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Verhandlungen um Mindestlohn am Bau beginnen

Wiesbaden (dpa). - Ohne genaue Forderung geht die IG Bau in die Verhandlungen um den Mindestlohn im boomenden Bauhauptgewerbe. Vier Monate vor dem Auslaufen des aktuellen Tarifwerks beginnen an diesem Freitag (11.00 Uhr) in Wiesbaden die Verhandlungen mit dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB). Angesichts des Immobilienbooms erwarte man eine "kräftige Anhebung", heißt es bei der Gewerkschaft. Nach Einschätzung der IG Bau wird etwa jeder fünfte Bauarbeiter in Deutschland nach dem branchenspezifischen Mindestlohn bezahlt. Mit den normalen Lohntarifverhandlungen hat er nichts zu tun. Ziel sei es, für tarifungebundene Unternehmen eine Untergrenze zu ziehen und Lohndumping einzuschränken, erklärte IG-Bau-Verhandlungsführer Dietmar Schäfers. Derzeit gilt im Bauhauptgewerbe ein bundesweiter Branchenmindestlohn von 12,20 Euro je Stunde. Für qualifizierte Facharbeiter im Westen haben Arbeitgeber und Gewerkschaften zudem eine höhere Mindestvergütung von 15,20 Euro vereinbart - diese Stufe fehlt in Ostdeutschland. Die IG Bau will sie nun auch dort verankern. Die Arbeitgeber haben sich dazu laut HDB noch nicht positioniert. Die Stundenlöhne in den tarifgebundenen Betrieben beginnen bei 13,77 Euro im Osten und 16,54 Euro im Westen.

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