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Über den Dächern von Berlin

Zusätzlicher Wohnraum entstanden

alwitra, Dachbau, Modernisierung und Sanierung

Aufgrund des fließenden Übergangs von Dach und Außenwand und der Anordnung als oberstes Geschoss erinnert die neue Konstruktion auch an die ausgebauten Mansarddächer in Paris.

BERLIN (ABZ). - Bei der Sanierung von Plattenbauten gehört das Abbrechen des obersten Geschosses zu den am häufigsten angewendeten gestalterischen Mitteln. Denn mit dem Abbrechen wird zugleich die sehr kompakte Struktur des Gebäudes aufgebrochen.

Es entsteht neuer Wohnraum, der in seiner Ausgestaltung sowohl innerhalb der Ebene als auch in Bezug auf das gesamte Gebäude charakterisierende Wirkung hat. In der Bundeshauptstadt Berlin zählt der Stadtteil Prenzlauer Berg zu den bekanntesten Quartieren mit einer größeren Anzahl von Plattenbau-Siedlungen. Bei einer Umgestaltung von zwei solcher Gebäude sollte zum einen neuer Wohnraum geschaffen, zum anderen die Architektur verbessert werden. Das mit der Planung beauftragte Architekturbüro Büro 213, Berlin nutzte zur Neugestaltung des Dachgeschosses ein in der Architektur schon frühzeitig angewandtes Konstruktionsmittel: die einfache Schale.

So entstand auf den Dächern der beiden Mehrfamilienhäuser zusätzlicher Wohnraum mit einer ganz eigenen Charakteristik. Im Auftrag des Bauherrn, der Gesellschaft für besseres Wohnen mbH, Berlin, platzierte Markus Schell nämlich zwei Holzhäuser auf den Dachflächen der Plattenbauten. In ihrer äußeren Formgebung nehmen sie die klassische einfache Schale auf und verbinden so Dach und Fassade zu einer Einheit.

Nicht nur aus statischen Gründen wählte Dipl.-Ing. Schell eine Vollholzkonstruktion, um die Dachflächen aufzustocken. Gerade die aus einzelnen, dünnen Holzbrettern in Brettstapelbauweise zusammengefügte Schale kann in unterschiedlichen For-men zusammengesetzt werden. Außerdem kommt bei der Fügung außer Holzdübeln kein weiterer Fremdstoff zum Einsatz. In einem Werk vorgefertigt konnte so die den klassischen Dachstuhl ersetzende Schale innerhalb kürzester Zeit vor Ort zusammengebaut werden.

In die tonnenförmige Dachschale wurden insgesamt drei Dachgärten eingeschnitten, je eine für jede der drei Wohnungen. Hiermit brach man zum einen die Dachlinie zusätzlich auf, zum anderen entstanden unterschiedliche Raumhöhen innerhalb der Wohnungen. Deshalb ordnete der Planer in den niedrigeren Bereichen unterhalb der Dachgärten in der Regel die Schlafräume und Sanitärbereiche an. Die Raumhöhe hier beträgt 2,55 m. In den hohen Bereichen bis zu 4,75 m finden sich die Wohnbereiche. Für ausreichende und aus allen vier Himmelsrichtungen kommende Belichtung sorgen Fensterbänder im Übergangsbereich.

Aufgrund des fließenden Übergangs von Dach und Außenwand und der Anordnung als oberstes Geschoss erinnert die neue Konstruktion auch an die ausgebauten Mansarddächer in Paris. Unterstrichen wird diese Verbindung durch die bewusst gewählte Farbe der homogenen einlagigen Abdichtung in gedecktem Rot. Sie steht – insbesondere aufgrund der Lage und auch der Form – für das Steildach schlechthin. Bei der Realisierung setzte der Architekt auf das fachliche Know-how der Handwerker der Pause Dachdecker – Maurer GmbH aus Berlin. Sie führten bei der Dachaufstockung in der Berliner Gleimstraße neben Zimmerer- und Holzbauarbeiten auch Maurer-, Stahlbeton- sowie Dachdecker- und Dachklempnerarbeiten aus. Auf die vorhandene Hohlkörperdecke und den umlaufenden Ringbalken setzen sie eine 140 mm dicke Brettstapelholzdecke auf Auflager aus Hartholz auf. Sie bildet die Grundlage für die 160 mm dicke Tragkonstruktion aus Vollholz, ebenfalls in Brettstapelbauweise. Zur weiteren Ausbildung der ungenutzten Dach- und Fassadenflächen verlegten die Fachhandwerker oberhalb der Holzbalken eine Dampfsperre. Mineralfaser in 120 mm Dicke sorgt für die entsprechende Wärmedämmung. Die Abdichtung von Dach und Fassade erfolgte durch eine Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahn.

Hier entschieden sich Planer und Verarbeiter für die bewährte Evalon der alwitra GmbH, Trier. Denn die gelungene Hochpolymerlegierung aus Ethylen-Vinyl-Acetat-Terpolymer (EVA) und Polyvinylchlorid (PVC) ist für einlagige Abdichtungen bei allen Flachdachbauweisen und Verlegearten geeignet. Ihre gleichbleibenden Eigenschaften und enorm hohe Lebensdauer resultieren aus dem hohen Anteil an hochpolymeren Feststoffen. Auf den beiden Dächern der Aufstockungen in der Berliner Gleimstraße kam Evalon V in der Farbe RAL 3004 – gedecktes Rot – zum Einsatz.

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