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Sieben auf einen Streich

Schlagkräftige Maschinentruppe erledigt Abriss in Rekordzeit

CASE, Baustellen, Strabag, Abbruchtechnik, Abbrucharbeiten

Insgesamt sechs schwere Case CX Raupenbagger und ein großer Radlader vom Typ 921F der Bierbrauer & Sohn GmbH waren in Andernach angetreten um in Kooperation mit der Strabag AG und deren Auftraggeber die marode Brücke in Rekordzeit abzureißen.

Andernach (ABZ). – Am 6. November war in Andernach an der Überführung der B 256 über die vierspurige B 9 von Wochenendstimmung nicht viel zu bemerken. Ganz im Gegenteil: Insgesamt sechs schwere Case CX Raupenbagger und ein großer Radlader vom Typ 921F der Bierbrauer & Sohn GmbH waren dort angetreten, um in Kooperation mit der Strabag AG und deren Auftraggeber die marode Brücke in Rekordzeit abzureißen.

Für den Rückbau der über 50 Jahre alten Brücke hatte das Team von Bierbrauer ein äußerst knappes Zeitfenster von Freitagabend 20.00 Uhr bis zum Montagmorgen um 5.00 Uhr zur Verfügung. In dieser Zeit musste die armierte Betonkonstruktion komplett abgerissen, das anfallende Material vollständig entsorgt und der Teilabschnitt der B 9 wieder unbeschadet übergeben werden.

Aufgrund der besonderen verkehrstechnischen Bedeutung der B 9 für die gesamte Region war bereits bei der Planung klar, dass es bei der Durchführung des Projektes keine Ausfälle oder Verzögerungen geben durfte. Bei Bierbrauer verließ man sich aus diesem Grund auf eine schlagkräftige Truppe von sieben Case Maschinen, die bereits bei zahlreichen Einsätzen ihre Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt haben. Die Kernmannschaft bestand aus einem CX250C, drei CX300C, einem CX350C und einem CX370B. Jeweils drei der Raupenbagger wurden mit Betonscheren ausgerüstet, während die drei übrigen mit schweren Hydraulikhämmern der Brücke zu Leibe rückten. Mit dem Voranschreiten der Arbeiten wurden dann später einzelne Maschinen nach Bedarf mit Tieflöffeln ausgerüstet, um Material aus dem Weg zu räumen oder zu verladen.

Da die Fahrbahndecke der B 9 auf keinen Fall beschädigt werden durfte, mussten vor Beginn besondere Vorkehrungen getroffen werden. Hier spielte der Case Radlader eine wesentliche Rolle. Zunächst wurde über dem gesamten Bereich von Fahrbahn und Grünstreifen ein etwa 1400 m großes Schutzflies aufgebracht, um diesen vor herabfallenden Brückenteilen zu schützen. Auf der Auflage aus geotextilem Material verteilte der 921F anschließend eine dicke Schicht Sand. Insgesamt rund 1500 t.

Für den 921F eine anspruchsvolle, aber wie sich zeigte, durchaus lösbare Aufgabe. Mit seinem modernen 5-Ganggetriebe mit Wandler Überbrückung und seinem drehmomentstarken Motor ist der Case Radlader Herstellerangaben zufolge perfekt auf schnelle Ladespiele ausgelegt. Die enorm hohe Kipplast von weit über 7 t, die durch den optimierten Aufbau mit einem weit nach hinten verlagerten Motorblock erzielt wird, erlaubt auch bei hoher Materialdichte optimale Schaufelfüllungen und äußerst produktives Arbeiten. Ein patentiertes Kühlsystem mit würfelförmig angeordneten Kühlern sorgt dafür, dass der 921F auch bei hoher Staubentwicklung, wie bei einem Abriss, immer einen kühlen Kopf behält. Verstopfte Kühlerrippen werden wirksam durch einen Lüfter mit automatischer Umkehrfunktion verhindert, der auch manuell in der Kabine ausgelöst werden kann.

