Anzeige

Seilbagger fungiert als Trägergerät

Klappensteuerungsorgt für Präzision

Als Trägergerät für die Schlitzwandfräse LSC 8-18 konzipiert: der Liebherr-Seilbagger HS 8130.1.

Nenzing/Österreich (ABZ). – Liebherr präsentierte auf der bauma ein neues Package für Schlitzwandarbeiten mit Fräse, Seilbagger und Entsandungsanlage, das speziell für den Einsatz in urbanen Gebieten konzipiert ist. Das Zusammenspiel ist so optimiert, dass schnell und präzise gearbeitet werden kann. Die Schlitzwandfräse ist modular aufgebaut und besteht aus einem robusten Grundkörper. Aus der Typenbezeichnung der Fräse LSC 8-18 C bzw. L ist ersichtlich, dass damit Schlitzwanddicken von 800–1800 mm möglich sind. Die Bezeichnung C (compact) steht für die kompakte Ausführung, während bei L (large) der Grundkörper um 4 m verlängert ist. Die dadurch erreichte Gesamthöhe der Fräse von 12 m und das hohe Gewicht mit niedrigem Schwerpunkt ermöglichen laut Liebherr eine "verbesserte Vertikalität und eine ausgezeichnete Führung". Besonders bei größeren Dimensionen der Schlitzwand sei das ein Vorteil. Mit der Fräse könnten Stiche mit einer Länge von 2800–3200 mm und einer max. Tiefe von 110 m umgesetzt werden.

Die Fräsräder lassen sich dank Schnellwechselsystem einfach tauschen. Jedes Fräsrad werde mit 110 kNm angetrieben und sei selbst für härteste Einsätze ausgelegt. Durch die großen Leitungsquerschnitte des Schlauchtrommelsystems 110 T könne im Fräsenbetrieb höchst effizient gearbeitet werden. Das System lasse sich auch für reduzierte Arbeitstiefen bestücken, was einen großen Vorteil für Transport und Aufbau biete.

Als Trägergerät für die Schlitzwandfräse LSC 8-18 ist der Liebherr-Seilbagger HS 8130.1 konzipiert. Die leistungsstarke Winde ermöglicht das hohe Gewicht der Fräse. Dadurch wird Unternehmensangaben zufolge die Traglast des Seilbaggers optimal ausgenutzt. Das Schlitzwandfräsenpaket lasse sich bestmöglich an die Gegebenheiten der Baustelle anpassen und überzeuge v. a. durch eine sehr hohe Effizienz. Die robuste Ausführung sei für einen uneingeschränkten Einsatz und eine lange Lebensdauer ausgelegt. Der HS 8130.1 behalte dabei seine Multifunktionalität und könne neben dem Fräsen universell im Greiferbetrieb oder zum Heben eingesetzt werden. Alle Steuerungselemente der Fräse sind im Bedienkonzept vollumfänglich integriert. So sei ein schnelles Wechseln zwischen unterschiedlichen Anwendungen möglich. Die Schlitzwandfräse ist mit einer hydraulischen Verdreheinrichtung ausgerüstet. Diese gestattet das stufenlose Ausrichten der Fräse auf den Schlitz. Dadurch können alle möglichen Arbeitspositionen abgedeckt werden. Die Fräsrichtung kann durch zwölf voneinander unabhängig ansteuerbare Steuerklappen korrigiert werden. Die aktuelle Position der Klappen wird am Monitor in der Fahrerkabine in Echtzeit angezeigt.

Das Zentralschmiersystem der Fräse erlaubt eine schnelle und einfache Wartung. Die Wartungspunkte des HS 8130.1 sind dank Außenpodesten sicher und leicht zugänglich. Ein zusätzlicher Dieseltank (500 l) im Schlauchtrommel-Trägerrahmen des Seilbaggers erhöht das Gesamtvolumen auf 1270 l und ermöglicht ein möglichst langes autarkes Arbeiten.

Der HS 8130.1 ist mit einem neuen Kabinenkonzept ausgestattet: Es verleiht dem Gerät einen eleganten Look, bei der Konzeption stand insbesondere die Erhöhung des Fahrerkomforts im Fokus. Erreicht wird diese durch ein modernes Klimasystem mit verbesserter Luftführung, ein optimiertes Sichtfeld, lärmreduzierendes Design und einen orthopädischen Fahrersitz mit integrierter Heizung und Kühlung. Liebherr bietet die Schlitzwandfräse, den HS 8130.1 als Trägergerät und die Entsandungsanlage als komplettes Package an.

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=166&no_cache=1

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 38/2019.

Anzeige

Weitere Artikel