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Stück für Stück zurückgebaut

50-Tonnen-Bagger beißt Laborgebäude nieder

Eng grenzt der Bau des 85 m hohe Giessen-Turm an das alte Laborgebäude.

Dübendorf (ABZ). – In Dübendorf, unweit des idyllischen Uferwegs an der Glatt, geht es in die vierte und letzte Etappe des Wohnprojektes "im Giessen". Dort, wo sich das Laborgebäude des Genfer Aromen- und Riechstoffmittelherstellers Givaudan befand, wird mit einem Volvo-High-Reach-Bagger das Gebäude Stück für Stück zurückgebaut.

Das 22 m hohe alte Gebäude steht eng zwischen dem bereits fertig gestellten Giessen-Hof und dem im Bau befindlichen 85 m hochragenden Giessen-Turm. Nur wenige Meter trennen die neuen Bauwerke von dem Abrissobjekt, und auch die angrenzende Überlandstraße auf der Nordseite und der Giessenplatz im Süden setzen Grenzen für die Rückbauarbeiten. Nachdem die asbesthaltigen Teile des Laborgebäudes vorab entfernt wurden, werden die fünf Stockwerke von der Bruno Meier Abbruch und Tiefbau AG mit Hilfe eines 50 t schweren Volvo-EC380E-HR-Abbruchbaggers Schritt für Schritt bis auf die Bodenplatte zurück gebaut. In einem Zeitraum von etwa zwei Monaten kommen in etwa 5000 m³ Beton- und Mischabbruchmaterial zusammen. Dieses Material wird durch Partnerunternehmen im Kieswerk zur Wiederverwertung als Recyclingkies oder Recyclingbeton aufbereitet.

Die Bruno Meier AG ist von einem Ein-Mann-Betrieb im Jahr 2006, bei dem Bruno Meier noch selbst im Bagger saß, auf ein stattliches Unternehmen mit etwa 60 Mitarbeitern gewachsen. "Mit der Größe meines Unternehmens wuchsen nicht nur meine Maschinen, auch die Rückbautechnik hat sich über die Zeit stark verändert, berichtet Bruno Meier. Der Markt bietet Bagger mit Spezialausrüstungen, und aktuell habe ich meinen Maschinenpark um einen Volvo EC380E HR mit Longfront ergänzt. Anders als noch in Jahren zuvor, können wir heute mit dieser Maschine leicht von unten her arbeiten. Mit dem High-Reach-Ausleger erreichen wir Arbeitshöhen von 23 m."

Heavy-Duty-Maschinen wie der Volvo EC380E HR brauchen geschulte Fahrer. Mit Celio Lopez hat Bruno Meier einen Experten an seiner Seite, der ihn schon jahrelang begleitet. Celio Lopez freut sich mit der neuen Maschine arbeiten zu dürfen. "Die Maschine ist fein zum Fahren, sie ist stabil, hat eine perfektes Fahrwerk, ist sparsam im Verbrauch und bietet top Leistung", sagt er mit Blick auf seine Maschine. Um bei enger Bebauung präzise arbeiten zu können, sind diese Merkmale elementar wichtig.

Zum Schutz der Straße, zur Sicherheit der Passanten und dort, wo die Nachbarbebauung sehr dicht ist, wird während des Abbruchs der äußeren Wände mit einem 20 m hohen Vorhang gearbeitet. Bruno Meier geht morgens um 4:30 Uhr ins Büro, kennt alle laufenden Projekte und ist mit Herz und Blut Chef seines Unternehmens. Zu seinem Team zählen meist langjährige Mitarbeiter, auf die er sich verlassen kann. Auch bei der Wahl seiner Maschinen geht Bruno Meier keine Kompromisse ein. Er ist ein Optimierer durch und durch und setzt auf guten Service. Seit Beginn seiner Selbstständigkeit arbeitet Bruno Meier fast ausschließlich mit Volvo Baumaschinen von der Robert Aebi AG aus Regensdorf. Sein Maschinenpark besteht aus rund 30 Baggern von 1,5 bis 50 t.

Aus dem einstigen Labor wird das "Giessen Lab", ein Gebäude, in dem nun Duft und Geschmack in Wohnungen, Lofts und Ladenlokalen dem individuellen Stil jedes Einzelnen überlassen sein werden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 23/2020.

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