Nachdem die Fahrbahn entsprechend geschützt war, konnten die Raupenbagger ungestört mit ihrem gut geplanten Zerstörungswerk beginnen. Dabei zeigten sich die schwergewichtigen Kraftpakete von ihrer besten Seite. Die Kombination von feinfühliger, moderner Hydraulik und agil ansprechenden Motoren mit reichlichen Kraftreserven macht die CX Raupenbagger zur ersten Wahl für harte Einsätze mit schweren Anbaugeräten wie Pulverisierern, Scheren oder Hydraulikhämmern. Das intelligente Hydrauliksystem C.I.H.S. übernimmt dabei automatisch die Anpassung von Systemdruck, Pumpenleistung und Motordrehzahl an die jeweilige Aufgabe, so dass sich der Fahrer völlig auf seinen Einsatz konzentrieren kann.

Die robuste Konstruktion mit FEM-optimierten HD-Auslegern und verstärkten HD-Unterwagen wiedersteht problemlos auch größten mechanischen Belastungen. Ein weiterer Pluspunkt bei starker mechanischer Dauerbelastung sind hartverchromte, staubgeschützte Bolzen und Buchsen aus dem Case EMS-System, die neben deutlich verlängerten Abschmierintervallen auch wichtige Notlaufeigenschaften bieten.

Der Fahrer ist in der geräumigen Komfort-Kabine auch bei langen Einsätzen bequem und sicher aufgehoben. Aufgrund ihrer aufwändigen 6-fach-Lagerung auf Viskose-Dämpfern im Ölbad ist die Kabine perfekt vor Vibrationen und Lärm geschützt. Im Innenraum liegt der Geräuschpegel wie in einer Mittelklasse-Limousine bei unter 70 dB.

Das Ergebnis des 24-Std.-Dauereinsatzes mit Stemmen und Brechen im Mehrschichtbetrieb: über 2850 t Schutt und Metall. Das Material wurde sofort ohne Zwischenlagerung mit Lkw aus dem Bierbrauer-Fuhrpark auf den eigenen Recyclingplatz gebracht und aufgearbeitet. Wenn möglich, wurden gleich vor Ort Schutt und Stahlarmierungen getrennt und wegtransportiert. Die Hauptlast der Rückverladung lag auch hier wieder bei dem 921F.

Bereits kurze Zeit später stand das gesamte Abbruch-Material sauber gebrochen und sortenrein getrennt zur Abholung bereit. Nach Abschluss der eigentlichen Abrissarbeiten kam erneut die Stunde des 921F, der nun die Aufgabe hatte, die Fahrbahnen und den Grünstreifen der B 9 von Schuttresten und dem vorher eingebauten Sandpolster wieder zu befreien. Als anschließend das Schutzflies entfernt wurde, zeigte ein kurzer Blick auf die Uhr, dass die Bierbrauer-Mannschaft mit ihrer Case Flotte die Aufgabenstellung in Rekordzeit erledigt hatte. Ganze sechs Stunden vor Ablauf des Zeitlimits. Geschäftsführer Karl-Werner Bierbrauer und Bauleiter Sebastian Schmidt lobten die hervorragende Teamleistung: "Es ist schon toll, wie hier alle an einem Strang gezogen haben. Das gilt natürlich in erster Linie für die Leute vor Ort und die Mitarbeiter, die sich um die komplizierte Logistik gekümmert haben. Obwohl wir natürlich davon ausgegangen sind, dass sowohl die Fahrer als auch unsere Maschinen durchhalten muss, man natürlich bei einem solchen Auftrag immer noch einen Plan B in der Hinterhand haben. Wir haben uns dabei auf unsere Partner von der Case Niederlassung in Andernach verlassen. Wir hatten während der ganzen Aktion einen direkten Ansprechpartner bei Case, der für uns in Bereitschaft stand, falls wir kurzfristig Bedarf gehabt hätten. Wie sich zeigte, war das dann nicht nötig, aber es ist trotzdem ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass man jederzeit Hilfe von der Reservebank bekommen kann."

Klaus Hackenbruch, Disponent bei Bierbrauer und Sohn ist mit der Leistung der Case Flotte äußerst zufrieden.

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