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Schutzkonstruktion in Saas-Fee

Netze aus Edelstahl sichern Brücke

Saas-Fee/Schweiz (ABZ). – Wer Brücken sichert, hohe Brücken zumal, rettet Menschenleben. Die Jakob AG im schweizerischen Trubschachen hat darin langjährige Erfahrung. Immer wieder wenden sich Bürgermeister an das Unternehmen mit dem Wunsch, die Brücke in ihrer Gemeinde nachträglich mit Schutzelementen zu versehen – sicher und architektonisch ansprechend.

Hochbauten sind suizidale Risikobauten. Das lehrt die Erfahrung. Die Panoramabrücke in Saas-Fee im Kanton Wallis, die sich in schwindelerregender Höhe über zerklüftete Täler schwingt, gehörte dazu. "Es war zuletzt eine bedrückende Situation", sagt Gemeindepräsident Roger Kalbermatten. "Es musste etwas geschehen. Wir fühlten uns gegenüber den Mitbürgern, die einen Angehörigen verloren hatten, in der Pflicht, das Bauwerk zu sichern." Kalbermatten wandte sich an die Jakob AG. Das Unternehmen, das schon überall in der Welt Brücken gesichert hat, ohne dabei die Ästhetik des Bauwerks zu beeinträchtigen, sollte helfen.

Und die Experten der Firma wussten Rat. Eine intensive Planungsphase begann, denn die Gemeinde wünschte sich Sicherheitskonstruktionen, "die man nicht sieht". Für die Firma Jakob kein Problem. Auf Seil- und Stahlkonstruktionen, hochwertig und enorm langlebig, ist das Unternehmen spezialisiert. "Unser Edelstahlnetz "Webnet" wird allen architektonischen Ansprüchen gerecht", stellt Firmenchef Peter Jakob klar. "Schön und sicher müssen die Konstruktionen sein, darauf kommt es an." Tatsächlich wirken Seile und Webnet je nach Lichtverhältnissen und Betrachtungswinkel, als wären sie unsichtbar. "Sie sind transparent", erklärt der Unternehmer, "nichts behindert die Lichtführung und die Sichtverbindungen."

Der beauftragte Bauingenieur berechnete die möglichen Schneelasten, die bei der Konstruktion berücksichtigt werden mussten. Dabei gilt: 1 m³ Schneemasse entspricht einem Gewicht von etwa 300 kg. Jakob verwendete aus diesem Grund extra dicke Seile mit einer Stärke von 8 mm. Passgenaugenau wurden die Seile und Edelstahlnetze im Werk vorgefertigt und auf die Baustelle geliefert. Alles muss in solchen Fällen stimmen: Stärke, Farbe, Größe. Das ist bei Jakob immer so. Standardmaße gibt es nicht, kann es nicht geben. Was zählt, ist das Anforderungsprofil an Ort und Stelle. Bei der Panoramabrücke war die Montage ganz besonders kompliziert. Nicht seitwärts, sondern unterhalb der Brücke in der Horizontalen mussten die Schutznetze montiert werden.

Und gewaltige Mengen an Material wurden gebraucht: 20 t Stahl, 120 Seile, 36 Stäbe und 22 Netze. Allein eine Woche dauerte es, um die notwendigen Löcher in den Brückenbeton zu bohren. Ein Baugerüst aufzustellen, war diesmal nicht möglich. Stattdessen wurden fahrbare Hebebühnen eingesetzt. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Die Edelstahlnetze sorgen heute für die gewünschte Sicherheit – und: Man sieht sie nicht.

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