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Schülerzuwachs

Container überbrücken Zeit bis zur Fertigstellung einer Schulerweiterung

In nur zwölf Wochen entstand im Schulhof der Grundschule am Königsgraben in Berlin eine zweigeschossige Interimsschule in hochwertiger Fagsi-Containerbauweise für rund 240 Kinder.

Im Einzugsbereich einer Berliner Grundschule standen für rund 100 Erstklässler nur 55 Schulplätze zur Verfügung. Die Stadt ließ daher eine zweigeschossige Schule für 240 Mädchen und Jungen aus Qualitätscontainern im Hof der Schule errichten.

Berlin (ABZ). – Wie viele Städte und Gemeinden in Deutschland steht auch Berlin beim Schulbau vor großen finanziellen und organisatorischen Herausforderungen. Um den hohen Sanierungsstau abzubauen und gleichzeitig den kontinuierlichen Schülerzuwachs zu meistern, hat der Senat die Berliner "Schulbauoffensive" ins Leben gerufen. Sie ist das größte Investitionsvorhaben der laufenden Legislaturperiode. Zahlreiche Modernisierungen, Schul-Erweiterungen und Neubauten sollen mit ihr realisiert werden – und dies möglichst schnell. Schulbauten konventionell zu errichteten, kann jedoch Jahre dauern. In der Zwischenzeit sollen schnell errichtete, aber dennoch qualitätsvolle Interimsbauten die Lücke füllen.

Containergebäude von Fagsi sind nach Angaben des Anbieters für diese Bauaufgabe prädestiniert. Aktuellstes Beispiel ist ein Neubau auf dem Gelände der Grundschule am Königsgraben in Berlin: 56 Container der Baureihe Fagsi ProEnergy setzen sich auf zwei Etagen zu insgesamt 884 m² Fläche zusammen. Acht Klassen- und Horträume, die dazugehörenden Nebenräume und Sanitärbereiche sowie ein Lehrerzimmer finden hier Platz. Sie sind entlang eines Mittelflurs effizient angeordnet. Alle Klassen- und Horträume sind ohne Stützen konstruiert und jeweils rund 55 m² groß. Das Erdgeschoss wurde barrierefrei konzipiert. Auch das WC ist hier rollstuhlgerecht. Brandschutz ist eines der wichtigsten Themen beim Schulbau. An den Stirnseiten mündet der Flur in zwei Treppenhäuser – ein innen liegendes Haupttreppenhaus und ein außenliegendes Fluchttreppenhaus. Anders als andere Container-Anbieter plant der Komplettanbieter für Containerbauten Fagsi die Treppenhäuser von Schulen komplett nach den Anforderungen der aktuellen Schulbaurichtlinien. Damit Erwachsene und Kinder die Treppe sicher begehen können, sind an beiden Seiten zwei Handläufe in der jeweils passenden Höhe angebracht. Alle Garderoben befinden sich – ebenfalls aus Brandschutzgründen – außerhalb der Flure in separaten Räumen.

Hochwertige Schallschutztüren sorgen dafür, dass Geräusche auf den Fluren die Konzentration in den Klassenzimmern nicht beeinträchtigen. Wände und Fußböden sind in freundlichen Farben gestaltet. Um direkte Sonneneinstrahlung und übermäßige Hitzeentwicklung zu vermeiden, wurde eine Raffstoreanlage installiert, die sich automatisch reguliert. Beheizt wird die Interimsschule über eine Gas-Brennwerttherme.

Da viele deutsche Schulen beim der Digitalisierung Nachholbedarf haben, haben Länder und Bund den "Digital Pakt Schule" ins Leben gerufen. Er regelt, wie und mit welchen Mitteln die Digitalisierung von Schulen gestaltet wird und ist auch für Interimsschulen gültig. Smart-Boards und andere digitale Arbeitsgeräte sind Teil jedes Klassenraums. "Um alle Arbeitsplätze notebooktauglich auszustatten, musste auch im temporären Schulgebäude eine umfangreiche EDV-Leitungsführung realisiert werden", berichtet Erik Rafka, der im Fagsi-Vertriebsbüro Berlin für das Schulbauprojekt verantwortlich ist. Das Konzept dafür hat Fagsi selbst erstellt, spezielle Kabelkanäle entwickelt und unter Putz verlegt. Für die Versorgung der Schule mit moderner Datentechnik mussten die Räume – und demnach auch die Container – eine ausreichende Höhe haben, damit ein Teil der Installationen über den abgehängten Akustikdecken untergebracht werden konnte. "Außerdem mussten wir eine effiziente Brandmeldeanlage sowie eine aufwendige Amokanlage im die neuen Containeranlage integrieren und die Technik an das Bestandsgebäude andocken, damit die Sicherheit der Kinder und Lehrkräfte stets und überall gewährleistet ist", so Rafka. "Fagsi hat in jeder Hinsicht alle unsere Anforderungen erfüllen können – baulich wie technisch", sagt Sabine Mahlich, die als Projektleiterin beim Bezirksamt Berlin Steglitz-Zehlendorf den Bau verantwortete.

Die geräumigen Klassenzimmer sind rund 55 m² groß und stützenfrei konstruiert. Bis zu 30 Kinder können in einem Raum unterrichtet werden.

Von "Unterkante Fundament bis Oberkante Blitzschutz" erhält der Kunde "sein" temporäres Fagsi-Containergebäude nach Angaben des Unternehmens komplett aus einer Hand. Das spare Zeit, Geld und Nerven, denn von der Planung bis zur Einweihung müsse einiges koordiniert werden. "Beim Schulprojekt in Berlin Lankwitz haben wir den Gebäudeentwurf eines Berliner Architekten schlüssig in Containerbauweise umgesetzt und neben den eigenen Leistungen auch alle Fremdgewerke beigesteuert: vom Ausheben der Grube und den Fundamentarbeiten bis zur Ausbildung des Zusatzdaches für eine kontrollierte Regenwasserentsorgung in das Abwassernetz", erläutert Erik Rafka. Um einen zügigen und reibungslosen Ablauf auf der Baustelle sicherzustellen, nahm FAGSI auch die Organisation aller verkehrstechnischen Maßnahmen in die Hand, um zum Beispiel eine sichere Transport-Zufahrt auf dem beengten Grundstück zu gewährleisten. Dazu gehörten unter anderem die Genehmigungen für die Beschilderung, die Ausbildung von Gehwegüberfahrten oder das Stellen des Bauzauns.

In sehr kurzer Zeit wurde ein hochwertiges und sehr modern ausgestattetes temporäres Schulgebäude realisiert, das ein angenehmes Lernen und Arbeiten ermöglicht, resümiert Fagsi.

"Im Bezirk hatten wir durchaus schon Erfahrung mit Interimsbauten in Containerbauweise, jedoch noch nie in einem qualitativ so hochwertigen Standard", lautet Sabine Mahlichs Fazit. Die Zusammenarbeit mit Fagsi sei sehr konstruktiv und unkompliziert gewesen.

Hat das Interimsgebäude am Standort der Grundschule Königsgraben seine Aufgabe erfüllt, werden die Raumelemente im nächstgelegenen Fagsi-Werk für ihren zweiten Einsatz aufbereitet – die Aufstockung der Berliner Mercator-Schule, die ein paar Straßen weiter liegt. Auch diese Schule benötigt dringend weitere Räume, um der steigenden Schülerzahl gerecht zu werden. Da kommen die 56 Fagsi-Container für eine schnelle Erweiterung gerade recht.

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