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Zertifiziertes Kapselkriterium K260

Brandschutz für Gebäude der Klasse 4 erfüllt

Vorgefertigte Bauelemente von Ing.-Holzbau Schnoor erfüllen höchste Brandschutzanforderungen.

Burg/Husum (ABZ). – Vorgefertigte Bauelemente der Firma Ing.-Holzbau Schnoor verfügen jetzt laut Unternehmensangaben über ein zertifiziertes Kapselkriterium. Mit der Zertifizierung stellt der Holztafelbauspezialist sicher, dass die vorgefertigten Bauelemente die Anforderungen an den Brandschutz für Gebäude der Klasse 4 nach der Musterbauordnung (MBO) erfüllen.

Bei Aufstockungen städtischer Gebäude kommt es schnell zu einer Änderung der Gebäudeklasse und damit zu erhöhten Anforderungen an den Brandschutz. Gebäude der Klasse 4 sind nach MBO zwischen 7 m und 13 m hoch und bieten eine Nutzungseinheit von 400 m². Für sie wird heute in den Landesbauordnungen vieler Bundesländer ein zertifiziertes Kapselkriterium gefordert.

Im Kapselkriterium ist festgelegt, dass bei tragenden und aussteifenden Teilen, die aus brennbaren Baustoffen bestehen, die brennbaren Teile eingekapselt werden müssen. Dazu wird eine allseitige, brandschutztechnisch wirksame Ummantelung aus nicht brennbaren Baustoffen, wie beispielsweise einem mehrlagigen Plattenwerkstoff, gefordert. Eine solche Ummantelung muss das innenliegende Holz 60 Minuten lang vor einem möglichen Brand schützen. Die gekapselten Wandelemente werden bei Ing.-Holzbau Schnoor komplett vorgefertigt. Bei der Materialauswahl ist die spezifische Zertifizierung für den Brandschutz das entscheidende Kriterium. Im Produk-tionsprozess werden Leerrohre für die Verkabelung in den Wandaufbau integriert. Das Dämmmaterial, zum Beispiel eine nichtbrennbare Steinwolle mit einem Schmelzpunkt höher als 1000 °C wird eingelegt. Anschließend folgt die Ummantelung. Mehrlagige fermacell-Gips-Faserplatten umschließen den Wandaufbau allseitig, also einschließlich der Fenster- und Türöffnung. Die Platten mit einer Dicke von 15 mm oder 18 mm sind miteinander verklebt, so dass die Fugen geschlossen sind und keine Hohlräume entstehen.

Ing.-Holzbau Schnoor hat den Zertifizierungsprozess zum Kapselkriterium durchlaufen und damit erneut eine Vorreiterrolle übernommen. Die Gesellschaft für Materialforschung und Prüfungsanstalt für das Bauwesen Leipzig GmbH an der TU-Leipzig hat die Prüfung durchgeführt. Eine Zertifizierung, für die viele unterschiedliche Prozessschritte einzeln betrachtet wurden. Zunächst wurde die Ausführungsplanung begutachtet. Dann wurde die Produktionsplanung geprüft. #

Die Produktion selbst hat das Team aus Leipzig schließlich in Burg im Produk-tionswerk abgenommen. "Aufstockungen bieten eine gute Möglichkeit neuen Wohnraum zu schaffen. Gerade im innerstädtischen Bereich stellen wir dazu eine deutlich verstärkte Nachfrage fest", so Lars Ewald, zuständig für die Vertriebsberatung im norddeutschen Raum. "Vorgefertigte Holzrahmenbau- oder Holztafelbau-Elemente sind eine effektive und wirtschaftliche Lösung – leicht, schnell und sicher zu montieren, in hoher Ausführungsqualität, mit guter Energiebilanz. Dank der Zertifizierung nach dem Kapselkriterium können wir jetzt auch die Nachfrage nach Bauvorhaben bei Gebäuden mittlerer Höhe bedienen."

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