Pumpen für Betonarbeiten

Große Brocken schadlos befördern

Eine Tsurumi-Wasserpumpe im Betoneinsatz: Nur bestimmte Konfigurationen sind laut Hersteller sinnvoll, denn das Fördermedium nagt unerbittlich am Material. Foto: Tsurumi

Düsseldorf (ABZ). – Ist Beton im Spiel, wird es hart: Herkömmliche Wasserpumpen verschleißen dann schneller als es wirtschaftlich akzeptabel wäre, teilt Pumpenexperte Tsurumi mit. Für manche Anwendungen reicht bereits das kleinste Modell, verspricht der Hersteller und hat deswegen einen Überblick zusammengestellt.

In der Verarbeitung fertiger Betonelemente geht es meistens um Klar- beziehungsweise Brauchwasser zum Kühlen von Bohr- und Sägemaschinen. Steht dafür keine Zapfleitung zur Verfügung, wird improvisiert: Ein Fass mit Pumpe reicht bereits. Tsurumi hat für eben solche Szenarien eine Minipumpe, die Family-12, entwickelt. Sie ist so groß wie ein Fußball und trotzdem bietet sie laut Hersteller viel: Mit nur 100 W Motorleistung schafft sie 80 l/min, fördert bis zu zwei Stockwerke hinauf und muckt selbst bei körnigem Schmutz (freier Durchgang 6 mm) nicht. Der Flachsauger leert das Wasserfass komplett und stoppt erst bei 1 mm Restpegel. Entsprechend bleibt nur minimale Feuchtigkeit zurück, sodass bei der 3400 g leichten Pumpe sogar das Aufwischen nach getaner Arbeit wegfällt.

Wer mehr Leistung benötigt, sollte die "größere Schwester" der Family-12 erwägen: Die LSC ist ebenfalls ein Flachsauger und schafft 170 l/min bei 11 m Höchstförderhöhe. Die Flachsaugetechnik hat sich Tsurumi zufolge bewährt; das eingezogene Wasser fließt auch dann nicht zurück, wenn die Pumpe angehoben wird.

Wird Beton recycelt, müssen schwerere Geschütze aufgefahren werden. Denn hier geht es um Restwasser, das mit Zement- oder Betonresten verunreinigt ist. Dafür eignen sich laut Hersteller Schmutzwasserpumpen, die mit dem Zusatz-Feature "Betoneignung" ausgestattet sind. Denn Zement-und Betonreste können Korngrößen im Mikrometerbereich annehmen, aber auch bis zu 30 mm große, kernige Brocken enthalten. Entsprechende Pumpen sieben die größeren Teile im Wasserbad heraus. Das verbleibende Restwasser mit Zementkörnern und anderen Feinstoffen wird zum Ausspülen von Fahrmischern genutzt oder gelangt über das Zugabewasser wieder in die Produktion.

Tsurumi bietet mit den Baureihen KTZ, KRS und UZ drei Möglichkeiten an, die sich gut für die Arbeit mit hartem Recyclingwasser eignen. Darunter beispielsweise die KRS2-80 für bis zu 100 m³/h Fördermenge und knapp 16 m maximaler Förderhöhe. Die KRS2-Serie zeichne sich insbesondere durch kraftvolle Rührwerke an der Einsaug-Öffnung aus. Dadurch sollen Medien mit hohem Feststoffanteil besser fließen können.

Ein gemeinsamer Konstruktionsaspekt ist, dass der Kühlmantel fehlt. Bei Schmutzwasserpumpen ist er charakteristisch, und dient zur Ableitung der Motorwärme. Bei betonfähigen Pumpen würden Kühlmäntel allerdings, durch die schleifenden Partikel im Fördermedium, rasch von innen verschleißen. Die Wärmeableitung bei den entsprechenden Pumpen erfolgt stattdessen über das Gehäuse der getauchten Pumpe. Es gibt die Wärme an das umgebende Medium ab. Dennoch: Auch Pumpen mit Kühlmantel (etwa die NKZ-Serie) werden bisweilen für Betonarbeiten eingesetzt.

Die Tsurumi-Konstruktionen sollen verhindern, dass interne Bauteile schnell abnutzen. So hat der japanische Hersteller eine Möglichkeit entwickelt, das abrasive Fördermedium von den neuralgischen Bauteilen fernzuhalten. Konstruktionsseitig setzt das Unternehmen unter anderem auf eine doppelt innenliegende Gleitringdichtung ohne Wasserkontakt. Zudem schützt eine Wellenschutzhülse mit Dichtungsring und mehreren Dichtlippen die Welle vor den Schleifpartikeln im Wasserstrom.

Laufrad, Schleißplatte und Gehäuse bestehen mitunter aus Siliziumkarbid. Das sorgt für längere Standzeiten, verspricht der Hersteller. Ein Ölheber schmiert die Pumpe in jeder Lage, sodass Anwender sich auch um den thermisch heiklen Schlürf- beziehungsweise Trockenlauf nicht sorgen müssen.

Wer mehr als den bis zu 30 mm großen Durchgang benötigt, kann spezielle Pumpen der UZ-Serie einsetzen. Ihr großer Kugeldurchgang ist bis zu 100 mm groß und schleust auch dicke Brocken ohne Schwierigkeiten durch das Aggregat, teilt Tsurumi mit. Durch die sehr niedrige Drehzahl ist dieser Langsam-Läufer zudem widerstandsfähiger als seine schnell-arbeitenden Kollegen (bei vergleichbarer Förderleistung).

Ein ähnliches Anforderungsprofil müssen Pumpen in Tiefbauanwendungen wie dem Setzen von Schlitzwänden erfüllen, wenn Ausführende Bindemittel-Suspensionen mit Zement und Betonit einsetzen. Das gilt laut Tsurumi auch in der Wasserlogistik bei Schalungen, in der Geothermie und in anderen anspruchsvollen Aufgabenstellungen.

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