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Temperatur als zentraler Faktor

Einbaukette für Asphaltstraßen optimieren

Der Asphalt wird eingebaut.

Limburg a. d. Lahn (ABZ). – Beim Einbau einer Straßendecke in Asphaltbauweise kann der Bauunternehmer immer erst am Ende – also erst nach der Verdichtung – feststellen, ob alles gut gelaufen ist. Das hat nicht nur Einfluss auf die Qualität sowie die Langlebigkeit der Straße, sondern auch maßgeblich auf seine abschließende Vergütung.

Dabei kommt es aber nicht nur auf die Leistung seiner Einbaukolonne an. Hat das Mischwerk kein optimales Material geliefert oder der Spediteur zu viel Zeit beim Transport verloren, wird es selbst für die beste Einbaumannschaft eine Herausforderung, das wieder auszubügeln.

Problematisch sind, je nach Wettersituation, auch leergefahrene Kübel. Nicht nur, dass der Stopp des Einbauvorgangs zu Schwierigkeiten führen kann. Auch der Kübel kühlt aus und verursacht so eine thermische Entmischung. Die Abnahmeprüfung durch Bohrkerne kann dann wie ein Glückspiel wirken. Dabei gibt es Möglichkeiten, auf unterschiedliche Temperaturen zu reagieren, so das Unternehmen Moba Mobile Automation. Zum Beispiel könne man den Zeitpunkt bestimmen, wann die erste Walze auf das eingebaute Material fahre. Auch die Bohle reagiere temperaturabhängig auf das Mischgut und kann, wenn man über die relevanten Informationen verfügt, entsprechend temperaturoptimal eingestellt werden.

Für eine rechtzeitige Reaktion ist eine rechtzeitige Information erforderlich. Eine Anzeige der Materialtemperatur in der Walze, wenn diese bereits auf dem Material steht, ist zu spät. Der richtige Verdichtungszeitpunkt kann nur dann durch den Fahrer abgeschätzt werden, wenn er die Temperatur schon vor der Überfahrt angezeigt bekommt.

Der erste Schritt ist eine Temperaturmessung während des Einbaus. Das Moba-PAVE-IR-System misst das Thermoprofil hinter der Bohle und zusätzlich an weiteren Punkten vorher, zum Beispiel im Kübel des Fertigers und des Beschickers. Damit sieht die gesamte Einbaumannschaft einschließlich dem Walzenfahrer rechtzeitig die Beschaffenheit des Mischguts und kann so die Maschineneinstellungen zum richtigen Zeitpunkt optimieren. Auch die erste Walze kann so besser im richtigen Temperaturfenster mit der Endverdichtung beginnen, anstatt zu früh oder zu spät auf zu heißes oder zu kaltes Material zu fahren.

Ein Schritt weiter ist die Einbindung der Transportlogistik. Damit kann die Beschaffenheit des angelieferten Mischguts noch eher erkannt und gleichzeitig eine lückenlose Nachvollziehbarkeit geschaffen werden. Wenn dann bei der Endprüfung Bohrkerne Schwachstellen aufzeigen, kann an Hand der aufgezeichneten Daten genau nachvollzogen werden, wo die Mängel entstanden sind. Hier ist immer wieder die Kritik der Rückwärtsbetrachtung zu hören. Aus meiner Erfahrung beruht dies auf der Denkweise "was liegt, das liegt". Den nächsten Schritt zu gehen, nämlich den Einbauablauf zu verbessern, geht mit einem Umdenken einher. Das lässt sich nicht anordnen, sondern sollte Schritt für Schritt behutsam eingeführt werden. Eine wichtige Erweiterung der Perspektive ist dabei die Betrachtung der Baustelle bis hin zum Ablauf der Gewährleistung. Denn wenn schon während des Einbaus gesehen werden kann, dass es Probleme geben wird, es ist sicherlich günstiger, das noch warme Mischgut gleich wieder auszubauen als später mit der Fräse nachzuarbeiten.

Als Hersteller stellt Moba Mobile Automation die passenden, herstellerunabhängigen Systeme bereit und bietet mit erfahren Technikern und Ingenieuren auch die Baustellenbegleitung an, damit die Einführung gelingt.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 35/2020.

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