eingeschlagenen Investitionskurs abkommen, sondern muss kontinuierlich seine Infrastruktur pflegen, unterhalten und den Bedürfnissen gemäß ausbauen. Ebenso wichtig ist eine Kehrtwende beim Wohnungsbau. Eigentlich bräuchte Deutschland 400 000 neue Wohnungen im Jahr, um den Bedarf zu decken. Vielfach sind Immobilien inzwischen in die Jahre gekommen und entweder sanierungsbedürftig oder abbruchreif. Hinzu kommt die Zuwanderung in unsere Ballungszentren, aber auch die niedrigen Zinsen, die private Investoren animieren, zu investieren. Daraus ergibt sich ein riesiger Bedarf. Vor allem müssten Wohnungen schneller und unbürokratischer gebaut werden. Auch hier ist die neue Regierung in der Pflicht, die Wohnungsbaupolitik anzupacken.

Damit Zeppelin im Vertrieb und Service vom Wachstumskurs partizipieren kann, wird das Produktsortiment weiter ausgebaut. Dazu soll auch eine neue Kooperation mit Wacker Neuson beitragen, um die wachsende Nachfrage nach Mobilbaggern zu bedienen. Geplant ist außerdem der Einstieg in den Markt der Zweiwegebagger. Denn auch die Deutsche Bahn, Deutschlands größter Auftraggeber, hat für die nächsten Jahre eine umfassende Modernisierungsoffensive seiner Infrastruktur eingeläutet. Darum will Zeppelin neue Märkte wie den Gleisbau erschließen.

Wie alle Industriezweige befindet sich die Bauwirtschaft mitten in einer durch die Digitalisierung bedingten Trendwende. 2018 wird die Vernetzung von Baumaschinen und Baustelle weiter vorangetrieben werden und damit auch die Entwicklung in Richtung Automatisierung. Hier wird an digitalen Angeboten gefeilt. Wir werden außerdem eine völlig neue Generation von Baumaschinen auf den Markt bringen, die für ein neues Maschinenkonzept steht. Sie wird Maßstäbe nicht nur im Bereich Antriebstechnik und Elektronik, sondern auch hinsichtlich integrierter Bedien- und Assistenzsysteme bis hin zur Maschinensteuerung setzen. Fahrer werden viele Funktionen intuitiv und effizient über neue Bedienoberflächen steuern. Das hat alles eine Intention: den Fahrer zu entlasten und ihm die Arbeit durch High-Tech zu erleichtern.

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